FC-WR gewinnt gegen Landskron mit 2:1

Jubel über Heimsieg dank „brasilianischem Köpfchen“.

Gegen die mit drei Siegen in Serie angereisten Gäste, begannen die Debanter sehr ambitioniert. Aldamir da Silva und Denis Kaltak stellten bereits in der Anfangsphase Landskron Keeper Martin Koller auf die Probe, doch dieser konnte beide Weitschüsse parieren.

Auf der Gegenseite probierten es auch die Gäste mit Schüssen aus der zweiten Reihe, doch die Versuche von Markus Mikl und Alexander Stroj gingen am FC-WR Gehäuse vorbei.

Den ersten Aufreger in diesem Spiel gab es in der 23. Minute. Dominik Debriacher nahm sich ein Herz und schoss aus 20 Metern aufs Tor der Hausherren. FC-WR Keeper Thomas Heinzle konnte den Ball etwas glücklich mit Hilfe der Latte aber entschärfen. Drei Minuten später reklamierten die Gäste bei einem Foul im Strafraum an Markus Mikl Elfmeter, doch die Pfeife von Schiedsrichter Skalic blieb in dieser Situation zu Recht stumm.

Praktisch im Gegenzug setzte Aldamir da Silva zu einem unwiderstehlichen Solo an und konnte kurz vor dem Strafraum nur mehr durch ein brutales Foul von Richard Thurner, der dafür mit der gelben Karte verwarnt wurde, gestoppt werden. Den fälligen Freistoß setzte Kapitän Dominik Tagger über das Landskroner Tor.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff wäre den Gästen beinahe der Führungstreffer gelungen. Nach einer hohen Flanke kam Julian Brandstätter aus kurzer Distanz völlig freistehend zum Kopfball, doch dieser fiel zu zentral aus und FC-WR Schlussmann Thomas Heinzle konnte den Ball parieren.

Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff setzte Dominik Tagger mit einem herrlichen Pass den auf der rechten Seite aufgerückten Hubert Pichler ein, dieser zögerte aber mit dem Abspiel zu lange und so war auch diese vielversprechende Chance vertan.

Das Spiel verlief danach weiterhin sehr ausgeglichen und beide Torhüter standen des öfteren im Mittelpunkt des Geschehens. Zuerst hatte Thomas Heinzle bei einem Pressball mit Landskron Stürmer Patrick Fina etwas Glück, dass der aufsteigende Ball übers Tor ging. In der 58. Minute tankte sich Patrick Fina entlang der Strafraumlinie durch, seinen Schuss konnte aber der Debanter Keeper mit einer tollen Parade gerade noch an die Latte abwehren.

Auf der Gegenseite konnte sich Keeper Martin Koller bei einem Kopfball von Denis Kaltak auszeichnen und den Ball im letzten Moment zum Corner abwehren.

Man of the Match im Aguntstadion: Aldamir da Silva traf in den letzten 15 Minuten gegen Landskron zweimal mit dem Kopf und sicherte Nußdorf-Debant damit drei wichtige Punkte. Foto: Brunner Images
Man of the Match im Aguntstadion: Aldamir da Silva traf in den letzten 15 Minuten gegen Landskron zweimal mit dem Kopf und sicherte Nußdorf-Debant damit drei wichtige Punkte. Foto: Brunner Images

In den letzten 15 Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse im Aguntstadion Nußdorf/Debant. Zunächst bewahrte erneut Thomas Heinzle mit einem großartigen Reflex nach einem Schuss von Julian Brandstätter seine Mannschaft vor einem Rückstand, ehe in der 83. Minute die Gastgeber über die Führung jubeln konnten. Der kurz zuvor eingewechselte David Lenzhofer setzte sich auf der linken Seite gegen einen Verteidiger durch, brachte den Ball gefühlvoll zur Mitte und Aldamir da Silva verwertete per Kopf zur vielumjubelten 1:0 Führung für die Osttiroler.

Aber praktisch vom Anpfiff weg gelang den Landskronern der Ausgleich. Ein hoher Ball in den FC-WR Strafraum sprang Peter Klancar bei seinem Abwehrversuch an den Oberarm doch der Unparteiische wertete dies als Handspiel und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine Entscheidung, die sicherlich sehr umstritten war. Mario Kleinbichler trat zur Ausführung des Strafstoßes an und verwertete trocken zum 1:1 Ausgleich.

Als sich die meisten der rund 250 Besucher bereits mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, schlugen die Hausherren in der 88. Minute nochmals zu. Nach einer Freistoßflanke von Dominik Tagger war erneut der brasilianische Torjäger in den Reihen des FC-WR, Aldamir da Silva, zur Stelle und köpfelte zum 2:1 Endstand ein.

In der überlangen Nachspielzeit von sieben Minuten standen die Hausherren in der Abwehr bombensicher und ermöglichten den Gästen keine Chancen mehr auf den Ausgleich.

Mit diesem immens wichtigen Erfolg konnten sich die Debanter etwas Luft zu den Abstiegsplätzen verschaffen und Selbstvertrauen für das nächstwöchige Derby gegen Rapid Lienz tanken. Der einzige Wermutstropfen war die fünfte gelbe Karte für Peter Klancar, der damit beim Spiel in Lienz nicht zur Verfügung stehen wird.

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