Rapid Lienz entzaubert den Tabellenführer

Die Grün-Weißen besiegten am Sonntag die WSG Radenthein mit 2:0.

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Sven Lovric avancierte gegen den Tabellenführer aus Kärnten zum Matchwinner. Foto: Brunner Images

Vor rund 400 Zusehern im Lienzer Dolomitenstadion führte der Kärntner Spitzenreferee Manfred Krassnitzer die beiden Erstplatzierten in der Unterliga West auf das Spielfeld. Die Gäste aus Radenthein erwiesen sich von Beginn an als sehr aggressive Mannschaft, die die Rapidler bereits früh im Spielaufbau störten. Dennoch gingen die Dolomitenstädter nach rund zehn Minuten in Führung. Clemens Gesser setzte die Radentheiner Abwehr unter Druck und erkämpfte sich den Ball. Dann schickte er den auf der rechten Außenbahn lauernden Sven Lovric auf die Reise, dieser lief noch ein paar Meter und wuchtete das Spielgerät mit einem trockenen Schuss ins lange Eck zum 1:0 in die Maschen.

Praktisch im Gegenzug blieb ein Freistoß für die Gäste in aussichtsreicher Position in der Lienzer Mauer hängen. Die Radentheiner spielten aber weiter frech nach vorne und Anton Peric setzte den Ball vom Sechzehner knapp über das Lienzer Tor. Das Lienzer Mittelfeld tat sich mit dem Vorchecking der Gäste speziell in der ersten Halbzeit sehr schwer und so blieben große Torchancen Mangelware. Nach 45 Minuten schickte der souveräne Spielleiter beide Mannschaften in die Kabine.

Gerade einmal sechs Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als die Gastgeber zum zweiten Mal jubelnd abdrehen konnten. Sven Lovric spielte den Ball auf der linken Seite ideal auf den heranbrausenden Andreas Überbacher. Dieser drang in den Strafraum ein und brachte einen scharfen Stanglpass zur Mitte. Radenthein-Keeper Christian Michor stellte sich in dieser Situation nicht sehr glücklich an und fälschte beim Abwehrversuch den Ball ins eigene Tor ab.

Dieser Treffer wirkte für die Dolomitenstädter wie ein Befreiungsschlag. Man ließ nun Ball und Gegner laufen und erspielte sich eine klare Feldüberlegenheit. Durch diese kam man danach auch zu einigen Möglichkeiten. Zunächst brachte Dominik Müller einen Freistoß scharf auf das Radentheiner Tor, der Keeper konnte den Ball nur kurz abwehren, doch mit vereinten Kräften konnten die Gäste das Spielgerät aus der Gefahrenzone befördern. In der 66. Minute setzte Dominik Müller einen Freistoß aus zentraler Position knapp über das gegnerische Gehäuse.

Der Tabellenführer aus Radenthein blieb in der zweiten Halbzeit in der Offensive komplett harmlos. Verantwortlich dafür war eine überragende Leistung der Lienzer Hintermannschaft. Vor allem die beiden Eder-Brothers, Manuel und Patrick, hatten den gefürchteten Radentheiner Goalgetter, Milan Pesic, über die gesamte Spielzeit hin fest im Griff.

In den letzten zwanzig Minuten kamen die Rapidler, die nun ihre spielerische Stärke voll ausspielten, noch zu einigen tollen Torchancen. Sven Lovric, der von der Radentheiner Abwehr nie unter Kontrolle gebracht werden konnte, spielte ideal in die Gasse für Clemens Gesser, doch dieser wurde beim Abschluss im letzten Moment von einem Radentheiner Verteidiger geblockt.

Die letzte und wohl größte Chance auf den dritten Treffer hatte fünf Minuten vor dem Abpfiff der kurz zuvor eingewechselte Fabian Steiner. Nach tollem Zuspiel von Daniel Steiner scheiterte er aber, alleine auf das gegnerische Tor zulaufend, an einer guten Reaktion des Gäste Keepers.

Dies war zugleich auch der letzte Höhepunkt in einer sehr fair geführten Partie. Mit diesem Sieg rückten die Dolomitenstädter bis auf drei Punkte an den Tabellenführer aus Radenthein heran. Rapid Lienz Trainer Markus Hanser meinte nach dem Spiel: „Für uns war es ein immens wichtiger Sieg für den weiteren Saisonverlauf. Bei einer Niederlage wären wir schon 9 Punkte hinter Radenthein gewesen. Vor allem aufgrund einer starken zweiten Halbzeit, glaube ich, dass unser Erfolg vollkommen in Ordnung geht.“

Hier geht’s zur aktuellen Tabelle der Unterliga West.

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