Was kostet der Kunstschnee und wer zahlt?

Wenn Frau Holle auslässt, müssen andere tief in die Tasche greifen.

Der ORF thematisierte vor kurzem im Ö1 Morgenjournal die steigenden Kosten der künstlichen Beschneiung. Forderungen der Seilbahnwirtschaft werden laut, die Kostenlast auf mehrere Schultern zu verteilen. Im ORF-Interview stellt Robert Steiger vom Management Center Innsbruck (MCI) die Sinnhaftigkeit des Erhalts wirtschaftlich nicht tragfähiger Skigebiete in Frage. Seiner Ansicht nach finde die Strukturbereinigung aber derzeit aus politischen Gründen nicht statt, obwohl sie schon jetzt eine nötige Trendwende bedeuten würde.

Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbands Osttirol (TVBO), antwortet auf die Frage nach Skigebieten, für die es die Empfehlung zur Stilllegung gebe: “Das sind kleine Skigebiete wie in Assling, Leisach oder Kartitsch, die aber von den Gemeinden betrieben und finanziert werden. Hier sind die Kosten nicht allzu hoch, bzw. dort wollen sich die Gemeinden diese Anlagen für ihre Bürger leisten.“

Kostenintensiv sei auch die Beschneiung des weitverzweigten Loipennetzes. „Rechnet man alle Kosten der Loipenerstellung und Präparierung ein, so kommen wir nur im Bereich Obertilliach und Hochpustertal auf Beträge von € 105.000 bis 125.000. Dort nehmen wir aber durch den Loipeneuro ca. € 75.000 ein. Für den restlichen Bereich, in dem es keinen Loipeneuro gibt, fallen noch einmal Kosten von € 150.000 an“, sagt Franz Theurl. „Der TVB selbst verfügt über keine eigenen Beschneiungsanlagen. Die werden von den Bergbahnen selbst betrieben und finanziert.“

Die mehrheitlich im Eigentum der öffentlichen Körperschaften TVBO und Stadt Lienz stehenden Lienzer Bergbahnen erhalten keine Zuschüsse zu den Beschneiungskosten. Allerdings griffen die Eigentümer bei der Finanzierung des – leider leck gewordenen – Speicherteiches  auf dem Zettersfeld durch Aktienerhöhungen tief in die Taschen. Bergbahngeschäftsführer Klaus Hofstätter beziffert die Kosten für die Beschneiung des Skigebietes für die Wintersaison 2014/15 mit 1,3 bis 1,4 Millionen Euro. „Den Kubikmeter Kunstschnee rechnet man inklusive aller Kosten mit ca. 3,50 bis vier Euro. Ohne Kunstschnee, egal ob südlich oder nördlich des Alpenhauptkamms, gebe es heuer keinen Skiwinter.“

Der Kunstschnee in Osttirol kostet Millionen, die zum Teil von den Gemeinden mitfinanziert werden. Foto: Expa/Groder
Der Kunstschnee in Osttirol kostet Millionen, die zum Teil von den Gemeinden mitfinanziert werden. Foto: Expa/Groder

Die laufenden Betriebskosten der Matreier Goldriedbahn für das Beschneiungswasser werden in einer Drittelteilung durch Gemeinden, Tourismusverband Osttirol (TVBO) und Bergbahnbetreiber getragen. Matreis Bürgermeister Andreas Köll ist zugleich Geschäftsführer der zur Schultz-Gruppe zählenden Bergbahnen und sagt: „Die Beteiligung der Gemeinde Matrei wie auch des TVBO in Höhe je eines Drittels der anfallenden Kosten für Wasser, Pistenbeleuchtung und den Skibusbetrieb stammen aus einem Vertrag aus dem Jahr 1988, der bis heute Gültigkeit hat. Das System hat sich bewährt. Wir produzieren in etwa 250.000 m³ Schnee pro Saison zu einem Preis von 2,50 Euro pro Kubikmeter, mit der wir auch den oberen Bereich der Kalser Seite im Bedarfsfall mitbeschneien.“

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32 Postings bisher
Berglaeufer vor 3 Jahren

Was haben die letzten 20 Kommentare noch mit diesem Thema zu tun? Ich glaube nicht, dass diese ewige Hin- u. Herstreiterei (-schreiberei) etwas zu diesem sehr wohl wichtigen Thema beiträgt.

