Ich will nicht in der Großstadt alt werden

Aber in den nächsten Jahren möchte Isabell Gander in Graz bleiben.

Das ist die 5. Folge der Interview-Serie “Heimweh?” Im Dolomitenstadt-Printmagazin ( erhältlich im Osttiroler Zeitschriftenhandel) und im Introvideo zur Serie erfahren Sie mehr. Unsere heutige Gesprächspartnerin ist Isabell Gander, sie stammt aus Görtschach und ist am 16. Juli 1991 geboren.

Isabell Gander, porträtiert von Linda Steiner.
Isabell Gander, porträtiert von Linda Steiner.

Was machst du zurzeit?

Ich arbeite in Graz in einer Werbeagentur als Mediendesignerin. Dort bin ich zuständig für diverse Print-, Web- und 3D Projekte.

Wie bist du dazu gekommen? War das schon immer dein Berufswunsch?

Ich habe das BORG in Lienz besucht; dort hatten wir ein Wahlfach namens Mediendesign, das mir gut gefallen hat. Da ich sehr gerne am Computer arbeite, mich für Design interessiere und schon immer etwas Kreatives machen wollte, habe ich mich informiert, wo ich eine Ausbildung mit diesem Schwerpunkt machen kann.

In Graz wurde dann eine Lehrstelle als Mediendesignerin bei einer Werbeagentur angeboten, die ich vor Kurzem abgeschlossen habe. Mein Berufswunsch in Kindheitsjahren war es, Floristin zu werden – leider habe ich mit der Zeit festgestellt, dass ich einen schwarzen Daumen habe.

Kannst du dir vorstellen, irgendwann wieder nach Osttirol zurückzukehren?

In den nächsten Jahren möchte ich noch in Graz bleiben, um Erfahrungen zu sammeln. Diese Stadt bietet für junge Menschen nicht nur beruflich, sondern auch kulturell viele Möglichkeiten und ist sehr lebenswert.

Später möchte ich auf jeden Fall zurück nach Osttirol, da ich mir nicht vorstellen kann, in einer „Großstadt“ Familie zu haben und alt zu werden. Ich komme aus Dölsach und hatte dort eine wirklich schöne Kindheit mit Wald, Wiesen, Bächen und allem, was dazugehört. Mit Osttirol verbinde ich einfach Heimat, Familie, Freunde und Natur – und das liegt mir sehr am Herzen!

Fehlt dir etwas, das du dir für deine Zukunft in Osttirol wünschen würdest?

Als Mediendesignerin ist man stark auf eine schnelle Internetverbindung angewiesen, die in Osttirol – noch jedenfalls – nicht optimal ist.
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In der Serie „Heimweh?“ entstehen vorerst 50 Porträts von Studentinnen und Studenten aus Osttirol, geschrieben und gezeichnet von Linda Steiner. Unterstützt wird dieses Dolomitenstadt-Projekt von Durst Phototechnik. Außerhalb Osttirols lebende Studierende, aber auch andere junge „Bildungsauswanderer“ können sich per Mail an redaktion@dolomitenstadt.at bei uns melden, wenn sie an diesem Projekt teilnehmen möchten.

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