Beide Geschäftsführer der Leitstelle Tirol entlassen

Bernd Noggler übernimmt interimistisch. Posten wird ausgeschrieben.

Die Leitstelle der Tiroler Blaulichtorganisationen ist jene Einrichtung, über die im Notfall Hilfe organisiert wird, auch in Osttirol. Mehr als 70 Mitarbeiter sorgen dafür, dass rund um die Uhr die Einsatzkräfte der Blaulichtorganisationen alarmiert und koordiniert werden. Bis zu 18 Leute besetzen die Leitstelle pro Schicht.

Josef Geisler: "Alle Bemühungen um ein konstruktives Miteinander führten nicht zum gewünschten Erfolg."  Foto: Expa Groder
Josef Geisler: „Alle Bemühungen um ein konstruktives Miteinander führten nicht zum gewünschten Erfolg.“ Foto: Expa Groder

Der Job ist stressig und verantwortungsvoll, das Betriebsklima umso wichtiger. Nicht nur hinter vorgehaltener Hand wird seit Monaten bemängelt, dass die beiden bisherigen Geschäftsführer Martin Eberharter (kaufmännische Leitung) und Gernot Vergeiner (technische Leitung) nicht miteinander können. Jetzt zieht der zuständige Landesrat Josef Geisler (VP) die Reißleine. Beide Geschäftsführer werden entlassen.

„Wir wollen einen Neustart für die Leitstelle. Und wir wollen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre verantwortungsvolle Tätigkeit gerne ausüben und sich auf ihre Arbeit konzentrieren können“, erklärt Geisler. Die Generalversammlung der Leitstelle Tirol hat deshalb beschlossen, sich von den beiden Geschäftsführern zu trennen. „Alle Bemühungen, ein konstruktives Miteinander zu ermöglichen, führten nicht zum gewünschten Erfolg“, bedauert der Landeshauptmannstellvertreter.

Bernd Noggler leitet interministisch die Leitstelle Tirol. Foto: Land Tirol/Berger
Bernd Noggler leitet interimistisch die Leitstelle Tirol. Foto: Land Tirol/Berger

Die Geschäftsführung wird von zwei auf einen Geschäftsführer reduziert. Bis zur Neubesetzung wird Bernd Noggler, Mitarbeiter der Landesabteilung Zivil- und Katastrophenschutz, interimsmäßig die Geschäfte führen. Die Position wird demnächst ausgeschrieben. Geisler: „Mit dem scheidenden Management wird eine einvernehmliche Lösung angestrebt.“

Die Entscheidung, sich vom derzeitigen Management der Leitstelle Tirol zu trennen, fiel heute, 23. Oktober, im Rahmen der Generalversammlung. Sofort im Anschluss wurden die Betroffenen informiert. Die MitarbeiterInnen werden im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung von Landesrat Geisler persönlich über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle arbeiten hochprofessionell. Der laufende Betrieb ist gewährleistet“, erklären Geisler und Aufsichtsratschef Herbert Walter. In der Leitstelle Tirol gehen jährlich rund 430.000 Anrufe ein. Mehr als 160.000 davon sind Notrufe.

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2 Postings bisher
atomsix vor 3 Jahren

Der Geisler beweist - wie befürchtet - wieder einmal, dass er als Landesrat heillos überfordert ist. Das permanente Schönreden und Herunterspielen von skandalösen Zuständen, das jedem halbwegs intelligenten Menschen eine Gänsehaut beschert bzw. die Zornesröte ins Gesicht treibt, scheint offenbar die hauptsächliche "Kompetenz" dieses Politikers zu sein.

So behauptete er u.a. in einem vor wenigen Wochen erschienenen TT-Artikel über die "Zustände" in der Leitstelle Tirol - nachdem dort binnen kurzer Zeit 15 Mitarbeiter gekündigt haben - dass dies eine normale Fluktuation sei und problemlos bewältigt werden könne.

Und dieser Herr wird den viel zu lange gepeinigten Mitarbeitern nun die freudige Nachricht überbringen - die werden eine "Freude" haben ... Brrrr!

bergfex vor 3 Jahren

Die Generalversammlung der Leitstelle Tirol hat deshalb beschlossen, sich von den beiden Geschäftsführern zu trennen.............

Hoffentlich spielt es jetzt nicht so wie bei der Lebenshilfe, das diese Herren noch horrende Summen verlangen und bekommen. Wünsche der Leitstelle wieder gutes Arbeitsklima.