Die Kunstschneeerzeugung in Schigebieten, die tiefer als 2000 m liegen, wird meiner Meinung nach bald nicht mehr rentalbel sein u. daran sollten die Verantwortlichen in Lienz, Stadtgemeinde, Toursimusverband, Lienzer Bergbahnen AG, ansetzen und zum nachdenken beginnen.

Ein weiterer Einwand: Ist es wirklich sinnvoll, die schwierig hergestellte Piste für einen ganzen Tag zu sperren, nur dass ein Radrennen an einem Tag am Wochennde auf Schnee ausgetragen werden kann?

Irgendwie passen die Relationen in Lienz nicht mehr zusammen.

foschtgiehner vor 3 Jahren

Finde die ganze, von Cato und Seifenstein offensichtlich nur aus Matrei losgetretene Diskussion über Konkurse oder Nichtkonkurse bei Bergbahnen höchst geschmacklos und überflüssig! In Konkurs gegangen sind in Osttirol nämlich nicht die Matreier Bergbahnen, sondern andere, die dann auch von Schulz „übernommen“ worden sind! Der dortige Geschäftsführer ist heute allerdings im Stubaital und haben die Defregger bei „ihren“ Bergbahnen überhaupt nichts mehr mitzureden!!!

Zunigsee vor 3 Jahren

@ Blubla

Bist mit Deinem SUV wohl oft und viel „als Ralleyfahrer“ auf allen Straßen und Wegen in Matrei unterwegs, hoffentlich nicht zu schnell? Wenn die, Dir nicht ganz fern stehende „Matreier Liste“ im Gemeinderat dann auch noch f ü r, und nicht g e g e n Straßensanierungen stimmen würde, wie zuletzt beim gesamten Budget (also auch Straßen- und Güterwegbudget!), dann würds vielleicht noch etwas schneller gehen...

Iseltaler vor 3 Jahren

@ Seifenstein Scheinst mit Deiner ständigen Hass-Argumentation jener Familie sehr nahe zu stehen, die in Matrei seit 1988 gegen jede Bergbahninvestition und gegen den Ausbau der Beschneiungsanlage gekämpft hat, obwohl sie (als Beherbergungsbetrieb?) weit mehr davon profitiert hat, als es ein Geschäftsführer AK jemals tun wird... Muss wohl sehr weh tun, wenn sich das wichtigste Tourismusunternehmen in Matrei so gut entwickelt, obwohl es von Euch stets nur schlechtgeredet und bekämpft worden und AK noch immer da ist...Bist wohl erst etwas später nach Matrei gekommen? Auch solltest Du zwischenzeitlich (als Tourismusexperte?) in der Lage sein, bilanztechnische Anfangsverluste aufgrund hoher Investitionsabschreibungen bei den Kalser Bergbahnen von operativen Verlusten zu unterscheiden!

@ blubla Virgen von seiner Ausdehnung und seinen Infrastrukturaufgaben her mit Matrei zu vergleichen ist ja auch ganz nett: 278 Quadratkilometer und 25 Fraktionen neben dem Hauptort, mit 88 Quadratkilometern und 5, relativ nahe beieinander liegenden Fraktionen? Na ja: Deine „Milchrechnung“ würde wohl 1:4 bzw. bei den Ortsteilen 1:5 ergeben, was es aber natürlich auch wieder nicht ist...Jede Gemeinde ist anders!

Cato vor 3 Jahren

@Iseltaler: jetzt sei doch nicht gleich so beleidigt und persönlich gekränkt. Oder betrifft es dich persönlich, wenn man mal gewisse Fragen stellt? ;-) Du hast ja recht: Matrei ist unter AK in vielen Dingen führend. Das größte Fußballstadion im Bezirk mit riesigen Erhaltungskosten. Die höchsten Anschlussgebühren bei Wasser und Kanal. Dazu mit Sicherheit die meisten Verbindlichkeiten, dir aber in Matrei keine Schulden sind, weil sie ja nicht so heißen usw. Da gibt's sicher noch mehr. Du siehst: ich sehe durchaus, was dort alles geleistet wird. :-) Aber eines stimmt und ich sage das ohne Ironie: die Matreier haben super kompetente Leute. Viele davon sehr loyal. Und top Unternehmer. Und davon profitiert AK. Und nicht umgekehrt.

