Zweites Skitourenfestival mit mäßigem Andrang

Thema „Sicherheit am Berg“ als inhaltlicher Schwerpunkt.

Recht gut besucht waren die Vortragsabende des diesjährigen Skitourenfestivals.
Recht gut besucht waren die Vortragsabende des diesjährigen Skitourenfestivals. Fotos: Expa/Gruber

Wie schon beim Start im Vorjahr zog auch das 2. Austria Skitourenfestival nicht Tausende sondern eher Dutzende Besucher an. Relativ gut besucht waren mit je rund 200 bis 250 Zuhörern die Vorträge in der Dolomitenhalle. Der vom Hochstein zur Dolomitenhütte verlegte „Jedermannlauf“, an dem rund 50 Tourengeher teilnahmen und die individuellen Skitourensafaris blieben allerdings – wohl auch witterungsbedingt – unter den Erwartungen. Da traf es sich gut, dass sich im Rahmen eines internationalen Camps auch 68 Jugendliche aus 12 Nationen in Lienz aufhielten.

Drei gut gelaunte Bergretter: Peter Ladstätter (Bergrettung Osttirol), Martin Rainer (Alpinkompetenzzentrum) und  Notarzt Josef Burger. Fotos: Expa/Gruber
Drei gut gelaunte Bergretter: Peter Ladstätter (Bergrettung Osttirol), Martin Rainer (Alpinkompetenzzentrum) und Notarzt Josef Burger.

Inhaltlich punktet die Veranstaltung vor allem beim wichtigen Thema „Sicherheit am Berg“. Am verlängerten Wochenende trafen sich zu einer internationalen Bergrettungsärzte-Tagung rund 30 Ärzte aus Osttirol, Nordtirol, Bayern und Südtirol. Sonntag und Montag standen für die Mediziner Skitouren in die Dolomiten sowie Fachvorträge und Erfahrungsaustausch auf dem Programm. „In Osttirol haben wir acht Ärzte bei der Bergrettung, damit sind wir sehr gut aufgestellt. Diese Fachtagung findet zum ersten Mal bei uns statt und dient vor allem auch zum Erfahrungsaustausch unter Kollegen“, beschreibt Kinderarzt Josef Burger den Hintergrund. Als Beispiel erwähnt er die Medikationen im alpinen Gelände: „Wir diskutieren unter anderem die Verabreichung von Schmerzmitteln nach Unfällen. Mittlerweile werden Narkotika auch über die Nase verabreicht.“ Im Rahmen der Tagung ging es auch um die Ausbildung von Bergrettungsärzten.

Blind Climber Andy Holzer (links) und Skyrunner Christian Stangl nach einer gemeinsamen Tour vor der Dolomitenhütte.
Blind Climber Andy Holzer (links) und Skyrunner Christian Stangl nach einer gemeinsamen Tour vor der Dolomitenhütte.

Bereits am Samstag gab's im Rahmen des Festivals eine Skitouren-Modeschau zu sehen und „Skyrunner“ Christian Stangl erzählte in seinem Vortrag über die Eroberung der „Triple Seven Summits“, der drei höchsten Gipfel aller sieben Kontinente. Er fachsimpelte untertags mit Blind-Climber Andy Holzer bei einer gemeinsamen Skitour.

"Franz, wo bleiben die anderen?" … "Auf jeden Fall weit hinter uns". -
„Franz, wo bleiben die anderen?“ … „Auf jeden Fall weit hinter uns“. Die TVBO-Granden Werner Frömel (vorne) und Franz Theurl sind noch nicht am Ziel.
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5 Postings bisher
pinkman vor 3 Jahren

Jeder zweite in Osttirol und Umgebung interessiert sich für Skitouren, Sicherheit am Berg, Vorträge von Alpinisten, doch keiner geht hin! Woran kann das wohl liegen?

fb vor 3 Jahren

Leider weniger Einheimische als Besucher ?

In der KZ ist ein Kommentar von FT abgedruckt, wonach eben die einheimischen Tourengeher, wohl wegen Krampus, ausgelassen haben.

Der TVBO soll Werbe- und Marketingkonzepte erstellen, um neue Urlauberzielgruppen für Osttirol zu erschließen. Die Zielsetzung, der Event soll für einheimische Tourengeher sein finde ich verfehlt!

tintifax vor 3 Jahren

Immer einen Schritt zu spät.

Leonhard vor 3 Jahren

Danke Franz Theurl und allen Helfern für die Organisation und den großen Einsatz für den Skitourensport und die Destination Osttirol. Nur nicht aufhalten lassen. An alle Kritiker: Selbst Ärmel hochkrempeln und mithelfen, dann weiß man, wie froh man um jeden Besucher ist. Und in der Nacht schläft man gut.

anton2009 vor 3 Jahren

Qualität vor Quantität! Es muss ja nicht immer eine Massenveranstaltung sein, wenngleich sich der TVB mehr Teilnehmer erwartet hat. Als Teilnehmer des LVS-Kurses am Sonntag in der Nähe der Karlsbader Hütte war ich von unserem Bergführer Roland aus Virgen (Mitteldorf) sehr begeistert; es ist ihm gelungen, mit viel Herzblut und Fachkompetenz die Handhabung von LVS-Geräten und Lawinen-Sonden beizubringen. Mitglieder unserer Gruppe aus Vorarlberg und der Steiermark waren ebenfalls vom Kurs und von der Bergwelt der Lienzer Dolomiten vollauf begeistert!

Ich freue mich schon jetzt auf die 3. Auflage dieses Events und danke nochmals unserem Gruppenführer Roland!