UEC Lienz war gegen Steindorf chancenlos

Lienz-Trainer Jiri Broz muss in dieser Saison einiges wegstecken. Eine harte Auslosung mit vier Auswärtsspielen in Folge und das Verletzungspech machen den Eislöwen schwer zu schaffen. So standen im Spiel gegen die heimstarken Steindorfer, die in der Ossiachersee-Halle immerhin schon die Oilers Salzburg und die Icebars Toblach besiegten, mit Albert Fersterer, Rene Winkler und Volker Keidel wieder einige Schlüsselspieler nicht zur Verfügung.

Die Gastgeber legten von Beginn an mit Volldampf los und schnürten die Dolomitenstädter in deren eigenem Drittel ein.

UEC-Keeper Alexander Krätschmer verhinderte vorerst aber mit tollen Paraden einen frühen Gegentreffer. Nach acht Minuten war aber auch er ohne Chance, Georg Michenthaler brachte das Heimteam mit 1:0 in Führung. Nach zwölf Minuten sorgte Steindorf-Kapitän Patrick Albl für das 2:0 und knapp eine Minute später gelang Alessandro Ranftl, diesmal in numerischer Unterlegenheit, der Treffer zum 3:0 Zwischenstand nach dem ersten Drittel.

Die Eislöwen hatten sich tapfer gewehrt, konnten aber keinerlei nennenswerte Torchancen herausspielen. Auch im Mitteldrittel dominierten die Steindorfer das Spiel nach Belieben und erhöhten nach einem wunderschönen Angriff durch Georg Michenthaler auf 4:0. Die Gastgeber gingen immer wieder mit enormem Druck vor das Tor der Lienzer. Die Eislöwen kamen mit dieser Spielweise überhaupt nicht zurecht und mussten zwischen der 26. und 30. Minute vier weitere Verlusttreffer hinnehmen.

Oliver Oberrauner, Hannes Pinter, Georg Michenthaler und Luca Wiltschnig schraubten binnen vier Minuten das Score auf 8:0. Danach war auch der Arbeitstag von Alexander Krätschmer im Lienzer Drahtkasten beendet und er machte Platz für Dominik Tiefnig. Gerade einmal drei Minuten war der junge Lienzer Keeper auf dem Eis, da schlug es wieder im Kasten der Eislöwen ein. Oliver Oberrauner erhöhte auf 9:0. Und derselbe Spieler, der an diesem Tag von den Dolomitenstädtern kaum zu halten war, sorgte mit seinem dritten Treffer zwei Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels für das 10:0.

Und das genau in dem Moment, als die Eislöwen eine 2-Minuten Strafe gegen Stephan Unterassinger unbeschadet überstanden hatten. Ob der klaren Führung schalteten die Steindorfer im Schlussabschnitt einige Gänge zurück und die Lienzer kamen besser ins Spiel. Auch weil es ihnen, wie UEC Akteur Kevin Veider nach dem Spiel meinte, „besser gelang das Tempo aus ihrem Spiel herauszunehmen.“

Nachdem Steindorf Akteur Lukas Hörnler mit einer zwei plus zehn Minuten Strafe auf die Bank geschickt wurde, gelang Daniel Marx im Powerplay der erste Treffer für die Osttiroler. Die Hausherren legten nach diesem Verlusttreffer wieder einen Zahn zu und Luca Wilblinger und Manuel Maurer erhöhten auf 12:1.

Trotz dieses klaren Rückstandes muss man den Eislöwen aber ein großes Kompliment machen, denn sie steckten nicht auf und bewiesen großes Kämpferherz. Vor allem Kapitän Manuel Winkler und Kevin Veider zeigten in dieser Phase ihre Offensivqualitäten. Zunächst verkürzte Manuel Winkler mit zwei Treffern auf 12:3 und in numerischer Überlegenheit gelang Kevin Veider der letzte Treffer in diesem Spiel zum Endstand von 12:4 für den ESC Steindorf.

Nun geht es für die Eislöwen mit drei harten Heimspielen binnen knapp einer Woche weiter. Am Dienstag, 30. Dezember, treffen sie um 19:30 Uhr auf die Icebears Toblach, am 3. Jänner um 18:30 auf die Tarco Wölfe und am 5. Jänner mit Beginn um 19:30 Uhr kommt es zum Derby gegen den UECR Huben.

Wenn die Lienzer Spieler die Vorsätze ihres Stürmers Kevin Veider, der mit 11 Punkten (4 Tore/7 Assists) derzeit bester Eislöwe in der Punktewertung ist,  „weniger unnötige Gegentreffer hinnehmen und endlich einmal die gesamten 60 Minuten konzentriert spielen“, in die Tat umsetzen können, wäre vielleicht die eine oder andere Überraschung in diesen Spielen möglich.

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