Seifenstein vor 3 Jahren

@Cato Hier hast du vollkommen recht. Die Goldried Bergbahnen standen knapp vor dem Konkurs. Der Bau der Happeck Bahn war eine absolute Fehlentscheidung unter Gf Andreas Köll. Die Familie Schultz rettete die Bahnen und erbte einen Geschäftsführer Köll fast auf Lebenszeit. Ein Geschäftsführer ,der voll abkassiert und nichts dafür leisten muss. Wie unlängst in der TT zu lesen war entwickelt sich das Schigebiet leider auch jetzt nur sehr zögerlich . Unkündbare Geschäftsführer sind halt wenig motiviert gute Arbeit zu leisten. Hier werden nur Eigeninteressen verfolgt und die erfolgreiche Entwichlung des GG - Resorts vernachlässigt. Im übrigen ist es den Berherbergungsbetrieben in Matrei zu danken ,dass es überhaupt noch Tourismus in dieser Region gibt, trotz eines BGM Köll!

blubla vor 3 Jahren

Ja genau, blanker Hass und Neid... und der Spaß über die "perfekt" asphaltierte Rally-Strecke durch Matrei zu fahren, wo man bald einen Jeep benötigt um sein Auto nicht ganz zu zerstören. ^^

Zunigsee vor 3 Jahren

@ Cato

Du hasts wohl noch immer nicht kapiert? Bürgermeister sind deshalb kraft Gesetzes im Nationalparkkuratorium, um dort die Interessen der Menschen i m Nationalpark zu vertreten und nicht umgekehrt, die Interessen „des Nationalparkes“ und Naturschutzes g e g e n ü b e r ihrer Bevölkerung! Dafür gibts andere Repräsentanten, You have it?

Iseltaler vor 3 Jahren

@ Cato Eure seit mehr als 20 Jahren verkündeten Hass-Botschaften, die Matreier Bergbahnen wären „konkursreif“ und die Marktgemeinde in einem „Finanzdebakel“ waren wohl nicht besonders erfolgreich? Das GroßglocknerResort ist heute - natürlich dank der Familie Schulz aber wohl auch dank AK - das größte und erfolgreichste Schigebiet in Osttirol und Matrei auf dem besten Wege, auch im Winter touristische Nr. 1 in Osttirol zu werden. Wer hat denn die Familie Schulz nach Matrei und Kals gebracht, Du sicher nicht?

Dort sind zwischenzeitlich über 140 Mio. Euro in den gesamten Resortausbau geflossen und weitere Investitionen stehen an. Auch bei der Marktgemeinde beginnen sich die, seit zwei Jahrzehnten getätigten Investitionen in Basisinfrastruktur von über 300 Mio. Euro langsam zu rentieren und als langfristig zukunftsfähiger Infrastrukturvorteil zu erweisen: Derart unverzichtbare Investitionen stehen vielen anderen Gemeinden - unter immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen - erst noch bevor! Was ist also mit Euren, alljährlich seit Jahrzehnten „prophezeiten“ Katastrophenszenarien? Das einzige was Euch bleibt, ist blanker Hass und Neid, Eigenschaften, mit denen man aber mit Sicherheit geographisch benachteiligte Regionen schon gar nicht entwickeln kann...

blubla vor 3 Jahren

Ach Iseltaler..

Ich vergleiche nicht mit Amlach oder Leisach, aber z.B. mit Virgen... die zahlen halb so viel... und bei deiner tollen Aufstellung vergisst du, dass es in Matrei vergleichsweise auch viel mehr Haushalte gibt die dafür zahlen!!^^ noch dazu bin ich weder von der "Matreier Liste" oder sonst was!

wirklich erschreckend wie viel Zeit du in deine "Huldigungen" steckst,... normal ist das nicht und noch dazu realitätsfern! Wünsche trotzdem noch ein schönes Wochenende

Liebe Grüße :)

Cato vor 3 Jahren

@ Iseltaler: Verstehe ich das richtig? AK ist für den Nächtigungszuwachs verantwortlich? Ich dachte Heinz Schutz gehören sowohl die Bergbahn, als auch das Gradonna in Kals... Der hat ja auch die Goldried-Bergbahn übernommen, als die damals völlig vor dem Ruin stand. Wer War damals nochmal Geschäftsführer? Eigentlich gebühren die Lobeshymnen daher jemand anderen als AK.

Und wenn er sich abfeiern lässt, wie bei der Gelderlukrierung aus den Töpfen des Nationalparks, dann soll er auch mal dafür dankbar sein und nicht der größte Gegner des Schutzgebietes sein.

