5:4 Niederlage der Eislöwen in Völkermarkt

Der UEC Sparkasse Lienz musste sich in der Kärntner Liga Division 1 den VST Adlern Völkermarkt mit 4:5 nach Verlängerung geschlagen geben. Gegenüber der klaren 2:11 Niederlage gegen die Icebears Toblach konnten die Eislöwen diesmal wieder auf die zuletzt erkrankt gewesenen Günther D'Ambros und Thomas Pfeffer zurückgreifen. Im Tor gab Trainer Jiri Broz Dominik Tiefnig den Vorzug gegenüber Alexander Krätschmer.

Beiden Mannschaften merkte man vom Start weg an, dass sie unbedingt ihren ersten Saisonsieg einfahren wollten.

So entwickelte sich ein sehr kampfbetontes Spiel, in dem die Osttiroler einige tolle Chancen vorfanden, diese jedoch vorerst nicht in Tore ummünzen konnten. Nachdem man zwei Unterzahlspiele schadlos überstanden hatte, nützten die Gastgeber ihr drittes Powerplay zum 1:0. Ex Fußball Profi Kai Schoppitsch bediente Sebastian Katnik und dieser schoss nach 15 Minuten die Unterkärntner in Führung. Dies war zugleich auch der Zwischenstand nach dem ersten Spielabschnitt.

Auch im Mitteldrittel wirkten die Eislöwen sehr präsent und wollten unbedingt den schnellen Ausgleich erzielen. Doch wiederum waren es die Völkermarkter die eiskalt zuschlugen. Nach einer zwei Minuten Strafe gegen Michael Marx war erneut Sebastian Katnik zur Stelle und verwertete abermals ein Zuspiel von Kai Schoppitsch zum 2:0.

Wer jedoch dachte, dass dieser erneute Rückschlag den Widerstand der Dolomitenstädter brechen würde, wurde nur fünf Minuten später eines Besseren belehrt. Zuerst stand Stephan Unterassinger bei einem Abpraller goldrichtig und schob den Puck zum 2:1 Anschlusstreffer ins Völkermarkter Tor. Und nach 38 Minuten leuchtete ein 2:2 von der Anzeigetafel im Eisstadion Völkermarkt. Der zu Beginn der Saison neu verpflichtete Albert Fersterer erzielte mit seinem ersten Saisontor den 2:2 Ausgleich. Da sowohl Lienz Keeper Dominik Tiefnig als auch seinen Gegenüber Moritz Grasser mit guten Paraden vorerst weitere Gegentreffer verhinderten, ging es mit diesem Spielstand in den Schlussabschnitt.

In diesem erwischten die Eislöwen einen Auftakt nach Maß. Obwohl man nach einer zwei Minuten Strafe gegen Günther D`Ambros einen Mann weniger am Eis hatte, gingen die Mannen von Trainer Jiri Broz nach 43 Minuten erstmals an diesem Abend in Führung. Volker Keidel schnappte sich die schwarze Hartgummischeibe, fuhr alleine auf das Völkermarkter Tor zu und bezwang den Keeper der Hausherren. Doch die Freude über diesen Treffer währte gerade einmal sechs Minuten, ehe Sandro Czechner der Ausgleichstreffer zum 3:3 gelang.

Nachdem die Lienzer zuvor bereits einige Überzahlmöglichkeiten nicht nutzen konnten, brachte Volker Keidel in der 55. Minute im Powerplay seine Eislöwen mit 4:3 in Führung und gab seiner Mannschaft berechtigte Hoffnung auf den ersten Dreier.

Die Gäste verstärkten danach die Defensive und versuchten den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Doch Göttin Fortuna ist den Lienzern in dieser Saison wirklich nicht hold und so musste man sechs Sekunden vor der Schlussirene doch noch den Ausgleich hinnehmen. Nach einem Time Out hatten die Hausherren ihren Keeper durch einen sechsten Feldspieler ersetzt und Sebastian Katnik behielt nach einem Gestocher vor dem Lienzer Tor den Überblick und schoss zum 4:4 Ausgleich ein.

Nachdem in der fünfminütigen Overtime keine weiteren Treffer gefallen waren, mußte die Entscheidung im Penaltyschießen erfolgen. In diesem waren die Völkermarkter die glücklichere Mannschaft und sicherten sich den ersten Sieg in der laufenden Saison.

Die Eislöwen können trotzdem auf die gezeigte Leistung aufbauen und hoffen nun am nächsten Samstag im schweren Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer, die Oilers Salzburg, vielleicht eine Überraschung zu bringen.

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no go vor 3 Jahren

ein wirklich super artikel! aber gegen den tabellennachbarn verlieren und dann soll man (trotz punkt) auf die gezeigte Leistung aufbauen. um ins play off zu kommen hätte hier ein sieg her müssen. trotzdem schade, dass es nicht läuft.