Grüne verwundert über Widerstand am „Hochstoan“

„Alte Mechanismen und persönliche Befindlichkeiten“ seien politikbestimmend.

Den Versuch, die Iselaufweitung beim „Hochstoan“ nahe Matrei zu verhindern, nehmen die Osttiroler Grünen laut ihrem Sprecher Thomas Haidenberger „mit Verwunderung“ zur Kenntnis: „Die Marktgemeinde Matrei käme ganz ohne finanzielle Beteiligung zu einem Hochwasserschutzprojekt, das zusätzlich noch Naturschutz- und Naherholungswert hätte. Außerdem verringert jede Aufweitung eines Flussbetts die Fließgeschwindigkeit und ist damit im Fall eines Hochwassers für die Sicherheit der angrenzenden Bereiche von großer Bedeutung!“

Thomas Haidenberger hält die derzeitige Abwicklung der Solarföderung für eine  "Pflanzerei". Foto: Sebastian Müller
Thomas Haidenberger hätte sich auch vom RMO mehr Initiative erwartet. Foto: Sebastian Müller

Die Osttiroler Grünen sehen alte Mechanismen und persönliche Befindlichkeiten weiterhin die Politik bestimmen. Haidenberger: „Vereine werden zu schriftlich ausgedrückter Ablehnung gedrängt. Von angeblich in ihrer Existenz gefährdeten Betrieben werden negative Stellungnahmen zitiert, die gar nicht existieren und damit eine ‚allgemeine Ablehnung‘ des Projekts einfach behauptet.“ Dabei gebe es in Matrei neben all jenen, die sich mangels Betroffenheit gar nicht zu Wort melden, eine ganze Reihe von BefürworterInnen des Flussbauprojekts: „Fischereiberechtigte, Tourismusvertreter, namhafte Tourismusbetriebe und nicht zuletzt regionale Betriebe, die sich Aufträge im Zusammenhang mit der Realisierung des Projekts erhoffen.“

Von den Vorstandsmitgliedern des RMO hätte sich Haidenberger gewünscht, einen Weg zu finden, den Förderantrag ohne neuerliche Verzögerung zu beschließen. „Es wäre möglich gewesen, einen Beschluss vorbehaltlich der Vorlage aller vorgesehenen Genehmigungen zu fassen, wie dies auch in anderen Verfahren durchaus üblich ist.“

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5 Postings bisher
realist vor 3 Jahren

@ Sepp Brugger Danke für die offenen Worte! Mit solchen Aussagen disqualifizieren Sie sich nur selbst!

@ Haidenberger Gratulation zum Team! Schade um die wirklich vernünftigen Mitstreiter!

Ornithologe vor 3 Jahren

@ Sepp Brugger: Das könnt ihr Grünen aber gut! Dort einfach Hochwasserschutz behaupten, wo nicht einmal in der offiziellen Projektbeschreibung einer ist und Andersdenkende als krank (!) zu bezeichnen, als („Wahnwitz“) geisteskrank? Da müsst ihr im Natura 2000 erfahrenen Iseltal aber ganz viele zum Arzt schicken, die glauben nämlich wirklich noch alle, dass der Mensch wichtiger ist, als eine eingeschleppte Staude!

Sepp Brugger vor 3 Jahren

Jede Aufweitung an der Isel dient dem Hochwasserschutz. Welche Probleme es gibt, wenn ein Fluss zu wenig Platz hat kann man jährlichl im oberen Pinzgaue und Mittersill sehen . Daher ist dieses Projekt auch als Hochwasserschutzprojekt mit Revitalisierungsmaßnahmen beantragt und von der BH Lienz bewilligt worden. Dass aus Angst vor der Tamariske diese Investitionen in Höhe von € 400.000 verhindert werden sollen ist an Wahnwitz nicht mehr zu überbieten. Frei abgewandelt nach Vranitzky kann ich nur sagen, Politiker die sich vor der Tamariske fürchteten sollten einen Arzt aufsuchen. Sepp Brugger

blubla vor 3 Jahren

@realist

dann erkläre einmal was das soll, ein Naherholungsgebiet welches zur Gänze vom Land finanziert wird abzulehnen? und sag jetzt nicht, da eine Hochspannungsleitung in der Nähe ist??!! Es gehen tägliche sehr viele Personen am Dammweg spazieren und keiner kann etwas dagegen haben, wenn der Weg noch attraktiver wird und zum verweilen einläd? Warum sonst nützt fast jeder Matreier mit Familie, Hund oder Freunden diesen Weg um sich die Beine zu vertreten? Es interessiert auch keinen, dass ein Industriegebiet in der Nähe ist, da es einfach nicht stört wenn man am Bach entlang spaziert!

Matrei hat genung finanzielle Mittel, da kann man ruhig auf die 400 000 geschenkten Euros verzichten! Traurig!

Also ein "Realist" müsste dies eigentlich sehen!

realist vor 3 Jahren

@ Haidenberger

Unabhängig von politischen Einstellungen und Befindlichkeiten:

Ich finde das Projekt aus Erholungssicht schon totalen Schwachsinn!

Erklären Sie mir doch bitte den Hochwasserschutz-Faktor! Lächerliches Argument - Was soll denn bitte eine Aufweitung auf solch kurze Strecke für den Hochwasserschutz am Iselfluss bringen? Das Geld (immerhin 400.000) könnte man an anderer Stelle doch viel sinnvoller einsetzen! Ausser populistischem Getöse kommt von Grüner Seite nichts mehr! (Stichwort: Umwandlung des Schloss Bruck Parkplatzes in einen Park!) Leider für mich nicht mehr wählbar!