Osttiroler Krankenhaus in Jalimo steht

Ab 2015 soll es bereits medizinische Versorgung im Südsudan geben.

Im Oktober 2012 startete das Projekt „Osttirol für JALIMO“ offiziell mit der Gründung eines Sozialvereines. Seitdem kämpft Obmann Franz Krösslhuber unermüdlich für den Bau eines Spitals im Südsudan. Nun, zwei Jahre später, nimmt das Krankenhaus in Afrika Form an. Die beiden jungen Planer David Kraler und Christoph Lachberger haben ganze Arbeit geleistet. „Die Vorgabe war ein  Health Center in lokaler Bautradition – einfach, klar in den Funktionen, wenig Energieaufwand und so kühl wie möglich“, erklärt Krösslhuber, der auch mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist: „Es ist ein einzigartiger, individueller Bau, der die Philosophie des Projekts wiederspiegelt.

Um das Krankenhaus auch technisch bestmöglich auszustatten, geht in der kommenden Woche ein 40-Fuß-Container über Hamburg nach Mombasa (Kenia) und von dort über den Landweg in den Südsudan. Befüllt wurde der Container unter anderem mit Spenden vom Lienzer Krankenhaus und von verschiedenen Ärzten. Außerdem leistete die Firma Liebherr mit Kühlschränken einen großen Beitrag. „Die sind besonders wichtig, weil wir unsere Medikamente natürlich kühlen müssen“, berichtet Hans Themessl, die gute Seele von „Osttirol für Jalimo“. Ankommen wird der Container Mitte Jänner.

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Die restlichen Arbeiten werden mit dem Strom der Photovoltaik-Anlage gemeistert. Fotos: OfJ/David Kraler

Dann wird es bereits medizinische Versorgung im Hospital geben. Dafür sorgen wird Franz Krösslhuber. „Es gibt aber schon Gespräche mit dem Lienzer Krankenhaus, dass vielleicht auch ein paar junge Osttiroler Ärzte runterfahren“, so Themessl. Offizielle Eröffnung des Krankenhauses wird es vorerst keine geben, denn „Arbeiten statt Feiern“, lautet das Motto der Verantwortlichen.

Gespendet wurden für das Projekt bis heute 390.000 Euro. Knapp 270.000 Euro wurden verbaut. Allerdings hoffen Franz Krösslhuber und Co. weiterhin auf Osttiroler mit Herz, denn vor allem in der medizinischen Aufbauphause sind die Betriebskosten mit 15.000 bis 20.000 Euro pro Monat sehr hoch. 

Das Spendenkonto:
Volksbank Osttirol-Wk, BLZ: 40730, Kto: 17.523; IBAN: AT55 4073 0000 0001 7523.

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Know-how aus Ostafrika und Osttirol: Aus edlem Mahagoni-Holz fertigten Hannes und Alex gemeinsam Möbel.

Am Samstag, 25. Oktober findet im Gemeindesaal Tristach dann ein Benefinzabend zugunsten des Projektes statt. Franz Krösslhuber wird den Gästen aktuelle Informationen aus dem Südsudan liefern und der Osttiroler Parade-Bergsportler Peter „Luner“ Ortner präsentiert seinen Multimedia-Vortrag „Neuland“. „Ich berichte von Routen und Expeditionen, die ich in letzter Zeit unternommen habe – das Motto: steiler, höher, schwieriger“, so der Extremsportler.

Wer genau wissen möchte, was rund um das Hospital im Südsudan passiert, verfolgt am besten den topaktuellen Blog „gelatat“ von David Kraler und Christoph Lachberger.

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