Antoniuskirchl: Komitee wurde aufgelöst

Guthaben für Sanierungen wurde der Stadtgemeinde Lienz übergeben.

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Vereinzelt werden hier noch russisch-orthodoxe Messen abgehalten. Fotos: Dolomitenstadt/Egger

Im Antoniuskirchl, am Rande des Lienzer Hauptplatzes, stecken viele Geschichten (Evelyn Gander hat einige davon in ihrem Cityguide-Blog niedergeschrieben). Um das denkmalgeschützte Gebäude auch standesgemäß zu erhalten, wurde 1986 von der damaligen Bürgermeisterin Helga Machne das „Restaurierungskomitee Antoniuskirchl“ gegründet, welches die Spenden der Lienzer verwaltete. Nach den aufwändigen Restaurierungsarbeiten wurde dann das verbleibende Spendenkapital von 190.864,65 Schilling (13.870,80 Euro) auf ein Sparbuch gelegt. Die Einnahmen aus den Gedenkkerzen und dem Opferstock wurden seither auf ein weiteres Sparbuch gelegt.

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Eine Gedenktafel weist auch auf die Gesamtrestaurierung in den 80er-Jahren hin.

2012 trafen sich die noch lebenden Mitglieder des Komitees dann, um die Agenden den politischen Vertretern der Stadtgemeinde Lienz zu übergeben. Seither verwaltet die Lienzer Bürgermeisterin (Obfrau) mit ihren zwei Stellvertretern (Obmann-Stellvertreter und Kassier) die zwei Sparbücher.

In seiner Sitzung vom Dienstag, 14. Oktober, hat der Stadtrat beschlossen, das Gesamtguthaben von 76.160,54 Euro als definierte Rücklage in die Stadtverwaltung zu übertragen. Das Komitee wurde aufgelöst – in Zukunft entscheidet der Stadtrat, wann und wie das Antoniuskirchl saniert wird.

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