Computer der Lavanter Feuerwehr gehackt

„Kameradschaftlicher“ Bettelbrief an mehr als 600 Mailadressen versendet.

„lch hoffe du hast dies schnell erhalten, ich bin nach SAINT-PETERSBURG Russland, verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte.“

So (mit den zitierten Rechtschreibfehlern) begann eine Mail, die gestern in der Dolomitenstadt-Redaktion eintraf und „mit kameradschaftlichen Grüßen“ von einem Markus Brunner unterzeichnet war, der um die rasche Überweisung von 1300 Euro per Western Union bat.

Nachdem unter der Mail das Logo der Freiwilligen Feuerwehr Lavant prangte, sämtliche Webadressen samt Absender stimmten und auch noch Kommandant Friedrich Brunner am Ende der Botschaft aufschien, war die Täuschung als solche zumindest für Unkundige erst auf den zweiten Blick durchschaubar.

Tatsächlich war die Freiwillige Feuerwehr Lavant zum Opfer einer Hackerattacke geworden. Der echte Kommandant Friedl Brunner bestätigte gegenüber der TT, dass bei diesem Angriff der Rechner der Lavanter Florianijünger okkupiert und für die Versendung von mehr als 600 Fake-Mails verwendet wurde. Der Zugriff auf den Computer sei zeitweise nicht möglich gewesen, man habe aber zum Glück keine Hinweise darauf, dass jemand auf den Trick hereingefallen sei. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Der getürkte Bettelbrief samt Logo und Kommandantenunterschrift wurde an mehr als 600 Adressen versendet.
Der getürkte Bettelbrief samt Logo und Kommandantenunterschrift wurde an mehr als 600 Adressen versendet.

Coverfoto: Brunner Images

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren