Rapid Lienz besiegt Hermagor mit 3:1

Saisonende! Die Grünweißen führen ihre Tabelle an und marschieren Richtung Kärntner Liga.

Foto: Brunner Images
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Nach der Absage in der Vorwoche wurde am Samstag, 15. November 2014, das Meisterschaftsspiel in der Unterliga West zwischen Rapid Lienz und Hermagor ausgetragen. Der Rasen war zwar noch immer etwas tief, dennoch fand das Spiel unter für diese Jahreszeit einwandfreien Bedingungen statt.

Die Hausherren mussten auf sechs Spieler verzichten, alleine fünf davon tragen denselben Familiennamen. Lukas, Daniel, Mario, Fabian und Philipp Steiner sowie Gabriel Mayr standen der Elf von Trainer Markus Hanser diesmal nicht zur Verfügung. Aber auch die Gäste aus dem Gailtal reisten stark ersatzgeschwächt nach Osttirol an.

Der Tabellenführer aus der Dolomitenstadt begann sehr druckvoll und bereits nach vier Minuten schlug es erstmals im Tor der Gäste ein. Nach einem Foul an Dominik Müller verhängte der Unparteiische auf Höhe des 20ers einen Freistoß für die Rapidler. Scharfschütze Sven Lovric trat an und hämmerte den Ball flach in die Torwartecke zum 1:0. Mit der Führung im Rücken zogen die Gastgeber teilweise ein Powerplay auf und nagelten die Gäste in deren eigenen Hälfte fest. Die nächste Möglichkeit ergab sich nach 13 Minuten. Nach tollem Zuspiel von Clemens Gesser tauchte Sven Lovric alleine vor dem Hermagorer Tor auf, scheiterte aber an Tonatiuh Avila Miranda im Kasten der Gäste. Den Nachschuss setzte Christopher Korber neben das gegnerische Tor.

Nach einem Individualfehler der Lienzer tauchten die Gailtaler nach einer Viertelstunde erstmals vor dem Tor von Christian Korunka auf. Der Schuss von Dardan Kameraj ging aber am Lienzer Gehäuse vorbei. Dann waren wieder die Hausherren am Zug. Christopher Korber tankte sich in der 20. Minute kraftvoll durch, scheiterte vorerst aber am Hermagorer Tormann. Der Ball sprang direkt vor die Füße von Clemens Gesser, der wenig Mühe hatte, zum 2:0 einzuschieben. Die Gäste reklamierten in dieser Situation ein Foulspiel an ihrem Keeper, weil Christopher Korber mit diesem zusammengeprallt war. Schiedsrichter Moser entschied aber korrekterweise auf Tor.

Neun Minuten später setzte sich erneut der in diesem Spiel wieder äußerst agile Clemens Gesser in Szene. Seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte der Keeper der Gäste nur kurz abwehren, den Nachschuss von Florian Neumeister wehrten die Gailtaler mit vereinten Kräften zum Eckball ab. Wie aus dem Nichts gelang den Hermagorern kurz vor dem Pausenpfiff der Anschlusstreffer. Nach einem Eckball von Dardan Kameraj war der am kurzen Eck lauernde Michael Auflitsch zur Stelle und köpfelte zum 2:1 Halbzeitstand ein.

Kurz nach dem Seitenwechsel hätten die Grünweißen bereits alles klar machen können. Sven Lovric bediente Clemens Gesser, der zögerte mit dem Abschuss in aussichtsreicher Position aber zu lange. Danach verflachte das Spiel immer mehr. Die Lienzer hatten zwar eindeutig mehr Ballbesitz, konnten daraus aber sehr wenig machen. Den Gailtalern fiel es nicht schwer, den Ball so weit wie möglich von ihrem Tor fernzuhalten und die Angriffsversuche der Dolomitenstädter bereits im Keim zu ersticken.

In der Schlussviertelstunde waren die Gäste etwas offensiver und hatten zehn Minuten vor dem Abpfiff sogar die Chance auf den Ausgleich. Lienz-Schlussmann Christian Korunka lies sich aber von dem hoch angetragenen Freistoß des Hermagorer-Kapitäns Mario Ramusch (spielte bereits in der Regionalliga beim Villacher SV) nicht überraschen.

Die letzten Minuten gehörten dann aber wieder den Hausherren. Zunächst hatten die Gäste bei einem Freistoß von Sven Lovric Glück. Beim Abwehrversuch eines eigenen Spielers ging der Ball nur knapp über ihr Tor. In der 85. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung. Nach Zuspiel von Christopher Korber drang Sven Lovric in den Strafraum ein und konnte nur noch am Trikot zurückgehalten werden. Der souveräne Schiedsrichter Michael Moser zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Christopher Korber ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte im Stile eines Routiniers sicher zum 3:1 Endstand.

Mit diesem Erfolg bauten die Rapidler ihren Vorsprung in der Tabelle weiter aus und gehen mit einem Polster von fünf Punkten auf die zweitplatzierten Radentheiner in die Winterpause.

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