Entfesselte Toblacher stürmen ins Finale

Icebears deklassierten die Tarco Wölfe Klagenfurt mit 10:2.

Knapp 500 Eishockey Fans waren am Samstag, 21.2.2015 ins Toblacher Eisstadion gepilgert, um dem alles entscheidenden dritten Halbfinalspiel beizuwohnen. Bei leichtem Schneefall begannen die Icebears wie aus der Pistole geschossen und bereits nach 40 Sekunden vergab Matthias Rehmann die erste Chance für die Gastgeber. Nur wenige Augenblicke später schlug es aber bereits zum ersten Mal im Tor der Tarco Wölfe ein. Eine tolle Kombination der zweiten Angriffsreihe schloss Andrea Rezzadore mit dem Treffer zum 1:0 ab. Kurz darauf kamen die Gäste gefährlich vor das wiederum von Fabian Seeber gehütete Tor der Südtiroler, doch Andreas Muschlin scheiterte an einer tollen Reaktion des Icebears Keepers.

Dann waren wieder die Hausherren am Zug. Einen Zuckerpass von Oliver Troger verwertete Klaus Volgger mit einem satten Schlenzer genau ins Kreuzeck zur 2:0 Führung. Die Südtiroler wirkten in dieser Phase wie entfesselt und drückten die diesmal nur mit zehn Feldspielern angereisten Klagenfurter total in die Defensive. Matthias Rehmann scheiterte zweimal in aussichtsreicher Position am Schlussmann der Gäste, Marco del Fabro. Nach acht Minuten kamen die Icebears zu ihrem ersten Powerplay und hatten in diesem gleich zu Beginn eine Schrecksekunde zu überstehen. Nach einem Fehler im Spielaufbau lief Gäste Stürmer Christoph Ibounig alleine auf das Toblacher Tor zu, doch Fabian Seeber bewahrte mit einem Big Save seine Mannschaft vor dem Anschlusstreffer.

Wenig später hatten die fanatischen Icebears Fans wieder Grund zum Jubeln. Einen Schuss von Patrick Lanzinger konnte der Gäste Keeper nur kurz abwehren und Thomas Trenker staubte zum 3:0 ab.

Nach diesem Treffer nahmen die Gäste vom Wörthersee ein Time Out. Diese Maßnahme zeigte in der 11. Minute Erfolg. Michael Köfeler befördete den Puck aus kurzer Distanz zum 3:1 Anschlusstreffer in den Toblacher Kasten. Die Südtiroler zeigten sich davon aber keineswegs beeindruckt und Matthias Rehmann bewies zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels seine Torjägerqualitäten. In numerischer Unterlegenheit nahm er einen Pass von Klaus Volgger ideal mit, lief alleine auf das gegnerische Tor zu und schob die Scheibe zwischen den Beinen des Tarco Keepers hindurch zum 4:1 ins Netz.

Kurz nach Beginn des Mittelabschnitts kamen die Hausherren wiederum zu einem Überzahlspiel. Doch die Klagenfurter agierten in Unterzahl sehr aggressiv und kamen ihrerseits zu einer Topchance. Michael Köfeler konnte aber aus kurzer Distanz den überragenden Fabian Seeber nicht bezwingen. Das Spiel verlief danach sehr ausgeglichen, mit den besseren Torchancen für die Hausherren. So scheiterte Matthias Rehmann nach einem Alleingang am Schlussmann der Gäste. In der Schlussphase des zweiten Drittels sorgten die Icebears mit zwei Treffern in Überzahl für die Vorentscheidung in diesem Spiel. Zunächst konnte der Klagenfurter Keeper einen Schuss von Matthias Rehmann nur kurz abwehren und Denis Soravia staubte zum 5:1 ab. Und in der 38. Minute erhöhte Markus Rehmann auf 6:1.

Auch im Schlussdrittel agierten die Südtiroler weiter mit Vollgas, denn ihnen lag neben der 2:10 Niederlage im ersten Spiel auch eine Aussage von Tarco Coach Michael Krainer-Bidovec schwer im Magen. Dieser hatte in einem Kärntner Printmedium nach dem ersten Halbfinale gemeint, „Ich verstehe nicht, wie diese Toblacher im Vorjahr Meister werden konnten.“

Ein Bild sagt alles. Die Icebears jubeln und die Wölfe lassen den Kopf hängen. Toblach spielt gegen die Oilers um den Titel. Foto: Brunner Images
Ein Bild sagt alles. Die Icebears jubeln und die Wölfe lassen den Kopf hängen. Toblach spielt gegen die Oilers um den Titel. Foto: Brunner Images

Gerade einmal 52 Sekunden waren im dritten Drittel gespielt, da schlugen die Icebears zum nächsten Mal zu. Rene Bachmann hämmerte den Puck im Powerplay von der blauen Linie zum 7:1 ins Netz. Die Gäste, die trotz des aussichtslosen Spielstandes tapfer weiterkämpften, konnten nach 46 Minuten durch Emmanuel Jenko auf 7:2 verkürzen. Doch die Antwort der Südtiroler folgte prompt. Fabio Alvera zog den Verteidigern der Gäste unwiderstehlich davon und erhöhte auf 8:2.

In der Schlussphase konnte sich Keeper Fabian Seeber, der nach dem Spiel gemeinsam mit Thomas Trenker zum Spieler des Abends bei den Icebears gekürt wurde, noch einmal auszeichnen. Christoph Ibounig scheiterte alleine vor dem Toblacher Tor auftauchend am großartigen Schlussmann der Hausherren.

Die letzten Minuten in diesem Spiel gehörten dann wieder den Südtirolern. Zunächst gelang Patrick Lanzinger das 9:2 und eine Sekunde vor der Schlusssirene sorgte Tiziano Farinella für den 10:2 Endstand.

Damit haben sich die Icebears Toblach zum zweiten Mal in Folge für das Finale qualifiziert. Dort warten auf die Südtiroler die Oilers Salzburg. Das erste Spiel findet bereits am Montag, 23.2.2015 um 20:15 Uhr in Salzburg statt.

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