Umweltorganisationen erfreut über Ausweisung der Isel

Manche sehen Teilerfolg, andere glauben an das Aus der Kraftwerkspläne.

Die Freunde und Verteidiger der "Deutschen Tamariske" dürfen aufatmen. © Wolfgang C. Retter
Die Freunde und Verteidiger der „Deutschen Tamariske“ dürfen aufatmen. © Wolfgang C. Retter

Die verschiedenen Umweltorganisationen, wie der WWF und der Umweltdachverband, zeigen sich glücklich über die Entscheidung, die Isel zum Natura 2000 Gebiet zu erklären. Als Wermutstropfen wird allerdings gesehen, dass die Zubringer Schwarzach und Kalserbach genauso wenig ausgewiesen wurden wie der Tauernbach. „Dies hat fachlich keine Grundlage, sondern ist ein klares Zugeständnis an die Energiewirtschaft, denn an beiden Bächen sind Kraftwerke geplant“, so Gebhard Tschavoll (WWF).

Während der WWF in Sorge ist, dass die Isel und ihr Einzugsgebiet doch noch „stückweise in Restwasser- und Staustrecken verwandelt“ werden könnten, sieht der Umweltdachverband die Entscheidung optimistischer. „Damit ist jetzt die Basis dafür geschaffen, dass dieser letzte große frei fließende und ökologisch funktionsfähige Gletscherfluss der Ost-Alpen in seiner Dynamik bewahrt wird und einer der wenigen verbliebenen, repräsentativen Lebensräume der Deutschen Tamariske für zukünftige Generationen erhalten bleibt“, jubelt Franz Maier, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.

MIt der Entscheidung sei sichergestellt, dass die „Kraftwerkspläne an der Isel ad acta zu legen sind“, heißt es in einer Aussendung des Verbandes. Vorsichtig müsse man aber bleiben und genau beobachten, was weiter geschehen wird. Insgesamt allerdings überwiege die Freude, so Maier, und dankt „allen, die daran mitgewirkt haben: dem Alpenverein, den Naturfreunden, dem Netzwerk Wasser Osttirol, den Iselfrauen, und allen anderen Naturschutzorganisationen – sie sind die wahren Naturschutzhelden und -heldinnen des Tages.“

Naturgemäß zufrieden zeigten sich auch die Grünen Osttirols, angefangen von Bezirkssprecher Thomas Haidenberger, über Grün-Urgestein Sepp Brugger und seinen Mitstreiter Klaus Dapra, die ihre jahrelange Arbeit bestätigt sehen. Haidenberger betont das regionalwirtschaftliche Programm, das über zehn Jahre lang je eine Million Euro vom Land bringen soll und meint: „Natura 2000 ist eine Auszeichnung, vergleichbar mit dem Prädikat ‚besonders wertvoll‘ für einen Film. Die kann sich niemand kaufen. Sie bietet aber einen Wegweiser und eine Entscheidungsgrundlage.“

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2 Postings bisher
Lienz1234 vor 3 Jahren

Sehr geehrte Besucher! Das drüber fahren über die Bevölkerung in Osttirol ist ein schwerer Fehler gewesen. DER der Landesregierung bei der nächsten Wahl auf den Kopf fallen wird garantiert So Umwelt freundlich sind die Grünen auch nicht sonst würde noch immer der Direcktzug fahren und nicht der Bus Ciao Lienz1234

tirol66 vor 3 Jahren

Entscheidungen sind zu akzeptieren ! Der Gemeindebürger muss auch die Beschlüsse des Gemeinderates akzeptieren - Punkt!