Monokel zeigt: „Eine Taube sitzt auf einem Zweig“

Roy Anderssons Goldener Löwe-Sieger ist zum Lachen –  aber auch zum Fürchten.

Sam (Nils Westblom) und Jonathan (Holger Andersson), zwei Handlungsreisende für Scherzartikel, verbindet eine Freundschaft der Gegensätze. (Foto: Polyfilm)
Sam (Nils Westblom) und Jonathan (Holger Andersson), zwei Handlungsreisende für Scherzartikel, verbindet eine Freundschaft der Gegensätze. (Foto: Polyfilm)

„Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“ – Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig – schickt das Kinopublikum auf eine märchenhafte Irrfahrt durch Menschliches und Allzumenschliches. Es ist eine Reise in grandiosen Sketchen, die die Schönheit eines einzelnen Moments offenbaren, aber auch die Verlorenheit anderer, den Humor und die Tragik, die in uns wohnen, die ganze Pracht des Lebens und die unvermeidliche Schwäche der Menschen. Der schwedische Meisterregisseur Roy Andersson beschenkt das Publikum mit belebendem Humor in einem besonderen Kinoerlebnis, wie man es vermutlich noch nie gesehen hat. Der Filmclub Monokel zeigt die Komödie am Donnerstag, 5. Feber 2015, um 18.15 und 20.15 Uhr im CineX Lienz.

Kurzinhalt: Sam und Jonathan sind zwei glücklose und etwas kummervolle Vertreter für Scherzartikel. Als Handlungsreisende sind sie in wichtiger Mission unterwegs: sie wollen helfen, Spaß zu haben. Da die Welt voller Enttäuschungen und eine seltsam einsame Angelegenheit ist, haben sie sich auf die Klassiker unter den Kuriositäten spezialisiert: Vampirzähne, Lachsack und eine groteske Monstermaske. Weil das Verkaufen eine grässliche Angelegenheit ist, tun sich Sam und Jonathan oft schwer, die Ware mit dem nötigen Schwung unters Volk zu bringen und sind sich äußerst uneinig, welche Präsentationsstrategie die richtige ist. Denn Freude zu verbreiten in einer sonst fahlen Welt ist schwer. Doch Verkaufen müssen sie den Spaß, denn das kabbelnde Verkäuferduo ist furchtbar pleite. Mit der Träne im Gesicht und dem Lachsack im Vertreterkoffer gehen sie auf eine fantastische Reise durch Räume der Geschichte und finden sich in traumverlorenen Erinnerungen wieder – an verliebte Könige, getauschte Küsse und fröhlich gurrende Tauben.

Der Trailer zum Film:

Pressestimmen:

„Brauchen wir Filmfestivals wie Venedig? Aber ja! Allein um den Regisseur Roy Andersson bekannt zu machen. Er erschafft eine fantasmagorische, mit nichts zu vergleichende Bilderwelt getragen von einem untergründigen schwarzen Humor.“ Die Zeit

„Fünf Sterne. Ein skandinavisch-surreales Geniestück. Kino in einer anderen Dimension.“ The Times

„Man muss das einfach anschauen und dann versuchen, die Seele zu überreden, von der Decke wieder herunterzukommen. Himmlisch.“ The Telegraph

„Genial ist dieses Kunststück Anderssons, seine zwischen Verunsicherung und Vergewisserung changierende Sicht auf die Welt.“ Neue Zürcher Zeitung

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