Toblach gleicht in der Finalsserie aus

Icebears besiegten die Oilers Salzburg mit 5:4 nach Penaltyschießen.

Vor einer imposanten Zuschauerkulisse, knapp über 600 Fans hatten sich im Toblacher Eisstadion eingefunden, ging am Mittwoch 25. Februar das zweite Finalspiel der Kärntner Liga Division 1 über die Bühne. Die Hausherren standen nach der 2:5 Niederlage in Salzburg gegen die Oilers bereits unter Zugzwang.

Nach der Niederlage im Hinspiel standen die Icebears auf eigenem Eis unter Zugzwang. Fotos: Oberhammer
Nach der Niederlage im Hinspiel standen die Icebears auf eigenem Eis unter Zugzwang. Fotos: Oberhammer

Die Anfangsminuten verliefen sehr ausgeglichen, ehe die Gäste aus der Mozartstadt in der achten Minute durch einen Treffer von David Wechselberger mit 0:1 in Führung gingen. Kurz darauf hatten die Südtiroler bange Minuten zu überstehen. Thomas Trenker und Patrick Lanzinger wurden kurz hintereinander auf die Strafbank geschickt und so kamen die Oilers zu einem 5:3 Überzahlspiel. Doch Keeper Fabian Seeber bewahrte in dieser Phase seine Mannen mit tollen Saves vor dem zweiten Gegentreffer. Danach agierten beide Mannschaften sehr diszipliniert, denn jedem war bewusst, dass in diesem Spiel die Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen würden. Zwei Minuten vor dem Drittelende gelang den Icebears der verdiente Ausgleich. Der seit Wochen in Hochform spielende Thomas Trenker erzielte den 1:1 Ausgleich.

Nach fünf Spielminuten im 2. Spielabschnitt kassierten die Südtiroler eine unnötige zwei Minuten Strafe, die von den Oilers sofort ausgenützt wurde. Jeremia Seewald brachte die Gäste mit einem Schuss von der blauen Linie erneut in Führung. Doch die Icebears hatten nur knapp eine halbe Minute später die richtige Antwort parat. Markus Rehmann glich unter dem Jubel der Zuschauer zum 2:2 aus. Danach hatten die Südtiroler etwas mehr vom Spiel und kamen auch zu guten Chancen, die jedoch nicht verwertet werden konnten. Und so kam es wie es kommen musste. Eine erneute Undiszipliniertheit der Toblacher führte zum dritten Salzburger Treffer. Nur sechs Sekunden hatte Davide Farinella auf der Strafbank Platz genommen, ehe Rene Tödling mit einem Schlenzer auf 2:3 stellte. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in den Schlussabschnitt.

In diesem waren nur wenige Minuten gespielt, ehe die Gäste erneut eiskalt zuschlugen und ihre Führung ausbauen konnten. Mario Mühllechner traf für die Oilers zum 2:4 und viele dachten bereits an die Vorentscheidung in diesem Spiel. Doch angetrieben von ihren tollen Fans bewiesen die Icebears anschließend, wieviel Charakter und Moral in dieser Truppe steckt. Zunächst gelang Patrick Lanzinger in der 49. Minute der Anschlusstreffer zum 3:4 und nur 40 Sekunden später kannte der Jubel im Toblacher Eisstadion keine Grenzen mehr. Kapitän Klaus Volgger konnte zum 4:4 ausgleichen.

In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit fielen keine weiteren Treffer mehr und so ging es in eine fünfminütige Overtime. In dieser waren die Toblacher die etwas aktivere Mannschaft und kamen auch zu sehr guten Möglichkeiten. Doch sowohl Klaus Volgger als auch Martin Casanova Stua scheiterten jeweils um Haaresbreite. Da auch den Salzburgern in der Offensive nichts Entscheidendes mehr gelang, musste ein Penaltyschießen über Sieg und Niederlage entscheiden.

Toblach Goalie Fabian Seeber wurde im Penaltyschießen zum "Man of the Match".
Toblach Goalie Fabian Seeber wurde im Penaltyschießen zum „Man of the Match“.

Die ersten zwei Schützen beider Mannschaften vergaben ihre Penalties, ehe es zur finalen Entscheidung kam. Thomas Trenker brachte die Icebears Toblach in Führung und nachdem Fabian Seeber, der anschließend zum Man of the Match bei den Südtirolern gewählt wurde, den letzten Penalty der Oilers halten konnte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Icebears feierten gemeinsam mit dem Publikum den wichtigen Heimsieg und schafften in der Finalserie den 1:1 Ausgleich.

Weiter geht es am Samstag, 28. Februar, mit dem 3. Spiel in Salzburg. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr. Und nach den ersten beiden Spielen kann man bereits sagen, dass auch in der nächsten Partie Kleinigkeiten und Disziplin über Sieg und Niederlage entscheiden werden, denn hier begegnen sich zwei Mannschaften, die absolut auf Augenhöhe sind. Beide haben bereits in den ersten zwei Spielen bewiesen, dass sie zu Recht im Finale der Kärntner Liga Division 1 stehen.

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