Und zuguterletzt: Gelder lukrativen ist ja wohl sein Job als Bgm. Dafür braucht man ihm nicht dankbar sein, dafür kriegt er nämlich Kohle!

Zunigsee vor 3 Jahren

@ Blubla

Ich kann mir vorstellen, dass für "Iseltaler" wirklich nicht mehr vile Zeit "für irgend etwas anderes" übrig bleibt, da es über AK durchaus sehr viel Positives zu berichten gibt....

Iseltaler vor 3 Jahren

@ blubla Machst Du eigentlich sonst auch noch irgend etwas, außer den Herrn AK ständig zu kritisieren? Natürlich kommen die Einnahmen aus Beschneiung und Trinkwasserkraftwerk dem Trinkwassergebührenhaushalt und damit der gesamten Bevölkerung zugute!

Und daß die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in der flächenmäßig zweitgrößten Gemeinde Tirols mit 25 Ortsteilen, von denen einige sogar selbst eigene Gemeinden sein könnten, etwas teurer kommt, als in kleineren Orten oder Zentralorten, wird auch allen klar sein: Das trifft z.B. auf e i n e n Kanal und e i n e Wasserleitung von Proßegg oder der Bergstation Goldried (2420m Seehöhe) bis Kienburg (780m Seehöhe) zu, für welche alle dieselben Benützungsgebühren zahlen. Das sich das nicht mit Orten wie Amlach oder Leisach vergleichen läßt, ist auch klar. Entscheidend ist nur, wieviel der Bürgermeister für die außergewöhnlich umfangreichen Infrastrukturaufgaben und hohen Kosten von Matrei an zusätzlichen Förderungen zur bestmöglichen relativen Entlastung der Bevölkerung hereingebracht hat und immer noch hereinbringt, so z.B. Bedarfszuweisungen oder Sondermittel aus dem Nationalparkentwicklungsprogramm für das regionale Klärwerk oder die ersten Stützungen des Gebührenhaushaltes Kanal in ganz Tirol! Da hält Herr AK jedem Vergleich stand, weil ihr von der "Matreier Liste" da nirgends zu sehen seid, also selbst einmal - unter objektiv nicht veränderbaren topographischen und geographischen Rahmenbedingungen - besser machen....

chiller336 vor 3 Jahren

haha und da issa wieder im spiel ... da bgmak ....naja für wasser und kanal muss ma ja auch mehr bezahlen, dass sich betriebsurlaube bzw ausflüge nach oslo etc finanzieren lassn haha

blubla vor 3 Jahren

@Iseltaler

machst du eigentlich sonst auch noch irgend etwas als dem Herrn AK in den Himmel zu loben?

Vielleicht zahlt man weniger fürs beschneien, aber dafür zahlt man sonst als Matreier übertrieben viel für Wasser und Kanal...aber vielleicht fällt dir auch dazu eine Lobeshymne mit Weitblick ein!

Iseltaler vor 3 Jahren

@ Cato Du tust, als ob es im GroßglocknerResort fast nur Schüler-und Jugendgruppen gäbe, dem ist aber absolut nicht so, da dieses auch die meisten 4-Sterne-Betten in Osttirol aufweist! Außerdem sind Kinder und Jugendliche das Potential der Zukunft, die auch maßgeblich für künftige Urlaubsentscheidungen von Familien sind... Die zwei Gemeinden Matrei/Kals hatten alleine im vergangenen Dezember 38.354 Übernachtungen, das sind um fast 11.000 mehr, als in allen 15 Gemeinden der Ferienregion Lienzer Dolomiten zusammen: Da ist wohl klar, wo Tourismus in Osttirol stattfindet!

Cato vor 3 Jahren

@ Iseltaler: erkundige dich mal, wieviel von den 20.000 Nächtigungen "keine" Ortstaxe bezahlen brauchten, weil sie davon befreit sind (Schülergruppen, etc.). Dann relativiert sich das ziemlich.

