Fulminanter Auftritt der „Bullen von Fuschl“

RedBull inszenierte eine glanzvolle Hommage an Bildhauer Jos Pirkner.

Der Künstler und sein größtes Werk: 14 Bullen samt dazugehörendem Gebäudekomplex für RedBull. Fotos: Expa/Groder
Der Künstler und sein größtes Werk: 14 Bullen samt dazugehörendem Gebäudekomplex für RedBull. Fotos: Expa/Groder

Gut gelaunt und gut in Form präsentierte sich Jos Pirkner am Freitag, 19. September in Fuschl einer Schar von rund 400 Promis und Adabeis, die zur großen Präsentation der „Bullen von Fuschl“ geladen waren.

In sechs Jahren Arbeit stellte Pirkner die nach Angaben von Auftraggeber RedBull größte Bronzeplastik Europas fertig. Sie wiegt 80 Tonnen und zeigt 14 überlebensgroße Bullen, die aus dem derzeitigen Headquarter des Mateschitz-Imperiums in Fuschl herausstürmen.

80 Tonnen Bronze fließen wie Lava aus einem Vulkankegel.
80 Tonnen Bronze fließen wie Lava aus einem Vulkankegel.

Pirkners Leistung als Bildhauer wäre allein schon herausragend, aber der Osttiroler Künstler, der im Dezember 87 Jahre alt wird, hat nicht nur die Bronze geformt, sondern den gesamten Gebäudekomplex. In mehreren Etappen entstand direkt an der Landstraße in Fuschl an einem künstlichen See der RedBull-Vulkan, mit zwei Kegeln, von denen sich der größere zum Wasser hin öffnet. Aus dieser Öffnung fließt nach Pirkners Idee und bis ins Detail von ihm geplant die „Lava“ in Form der 14 Bullen. In einem Video, das dolomitenstadt.at bereits während der Entstehung dieser Plastik gedreht hat, erklärt der Künstler im Detail seine Arbeit und deren Sinn im Kontext der Architektur.

Eingerahmt wird der Gebäudevulkan von einem um das Zentrum kreisförmig angeordneten Bürokomplex, den Pirkner ebenso gestaltete, wie die Landschaft zwischen den Gebäuden, samt Zengarten und einem Labyrinth, das natürlich auch eine codierte Bullenbotschaft enthält: den antiken Mythos vom Minotaurus.

An der Landstraße nach Fuschl liegt das derzeitige RedBull-Headquarter an einem künstlichen Teich. Auch aus der Luft gut zu sehen - die ins Wasser stürmenden Bullen.
An der Landstraße nach Fuschl liegt das derzeitige RedBull-Headquarter an einem künstlichen Teich. Auch aus der Luft gut zu sehen – die ins Wasser stürmenden Bullen.

Episch wie Architektur und Bronzeplastik war die Inszenierung der von Auftraggeber RedBull ausgerichteten Eröffnungsparty, als glanzvolle Hommage an Pirkner und dessen Werk. Zum launigen Interview mit dem Bildhauer trat Burgschauspieler und Jedermann-Darsteller Peter Simonischek auf die Balustrade der spektakulären Eingangshalle, zu seinen Füßen musizierte das Kammerensemble des Salzburger Mozarteum-Orchesters und in dieser Tonart ging das Fest auch weiter.

Burgschauspieler Peter Simonischek moderierte die Eröffnung und führte ein Interveiw mit Jos Pirkner.
Burgschauspieler Peter Simonischek moderierte die Eröffnung und führte ein Interview mit Jos Pirkner.

Bei der hohen „Promidichte“ an diesem Abend war selbst für Seitenblicke-Spezialisten der Durchblick schwer. Ein paar Namen seien aber dennoch genannt. Der Chef der Bundestheaterholding und langjährige Leiter der Bregenzer Festspiele Günther Rhomberg führte die Riege der Kulturmanager an, darunter Ex-Burgtheaterchef Matthias Hartmann, Ex-Operndirektor Ioan Holender und der scheidende Salzburger Festspielintendant Alexander Pereira. Auch Landeshauptmann Günther Platter reiste an, um Jos Pirkner zu seinem epochalen Werk zu gratulieren.

Einige der wichtigsten Medienmacher des Landes waren im Publikum, darunter Medienmanager Hans Mahr mit Partnerin und RTL-Moderatorin Katja Burkard, Standard-Herausgeber Oscar Bronner, SN-Chefredakteur Manfred Perterer, TT-Chefredakteur Alois Vahrner und Kleine-Chef Hubert Patterer, aber auch die ORF-Reporterlegenden Friedrich Orter und Joana Radzyner.

Schriftsteller Josef Haslinger und Sänger Hubert von Goisern feierten ebenso im „Vulkan“ wie Hubertus von Hohenlohe, Karlheinz Grasser, Gerhard Berger und Armin Assinger.

Mit eigenen Händen formte Jos Pirkner Europas größte Bronzeplastik in jahrelanger Arbeit in seinem Atelier in Tristach.
Mit eigenen Händen formte Jos Pirkner Europas größte Bronzeplastik in jahrelanger Arbeit in seinem Atelier in Tristach.

Osttirol war unter anderen durch Bürgermeisterin Elisabeth Blanik vertreten, begleitet vom Tiroler SP-Klubobmann Thomas Pupp. Der Lienzer Gemeinderat Christian Steininger mit Gattin war unter den Gästen, Peter und Angie Lechleitner, der Tristacher Bürgermeister Markus Einhauer mit Gattin, Horst Hafele und Gym-Direktorin Ursula Strobl, Willi Bernard, Bert Singer, Jörg Oberrainer – auch hier ließe sich die Liste noch deutlich verlängern.

Eine Flotte von 50 schwarzen Audi-A8-Limousinen brachte die Festgäste von ihren Hotels zum Ort des Geschehens. Die Nobelkarossen fungierten während des Abends als Shuttles. Per Floß oder Heißluftballon konnte man das Areal zu Wasser oder aus der Luft bewundern, Gaukler, Musiker und Pantomimen verzauberten das Publikum, dazu gab's Fingerfood aus dem zum Imperium von Dietrich Mateschitz zählenden „Carpe Diem“. Der Milliardär mischte sich selbst unter die Gäste und so ging die Bullen-Vernissage in perfekter Regie und mit einem atemberaubenden Aufwand über die Bühne, bei Prachtwetter und milden Spätsommer-Temperaturen.

Dolomitenstadt.at schickte Hans Groder von Expa-Pictures an die fotografische Bullenfront, er durfte wie seine Kollegen zwar mit Jos Pirkner im historischen Flugzeug über die „Vulkane“ fliegen und die Bullen samt deren Schöpfer vom Floß aus ablichten, aber nicht beim Event selbst fotografieren. Hier sind ein paar  Impressionen vom Rundflug mit anschließender Führung durch das Gebäude, bei der der Meister sein Werk selbst vorstellte.

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