Schulsozialarbeit auf Osttirol ausgeweitet

Seit 2008 läuft in Imst, Jenbach und Innsbruck das Modellprojekt „Schuso – offen, freiwillig & vertraulich“. Eine Evaluierung an den drei Schulstandorten zeigt, dass die Schulsozialarbeit eine wertvolle Ergänzung zur Unterstützung der SchülerInnen darstellt.

Nun wird „Schuso“ auf die Schulstandorte Lienz und Nußdorf-Debant ausgeweitet. Für beide Standort wurde ein eigenes Konzept in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule, der Tiroler Kinderschutz GmbH als Projektträger und der regionalen Schulaufsicht sowie der Kinder- und Jugendhilfe erarbeitet.

„Damit ist gewährleistet, dass im Vorfeld bereits die jeweiligen Problemstellungen in der Schule abgeklärt und auch mögliche Kooperationen bereits in der Vorbereitungsphase sorgfältig abgestimmt werden“, erläutert LRin Christine Baur, zuständig für die Kinder- und Jugendhilfe. Die Schulsozialarbeit stelle eine Drehscheibe zwischen Schülern, Lehrern und Erziehungsberechtigten dar. Ob Mobbing, Gewalt, Vandalismus und andere verhaltensauffällige Muster unter Schülerinnen und Schülern: Durch einen sehr niederschwelligen Zugang bestehe eine geringe Hemmschwelle für die Betroffenen, sich an die Sozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter zu wenden. Gleichzeitig könne bei auftauchenden Krisen rasch interveniert werden.

Derzeit gibt es für die Schulsozialarbeit keine direkte bundesgesetzliche Verankerung. Daher wird sie als Länderkompetenz wahrgenommen und fällt in Tirol in den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Finanziert wird die Schulsozialarbeit vom Land Tirol und den Gemeinden als Schulerhalter in einem Schlüssel von 65 Prozent bzw. 35 Prozent.

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