Zunigsee vor 3 Jahren

@ Karli

Der TVB Osttirol und damit die Osttiroler Unternehmen zahlen für die Lienzer Bergbahnen alleine weit mehr an Darlehen zurück, als für das gesamte Großglockner Resort Kals-Matrei (inklusive laufenden Beiträgen). Auch die „Rückflüsse“ aus diesen Investitionen sprechen eine deutliche Sprache: Schau Dir doch mal die TVB-Bilanzen an und mach Dir keine Sorgen um Dr. Köll. Dieser überweist mit Sicherheit nichts von der Gemeinde an die Bergbahnen und umgekehrt: Dazu nimmt er die Befangenheitsbestimmungen viel zu genau, um von einem Herrn Karl/i objektiv angreifbar zu sein!

defregger vor 3 Jahren

Noch etwas wissenswertes über künstlichen Schnee!

https://www.youtube.com/watch?v=YWSLZexnREs&x-yt-cl=84503534&x-yt-ts=1421914688

defregger vor 3 Jahren

Wens interessiert und m.E. macht es keinen wirtschaftlichen Sinn mehr in Zukunft unter 1400üM zu beschneien.

Wenn es auch für sehr, sehr viele erschlossene Skigebiete das aus bedeutet. Es wird sich nichts erzwingen lassen!

https://www.youtube.com/watch?v=3lvFY3hWlgc

Iseltaler vor 3 Jahren

@ Karli Wieder mal so ein unreflektiertes „Anti-Köll“-Posting! Matrei hatte, dank dem Weitblick des Geschäftsführers Dr. Andreas Köll der damals wie heute privaten Matreier Goldried Bergbahnen, bereits 1988 die erste, fix verlegte technische Beschneiungsanlage Osttirols (Druckluftleitung mit Unterflur-hydranten, -pneumanten und -elektranten, ursprünglich nach dem Patent „Arlberg Jet“ aus Lech ). Das Beschneiungswasser wird aus einer multifunktionalen Wasserversorgungsanlage gespeist, welche im Eigentum der Marktgemeinde Matrei steht, im Sommer eine Schüttung von bis zu 150 Sekundenlitern aus der Goldriedquelle aufweist und über die früheste Aufbereitungsanlage Osttirols bestes Trinkwasser für über 15.000 Menschen (Einheimische und Gäste ) liefert. Das Überwasser wird zudem über das erste Trinkwasserkraftwerk Osttirols abgearbeitet, welches pro Jahr bis zu 70.000 Euro an Ökostromerlösen in die gar nicht so finanzschwache Gemeindekasse spült! Darüberhinaus kann das Überwasser für Löschwasser- und landwirtschaftliche Bewässerungszwecke am Klaunzerberg verwendet werden, ein schon vor 25 Jahren äußerst innovatives Konzept. Da die Goldriedquelle auf über 1750 m Seehöhe liegt, fällt aufgrund des hohen Eigendruckes auch nicht so viel an Pumpaufwand an, wie anderswo: Der rund 90.000 Kubikmeter fassende Beschneiungsteich kann bis zu zwei Mal pro Jahr locker mit dem Überwasser befüllt werden. Dieser steht - ebenso wie die heutige Schneeanlage mit Kühltürmen - im Eigentum der Matreier Goldried Bergbahnen und kann diese aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit sogar auch noch den oberen Teil des Kalser Schigebietes mit bis zu 35.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr mitversorgen! Dafür wird von den Kalser Bergbahnen 50 Prozent des Matreier Trinkwassertarifes an die Marktgemeinde bezahlt, eine Regelung, die ab 2015 auch für die Matreier Bergbahnen gilt, dann mit einer Drittel-Regelung (vertragliche Rechtsnachfolge für den TVB Osttirol). Die gesamte Bevölkerung profitiert also auf mehrfache Weise von dieser alpenweit einzigartigen, multifunktionalen Wasserversorgungsanlage! Auch „die restlichen Osttiroler Unternehmen“ zahlen „unter dem Strich“ nicht für Matreier Anlagen oder den Matreier Schibus, da die Iseltaler Marktgemeinde - vor allem dank ihrer leistungsfähigen Beschneiungsanlage und Bergbahnen - nicht nur im vergangenen Dezember als erste weitum ein Ski-Opening durchführen, sondern mit über 20.000 Übernachtungen auch das stärkste Bezirksergebnis (plus 16 Prozent!) einfahren konnte: Der Matreier Tourismus ist also mit „seinen“ Einnahmen aus Ortstaxe und Pflichtbeiträgen - sogar in einem eher schneearmen Winter - leicht selbst in der Lage, die von Karli-Meckerer kritisierten Aufwendungen „aus eigenem“ zu tragen; und dies ohne Sonderfaktoren wie Weltcup, Dolomitenlauf oder 007... Das kann man nicht von allen Osttiroler Tourismusgemeinden behaupten, wenn man z.B. den „regionalen“ Darlehensspiegel des TVB Osttirol - ausgelöst durch Bergbahninvestitionen - objektiv vergleicht!

tmilk vor 3 Jahren

@ bergfex: ganz weit weg geholt ist es nicht ... es gibt Zusatzproteine, welche die Temperatur steuern ... ob diese bei uns zum Einsatz kommen wage zu bezweifeln, allerdings sollte man diese "Chemikalien" in der Diskussion um künstliche Schneeerzeugung nicht außer Acht lassen ...

