Lienz verliert gegen Icebears Toblach 1:4

Tapfer kämpfende Eislöwen blieben am Ende unbelohnt.

Unterschiedlicher hätten die Voraussetzungen vor dem Spiel gar nicht sein können. Auf der einen Seite die Gastgeber, die nach sieben Spielen noch ohne Sieg dastanden und weiterhin die verletzten Rene Winkler und Volker Keidel vorgeben mussten. Auf der anderen Seite eine, nach dem klaren Erfolg gegen die Oilers Salzburg vor Selbstvertrauen strotzende Toblacher Mannschaft, die auch in der Dolomitenstadt als Sieger vom Eis gehen wollte.

Allerdings mussten die Südtiroler diesmal aus beruflichen Gründen gleich auf fünf Akteure verzichten. Pünktlich zu Beginn des Spieles begann es in der Lienzer Eisarena zu schneien. Durch den immer stärker werdenden Schneefall war es für die sehr spielstarken Icebears sehr schwierig, ihren gewohnten Rhythmus zu finden. Die Osttiroler setzten auf eine konzentrierte Defensive und auf schnelle Konterangriffe. Da aber sowohl UEC Lienz Keeper Dominik Tiefnig als auch sein Gegenüber Fabian Seeber einen starken Tag erwischt hatten, gelang es keiner der beiden Mannschaften, die eher raren Torchancen in Treffer umzumünzen.

Auch im zweiten Drittel bot sich den rund 150 Besuchern ein ähnliches Bild. Die Eislöwen waren von Trainer Jiri Broz hervorragend eingestellt und zogen ihr taktisches Konzept ohne Fehler durch. Und bei etwas Glück im Abschluss wären die Dolomitenstädter nach 26 Minuten beinahe in Führung gegangen. Kevin Veider scheiterte jedoch in aussichtsreicher Position am Toblacher Schlussmann. Genau zur Halbzeit des Spieles orderte Schiedsrichter Hausott eine Eisreinigung an, da aufgrund des Schneefalles an ein reguläres Spiel nicht mehr zu denken war.

Nach dieser Unterbrechung bewahrte vorerst UEC Keeper Dominik Tiefnig mit einer guten Abwehr gegen Thomas Trenker seine Farben vor einem Rückstand. Die größte Chance für die Hausherren hatte in der 37. Minute in numerischer Unterzahl Gregor Libiseller. Das Glück stand den Toblachern allerdings in dieser Situation zur Seite und so blieb es vorerst beim torlosen Unentschieden.
Wenig später gelang den Gästen der Führungstreffer.

Im Powerplay erzielte Rene Bachmann das 0:1. Doch die Osttiroler kämpften unverdrossen weiter und wurden zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels für ihren Einsatz belohnt. Kevin Veider konnte sich als Torschütze feiern lassen, nachdem wenige Sekunden zuvor Toblach-Akteur Thomas Trenker den zweiten Treffer auf dem Schläger hatte, jedoch erneut im Lienzer Keeper seinen Meister fand. Allerdings reklamierten die Gäste, daß der Puck nicht hinter der Torlinie gewesen sei, sondern unter ihrem Schlussmann begraben war. Der Unparteiische entschied nach kurzer Beratung mit seinen Assistenten dennoch auf Tor und so ging es mit einem 1:1 Unentschieden in den Schlussabschnitt.

Zu Beginn des letzten Drittels hatte man den Eindruck, dass die Toblacher nun den Ernst der Lage erkannt hatten und einen Gang zulegten. Bereits nach zwei Minuten brachte Oliver Troger seine Icebears in Führung und in der 46. Minute erhöhte Klaus Volgger auf 1:3. Den endgültigen k.o.-Schlag für die Eislöwen setzte nach 50 Minuten Markus Rehmann. In numerischer Unterlegenheit schnappte er sich im Mitteldrittel den Puck, lief auf Dominik Tiefnig zu und ließ mit einem wunderschönen Haken dem Lienzer Keeper keine Abwehrchance.

Obwohl die Dolomitenstädter bis zur Schlusssirene aufopferungsvoll weiterkämpften, gelang ihnen kein weiterer Treffer mehr und so blieb es schlussendlich beim 1:4 für die Gäste aus Südtirol.

Fazit: Obwohl die Eislöwen über weite Strecken mit den Toblachern mithalten konnten, steht man am Ende des Tages wieder mit leeren Händen da. Allerdings könnte man mit einer ähnlich beherzten Leistung im nächsten Spiel am Samstag, 3. Jänner 2015 um 18:30 Uhr gegen die Tarco Wölfe in der Eisarena Lienz, vielleicht eine Überraschung bringen und das magere Punktekonto etwas aufstocken. Ein Erfolgserlebnis wäre für die Moral der Mannschaft sicher sehr wichtig.

Slideshow: Brunner Images

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