Icebears Toblach Favoriten für Semifinale

Mit 5:2-Vorsprung im Gepäck spielen die Südtiroler heute gegen Velden.

Die Kärntner Liga Division 1 geht in die entscheidende Phase. „It's Play Off Time“ und da zählt nur mehr der Sieg. Gespielt wird das Viertelfinale in einer Best-of-Three-Serie, d.h. wer zuerst zwei Spiele gewonnen hat, steigt in das Semifinale auf.

Heute, Samstag, könnten das bei einem Auswärtssieg in Velden bereits die Icebears Toblach sein. Bei ihrem ersten Spiel am 5. Februar gegen die Piraten aus Kärnten fegte Wind über das Eis und ein leichtes Schneetreiben machte es beiden Mannschaften nicht einfach. Aber Toblach machte Druck und nach etwas mehr als sieben Minuten kam Jubel unter den Fans auf. Michelle Valle da Rin nützte einen Wechselfehler der Kärntner und brachte mit einem Nachschuss die Südtiroler mit 1:0 in Führung.

Nur zwei Minuten nach Beginn des Mitteldrittels gelang den Gästen der Ausgleichstreffer. Patrick Matschigg fälschte in einem Überzahlspiel die Scheibe zum 1:1 Ausgleich ins Toblacher Tor ab. Und in der 25. Minute schlugen die Piraten erneut zu. Marco Ungericht zog alleine Richtung Toblacher Tor, scheiterte aber vorerst an einer Abwehr des Südtiroler Keepers. Den zurückspringenden Puck verwertete dann aber Thomas Meinhardt zum 1:2.

Geschockt von diesem Verlusttreffer hatten die Südtiroler danach bange Momente zu überstehen, doch ein starker Fabian Seeber im Tor der Icebears verhinderte einen weiteren Treffer.

Auf ihm ruhen die Play-off-Hoffnungen der toblacher: Topscorer Matthias Rehmann. Foto: Oberhammer
Auf ihm ruhen die Play-off-Hoffnungen der Toblacher: Topscorer Matthias Rehmann. Foto: Oberhammer

Dann hatte der Topscorer der Icebears, Matthias Rehmann, genug gesehen und drehte mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten das Spiel zugunsten der Südtiroler. Zunächst schloss er im Powerplay einen Alleingang mit dem Treffer zum 2:2 Ausgleich ab und wenige Minuten vor Ende des zweiten Drittels sorgte er mit einem Weitschuss für den wichtigen 3:2 Führungstreffer für die Icebears.

Auch im Schlussabschnitt schenken sich beide Mannschaften nichts. Sowohl die Gastgeber als auch die Kärntner kamen zu einigen guten Möglichkeiten, die aber von den souverän agierenden Torhütern beider Mannschaften zunichte gemacht wurden. Die Piraten verstärken gegen Ende hin den Druck auf das Toblacher Tor, während die Hausherren sich geschickt verteidigten und auf ihre Konterchance warteten. Sieben Minuten vor der Schlusssirene war es dann soweit. Nach schönem Zuspiel von Georg Feichter lief Tiziano Farinella alleine auf das Veldener Tor zu und brachte die Scheibe zum vorentscheidenden 4:2 im Netz unter.

Kurz vor Spielende wurde es noch einmal so richtig spannend. Andrea Rezzadore wurde für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Velden riskierte alles und brachte für ihren Tormann einen sechsten Feldspieler aufs Eis. Doch alle Bemühungen den Anschlusstreffer zu erzielen waren vergebens. 24 Sekunden vor dem Ende schnappte sich Matthias Rehmann den Puck und erzielte mit einem empty net Treffer den Endstand von 5:2.

„Triplepack“ Matthias Rehmann war nach dem Spiel natürlich überglücklich: „Im ersten Drittel hätten wir eigentlich mehr als nur ein Tor schießen müssen. Im Mittelabschnitt haben wir am Anfang den Faden verloren und sind dann in Rückstand geraten! Zum Glück konnten wir noch im zweiten Drittel wieder in Führung gehen. Es blieb eigentlich bis zum Schluss spannend, da wir einige Strafminuten kassiert haben und Velden ein sehr gefährliches Powerplay hat. Wir sind froh, dass wir das erste Spiel der Serie gewinnen konnten, da Velden eine spielerisch starke Mannschaft ist!“

Diese Stärke wollen die Kärntner heute beim Rückspiel auf eigenem Eis unter Beweis stellen. Sollten die Icebears auch dieses Spiel gewinnen, würden sie bereits ins Semifnale aufsteigen. Ansonsten kommt es zu einem alles entscheidenden dritten Spiel in Toblach.

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