Die Funktionsweise einer Schneekanone ist mir bekannt ... Ihnen auch?

bergfex vor 3 Jahren

..........und versetzen es mit Chemikalien damit daraus Schnee wird …...................

@ tmilk............. Weißt du überhaupt, wie eine Schneekanone funktioniert?

tmilk vor 3 Jahren

@seppl17: da habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt ... in gewisser Maßen verbrauchen wir das Wasser nicht, sondern wie Sie sagen wir benutzen es ..

aber die Benutzung und vor allem das Ergebnis ist nicht wirklich befriedigend. Wasser alleine reicht ja in den seltensten Fällen um das Ergebnis zu erzielen ... das Problem ist der Stromverbrauch ... und diesen gilt es auch erst zu erzeugen ...

lange Rede kurzer Sinn .. ich denke der Mensch kann nicht mehr so weitermachen wie bisher in diesen Themen sondern muss vielleicht umdenken ... Wenn es die Natur nicht mehr zulässt skizufahren, dann solte er es lassen ...

seppl17 vor 3 Jahren

@qtmilk Meines Wissens kommt beim Schnee machen keine Chemikalie zum Einsatz sondern nur Wasser und Luft! Im Gegenteil Wasser welchen zum Schnee produziert benötigt wird muss entkeimt werden -> mit UV Bestrahlung. Auf das Klima hat die Benutzung des Wassers zur Schneeerzeugung sicher auch keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss. Wenn auf Schipisten Chemikalien zum Einsatz kommen dann ist dies für Schirennen, Egal ob auf Naturschnee oder „Kunst“ mit Schneeanlagen erzeugten Schnee. Auch Wasser welches für die Stromerzeugung benutzt wird ist nicht verbraucht, es wird sogar in der Turbine mit Saurestoff angereichert, was für das Wasser eine Qualitätsverbesserung darstellt. Über den Verbrauch von Ressourcen (Strom) gebe ich ihnen Recht. Aber Wasser wird nicht verbraucht – sondern benutzt oder verschmutzt. - Da war mein letzter Versuch ihre Grünen Gedanken auf die Richtige Bahn zu bringen. (auch ich Denke Grün wo es Sinn macht!)

tmilk vor 3 Jahren

@ seppl17: Es geht nicht darum, dass das Wasser "sowieso" ins Meer fließt ... das tut es da gebe ich Recht ... Allerdings denke ich sollte man hier etwas ganzheitlicher Denken und sich bewusst sein, was man mit dem Wasser macht ... Viele Afrikaner würden dieser Wasser trinken - sofern sie es hätten ... wir jagen es durch Schneekanonen und versetzen es mit Chemikalien damit daraus Schnee wird ...

und wenn man das ganz noch etwas weiter spinnt ... gerade förderlich für das Erreichen von Klimazielen bzw. die Erderwärmung zu reduzieren ist die Schneeerzeugung wohl nicht ...

ich schließe daraus, dass es ein unnötiger und sinnloser Verbrauch von Ressourcen ist ... nicht nur der Energie sondern auch von Wasser ...

chiller336 vor 3 Jahren

@ tmilk ..... diese warzen am schlußhang der talfabfahrt thurntaler sind doch schön anzusehn .... der kontrast ist kaum zu überbieten. ich gehe mit meinen vorschreibern konform - in allen punkten. NUR stellt sich dann die frage ob es überhaupt sinn macht, ein schigebiet wie den hochstein in lienz noch zu öffnen bzw in betrieb zu nehmen ... für a handvoll leute? von denen noch ein großteil tourengeher sind und die eigentlich so gut wie kein geld am hochstein lassen? .... das lässt im endeffekt eigentlich nur einen schluß zu hm ....zumindest wirtschaftlich gesehen

