Bildung durch den Campus Osttirol?

Lernhungrige Osttiroler sollen von einem Interreg-Projekt profitieren.

Beitragsbild-Campus-Osttirol
v.l.: Michael Hohenwarter, Manuela Gritzer und Wilfried Kollreider wollen die Rahmenbedingungen für Bildungschancen in Osttirol schaffen. Foto: Dolomitenstadt/Egger

Am Montag, 23. September luden RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter, AK-Leiter Wilfried Kollreider und Manuela Gritzer von der Standortagentur Tirol zu einem Pressegespräch in die Räumlichkeiten der Stadtbücherei Lienz. Auf der Tagesordnung stand inmitten des Bücherwaldes das Thema Bildung im Bezirk Lienz.

Die Initiative „Campus Osttirol“ wurde im Jahr 2009 von Mitgliedern des Vereins “Bildung bringt Frieden” gestartet. Ziel war es, durch Nutzung neuer technischer Möglichkeiten, der Bevölkerung des Bezirkes mehr an wissenschaftlichem Wissen und Ausbildungen bereitstellen zu können. Im Jahr 2014 übernahm das Regionsmanagement Osttirol diese Initiative und will jetzt im Rahmen des Interreg-Projekts „BitGeneration“ neue Akzente setzen.

Unterstützt  von der Arbeiterkammer Tirol, der Standortagentur Tirol und der Wirtschaftskammer Lienz, stellt sich das RMO unter dem Titel „Campus Osttirol“ die Frage, welche Rahmenbedingungen und Maßnahmen in Osttirol notwendig sind, um den Osttirolern Fortbildungsmöglichkeiten leicht zugänglich zu machen. Als zentrales Thema wird dabei auch die Online-Bildung behandelt. “

„Das ganze Hochschulsystem befindet sich im Umbruch – es verlagert sich immer mehr in das Internet hinein“, erklärt Michael Hohenwarter. Er will Rahmenbedingungen schaffen, dass diese Online-Angebote auch in Osttirol angenommen werden. Allerdings will man sich nicht nur auf virtuelle Bildung beschränken, auch Offline-Bildung soll eine Rolle spielen. „Die Vision ist die, in Osttirol eine Einrichtung zu haben, wo das Lernen in Osttirol stattfinden kann – allerdings wird das nicht in zwei Jahren möglich sein“, so der RMO-Geschäftsführer.

Konkret wollen die Verantwortlichen in den ersten Projektschritten die Bildungsbedürfnisse der Osttiroler erfahren. „Wir müssen das anbieten, was auch wirklich gebraucht wird“, erklärt AK-Leiter Kollreider das 40.000 Euro teure Projekt. Die Auftaktveranstaltung findet am Montag, 29. September, in der Lienzer Stadtbücherei statt. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Campus Osttirol“ werden die bildungspolitischen Grundlagen der Europäischen Union kurz skizziert und innovative Bildungsformate vorgestellt und diskutiert. Anmelden kann man sich bei Michaela Putzhuber per Mail. Wer es nicht in die Stadtbücherei schafft, kann sich die Veranstaltung auch im Livestream anschauen.

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