Knappe Niederlage der Eislöwen in Toblach

Die Südtiroler Icebears besiegten den UEC Sparkasse Lienz 5:4.

Die Gäste aus der Dolomitenstadt wirkten zu Beginn des Spieles gegen den amtierenden Meister Toblach etwas verhalten und lagen nach zehn Minuten bereits mit 0:2 in Rückstand. Davide Farinella konnte sich als zweifacher Torschütze feiern lassen und sorgte somit für einen Superauftakt der Südtiroler. Danach erfingen sich die Eislöwen schön langsam von diesem Schock und erzielten in numerischer Überlegenheit in der 16. Minute den Anschlusstreffer. Verantwortlich hierfür waren die beiden Marx-Brothers. Daniel bediente den auf der blauen Linie wartenden Michael und der hämmerte den Puck zum 2:1 in die Maschen.

Doch die Freude bei den Lienzern währte gerade einmal zwei Minuten, denn in der 18. Minute sorgte Matthias Rehmann im Powerplay für den alten zwei Tore Vorsprung. Dies war zugleich auch der Zwischenstand nach dem ersten Drittel.

Bei den Gastgebern konnte der verletzte Markus Rehmann nicht mehr weiterspielen und musste in der Kabine bleiben. Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnittes dürften die Lienzer mit ihren Gedanken noch beim Pausentee gewesen sein, denn nur 46 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt ehe Fabio Alvera auf 4:1 für die Icebears Toblach erhöhte.

Doch wie schon im Spiel am vergangenen Samstag gegen den 1. EHC Althofen bewiesen die Dolomitenstädter tolle Moral und bissen sich in die Partie zurück. Bei den Gastgebern merkte man, dass es bereits das vierte Spiel in zehn Tagen war und so ließen die Kräfte mehr und mehr nach. Noch dazu wuchs Lienz Keeper Alexander Krätschmer immer mehr über sich hinaus und wurde für die Südtiroler zu einem unüberwindbaren Hindernis.

Lienz-Keeper Vorname Nachname war ein Bollwerk in der Toblacher Brandung. Foto: Anton Oberhammer
Lienz-Keeper Alexander Krätschmer war ein Bollwerk in der Toblacher Brandung. Foto: Anton Oberhammer

In der 31. Minute wurden die Gäste für ihren Kampfgeist belohnt und verkürzten auf 4:2. Günther D'Ambros zog von der blauen Linie ab und UEC Urgestein Stephan „Die Mücke“ Unterassinger stand goldrichtig und lenkte den Puck unhaltbar ins Toblacher Tor. Dieser Treffer gab den Mannen von Jiri Broz ungeheures Selbstvertrauen und nach 38 Minuten brachte Kapitän Manuel Winkler in numerischer Überlegenheit die Eislöwen auf 4:3 heran. Somit war für Spannung im Schlussabschnitt gesorgt.

Die Osttiroler begannen dieses sehr konzentriert und hielten mit dem Favoriten voll mit. Mit schnellem und körperbetontem Spiel brachte man die Gastgeber immer wieder in Bedrängnis. Während die Toblacher gleich drei Powerplaymöglichkeiten nicht nutzen konnten, schlugen die Eislöwen gleich bei ihrem ersten Überzahlspiel im dritten Drittel zu. Als Thomas Trenker in der Kühlbox saß, war es erneut der Lienzer Kapitän Manuel Winkler, der zum vielumjubelten 4:4 Ausgleich einschoss.

Die Toblacher wollten sich mit dieser Punkteteilung aber nicht zufrieden geben und gingen sechs Minuten vor der Schlusssirene durch den zweiten Treffer von Matthias Rehmann mit 5:4 in Führung. Obwohl die Gäste danach alles versuchten, blieb ihnen diesmal ein Happy End versagt. Die Mannschaft von Toblach Trainer Miroslav Hosek verteidigte die letzten Spielminuten sehr gut und konnte das Ergebnis über die Zeit retten. So mussten die Eislöwen, die gegen Ende der Partie auch mit einigen umstrittenen Schiedsrichter Entscheidungen haderten, mit einer knappen Niederlage die Heimreise in die Dolomitenstadt antreten.

Toblach Kapitän Klaus Volgger sprach nach dem Spiel von „einer schwachen Leistung seiner Mannschaft, mit der man nicht zufrieden sein kann. Auch merkte man uns die Strapazen der letzten Tage und das Fehlen von vier Stammspielern deutlich an. Was im Endeffekt aber zählt, sind die drei Punkte, über die wir sehr froh sind.“

UEC Lienz Obmann Ernst Köfele lobte seine Mannschaft für „die tolle Moral und den ungeheuren Kampfgeist, den wir auch heute wieder an den Tag legten. Leider wurde er diesmal nicht belohnt. Sehr weh tat uns natürlich auch der Ausfall von Volker Keidel, der mit einer Fingerverletzung nicht mehr weiterspielen konnte. Dennoch haben wir gute Werbung für das große Osttirol Derby am Samstag gemacht.“

Das Spiel der beiden Osttiroler Aushängeschilder im Eishockey zwischen dem UEC Sparkasse Lienz und dem UECR Huben findet am Samstag, 29.11.2014, mit Beginn um 18:30 Uhr in der Lienzer Eisarena statt.

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