seppl17 vor 3 Jahren

@ Berglaeufer Bin der gleichen Meinung wie Berglaufer bezüglich Schnee machen am Hochstein und sobald die Pisten fertig sind die Anlagen zusperren. @ tmilk Ab den Gedankengang, dass ein Mensch in Afrika nicht verdurstet wenn wir keinen „Kunst“ Schnee produzieren oder im Zuge des Scheeerzeugens vom Wasserverbrauch gesprochen wird kann ich nicht nachvollziehen. 1. Wer liefert, zu welchen Preis das Wasser welches bei uns als Regen ankommt nach Afrika? 2. Wasser wird bei Scheeerzeugung nicht verbraucht sondern nur benützt und zeitverzögert wieder zurückgegeben. Ich habe einmal die Aussage von Urlaubern auf einer Alm mitgehört, welche Verschwendung es ist das Wasser am Wassertrog den ganzen Tag laufen zu lassen! Ich denke dieser Urlauber und @ tmilk hat keine Sekunde Nachgedacht dass es egal ist ob das Wasser sofort über ein Bächlein ins Meer fliest oder zuerst in den Wassertrog und dann ins Meer.

tmilk vor 3 Jahren

@ Berglaeufer

deine Aussagen treffen zu 100 % auf das Skigebiet Hochpustertal zu. Auch hier wird vergebens versucht seit November die Talabfahrt nach Sillian zu beschneien. Bald ganze drei Monate werden unendliche Mengen Wasser zuerst auf den Berg raufgepumpt und dann wieder runtergepumpt .... wofür ist das eigentlich? Damit in den Energieferien für ca. 2 Wochen die Skifahrer bis ins Tal fahren können? Wo ist denn unsere Gesellschaft bloß gelandet?

Einfach nur primitiv wenn man betrachtet wieviel Energie in Form von Wasser und Strom hier verloren geht ... Wasser das an anderen Orten unseres Planeten dringend gebraucht wird ... Menschen in Afrika wären froh hätten sie solches Wasser ... es würde Leben retten ...

und das alles nur zum Vergnügen ... und zur Bereicherung diverser Touristiker ...

Berglaeufer vor 3 Jahren

Mich wundert es jedes Jahr auf das neue, wie viel sinnlose Energie (Wasser, Strom u. Arbeit) am Hochstein hinausgepulvert wird. Wir haben jetzt bald Ende Jänner u. immer wird noch am Schlossberg auf Teufel komm raus geschneit um nur irgendwie eine Piste zustande zu bringen. Und am 01. März 2015, also in 5 Wochen, wird das Schigebiet geschlossen, weil es nicht mehr rentalbel ist die Anlagen offen zu halten. Dass diese Rechnung nie u. nimmer aufgehen kann müsste von den Verantwortlichen der Lienzer Bergbahnen AG u. der Hauptaktionäre Stadtgemeinde u. TVB eigentlich kapiert werden.

Die verbratene Energie sollte meiner Meinung nach sinnvoller eingesetzt werden.

chiller336 vor 3 Jahren

der kostenuntershcied von - im teuren fall - 1,50 / m³ schnee ist eklatant - ist in matrei der strom billiger?

Karli vor 3 Jahren

Ganz stimmen die Aussagen nicht.Die Lienzer Bergbahnen sind stadtweit die Einzigen die Wasser um den halben Preis beziehen,siehe : https://www.dolomitenstadt.at/2012/12/20/weniger-wasserzins-fur-hochstein-beschneiung/ Daher zahlt der Lienzer Wasserbezieher bei der Beschneiung mit. Noch toller ist aber schon Matrei.Ein wenig besteht die Tüchtigkeit von Herrn Schulz darin sich sein Unternehmen von der öffentlichen Hand unterstützen zu lassen. Da hat die finanzschwache Gemeinde Matrei seit 1988 sicher ein ordentliches Sümmchen bezahlt. Bgm Dr.Köll überweist für die Gemeinde Matrei und der Geschäftsführer Dr.Köll empfängt für die Matreier Bergbahnen. Und 1988 hat es noch keinen TVB Osttirol gegeben der mit Schulz Verträge hätte abschließen können. Erbschaft vom TVB Matrei ? Fein, dass jetzt Solidarität im Tourismus des Bezirkes besteht und Dank der Fusion auch die restlichen Unternehmer des Bezirkes ihren Beitrag zu Beschneiung,Skibus und Beleuchtung des Skigebiet Matrei leisten dürfen.