Schweizer Livers triumphiert beim Dolomitenlauf

Vorjahressieger Novak Zweiter. Brooks gewinnt Damenbewerb.

Der Start zum 41. Dolomitenlauf in Obertilliach, Osttirol. Fotos: Expa/Gruber
Der Start zum 41. Dolomitenlauf in Obertilliach, Osttirol. Fotos: Expa/Gruber

Einer der großen Favoriten gewann am 18. Jänner in Obertilliach den 41. Dolomitenlauf: der 31-jährige Schweizer Toni Livers, der sich seinen ersten Sieg im FIS-Marathoncup souverän sicherte. Bei den Damen dominierte die US-Amerikanerin Holly Brooks, die die Führung in der Gesamtwertung übernahm.

Die Rennen über 42 und 20 km gingen bei strahlendem Winterwetter über die Bühne. Im Hauptrennen drückten die Stars des FIS-Marathoncups von Anfang an aufs Tempo. Es bildete sich rasch eine fünfköpfige Spitzengruppe. Bei der ersten Zieldurchfahrt beim Biathlon- und Langlaufzentrum Obertilliach nach acht Kilometern machten sich sieben Verfolger auf, die Lücke zur Spitze zu schließen.

Kurze Zeit später lagen acht Athleten an der Spitze und nach rund 17 Kilometern wurde das Rennen neu geschrieben: Toni Livers, zuletzt Gesamtdreizehnter bei der Tour de Ski, attackierte und keiner seiner Konkurrenten konnte ihm folgen. Dahinter bildete sich mit Vorjahressieger Petr Novak, dem Italiener Florian Kostner und Adrien Mougel aus Frankreich eine dreiköpfige Verfolgergruppe.

Das Siegertrio, von links: Zweiter Platz Petr Novak (AUT), Gewinner Toni Livers (SUI) und Dritter Platz Adrien Mougel (FRA).
Das Siegertrio, von links: Zweiter Platz Petr Novak, Gewinner Toni Livers und Dritter Adrien Mougel.

Der zweifache Weltcupsieger Livers, zuletzt Vierter beim FIS-Marathoncupauftakt in La Sgambeda, feierte einen ungefährdeten ersten Sieg beim Dolomitenlauf, 41 Sekunden vor Petr Novak und Adrien Mougel. Florian Kostner belegte vor Benoit Chauvet, dem bisherigen FIS-Marathonführenden, den vierten Platz. Als bester Österreicher landete Christian Eberharter aus Tux vor dem Obertilliacher Norbert Ganner an der 24. Stelle.

„Das ist natürlich etwas ganz besonderes für mich. Ich hatte heute super Beine und perfektes Material. Mein großes Ziel ist jetzt die WM in Falun und natürlich behalte ich die FIS-Gesamtwertung im Blickpunkt“, erklärte der neue Dolomitenlauf-Champion. Vorjahressieger Petr Novak aus Tschechien streute Livers Rosen: „Der war heute eindeutig zu stark für mich und den Rest der Welt. Aber ich habe die Gesamtführung im FIS-Marathoncup übernommen, das ist für mich mehr als ein Trostpflaster. Ich kann mich nicht erinnern, je so ein schnelles Rennen bestritten zu haben.“

Die siegreichen Damen, von links: zweiter Platz Aurelie Dabudyk (FRA), Gewinnerin Holly Brooks (USA) und dritter Platz Antonella Confortola (ITA)
Die siegreichen Damen, von links: zweiter Platz Aurelie Dabudyk (FRA), Gewinnerin Holly Brooks (USA) und dritter Platz Antonella Confortola (ITA)

Bei den Damen feierte Holly Brooks mit 2:30 Minuten Vorsprung auf die Französin Aurelie Dabudyk einen ungefährdeten Sieg. „Es war mein erster Start beim Dolomitenlauf und es war alles perfekt hier: das Wetter, die Loipen, das Rennen, die Organisation. Ich bin absolut happy mit meinem Rennen und bin meinem Ziel, den FIS-Marathoncup zu gewinnen, ein Stückchen näher gekommen.“ Hinter der Französin landete die Italienerin Antonella Confortola, die sich im Sprint knapp geschlagen geben musste, an der dritten Stelle.

Deutscher Doppelsieg über die 20km

Beim 20 Kilometer langen Dolomitenlauf sicherte sich Tobias Rath aus Bischofsheim den Sieg. Er siegte 19 Sekunden vor seinem deutschen Landsmann Toni Escher. Dritter wurde der Italiener Julian Brunner. Als bester Österreicher belegte der Ellmauer Armin Huber den zehnten Platz. Bei den Damen ging der Sieg ebenfalls nach Deutschland: Alexandra Svoboda siegte knapp vier Minuten vor der Italienerin Viviana Druidi. Dritte wurde mit Frederica Simeoni ebenfalls eine Läuferin aus Italien.

Insgesamt kamen rund 1.500 LangläuferInnen aus 29 Nationen nach Osttirol, um die verschiedenen Bewerbe zu bestreiten.

Alle Ergebnisse:
Herrenrennen – 42 km
Damenrennen – 42 km
Herrenrennen – 20 km
Damenrennen – 20 km

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