Icebears erzwingen Showdown in Salzburg

Klarer 10:5 Erfolg der Toblacher Eishackler über die Oilers.

2:10 hatten die Südtiroler das vierte Finalspiel in Salzburg verloren und viele dachten, dass die Oilers am 4. März in Toblach den Sack endgültig zumachen würden. Doch die Icebears hatten die Niederlage bestens verdaut und gingen voll motiviert in dieses Spiel. Ganze drei Minuten waren gespielt, ehe die rund 600 Besucher im Toblacher Eisstadion erstmals an diesem Abend Grund zum Jubeln hatten. Denis Soravia stellte auf 1:0 und brachte die Icebears erstmals in der Finalserie in Führung. Und nur wenig später gab auch Markus Rehmann seine Visitenkarte ab und markierte das 2:0.

Dass aber auch die Oilers Salzburg, bei denen gleich vier Stammspieler, darunter auch Standard Keeper Gregor Kohlhauser berufsbedingt fehlten, über hervorragende Moral verfügen, bewiesen sie gegen Mitte des ersten Drittels. Binnen zwei Minuten gelang ihnen der Ausgleich zum 2:2. Christoph Rud und Daniel Kübler konnten sich als Torschützen feiern lassen.

Dann waren aber wieder die Hausherren am Zug und erwischten einen Traumstart ins Mitteldrittel. Torjäger Matthias Rehmann erzielte bereits nach 48 Sekunden den erneuten Führungstreffer zum 3:2. Die Mannen von Miroslav Hosek agierten nun äußerst konzentriert und standen vor allem in der Defensive bombensicher. Und in der Offensive hatten sie einen richtig guten Tag erwischt und bombten aus allen Rohren. Zur Vorentscheidung in diesem Spiel kam es dann zwischen der 29. und 31. Minute. Durch Treffer von Markus Rehmann, Thomas Trenker und Patrick Lanzinger zogen die Icebears auf 6:2 davon und gingen mit einem vier-Tore-Vorsprung in das Schlussdrittel.

Wir ein Südtiroler oder ein Salzburger Verein Meister der Kärntner Liga Division 1? Das Rennen ist offen.
Wird ein Südtiroler oder ein Salzburger Verein Meister der Kärntner Liga Division 1? Das Rennen ist offen.

In den letzten 20 Minuten schonten sich beide Mannschaften schon etwas für das Entscheidungsspiel, dennoch wurden die wiederum großartigen Fans mit zahlreichen Treffern verwöhnt. Andrea Rezzadore stellte vorerst auf 7:2, ehe den Oilers Salzburg durch Christoph Rud in der 46. Minute der zweite Treffer gelang. Mit einem Doppelschlag binnen einer Minute schraubten Klaus Volgger und Patrick Lanzinger das Score auf 9:3.

In der Schlussphase stellten erneut Klaus Volgger bzw. Thomas Rothböck und Daniel Kübler mit ihren Treffern den Endstand von 10:5 für die Südtiroler her.

Damit steht es in der Finalserie 2:2 und es kommt nun am Samstag, dem 7. März, in Salzburg zum großen Showdown. Nachdem in den bisherigen Spielen immer die Heimmannschaft als Sieger vom Eis ging, müssen die Icebears diese Serie brechen, um sich erneut den Meistertitel der Kärntner Liga Division 1 zu sichern.

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Die Toblacher Fans jubeln und müssen noch einmal zittern.

Wie sehen die Toblacher Spieler die Ausgangslage vor dem Entscheidungsspiel? Wir haben dazu zwei Leistungsträger der Icebears befragt:

Kapitän Klaus Volgger: „Wir fahren am Samstag nach Salzburg, mit dem Ziel, den Meisterpokal mit nach Toblach zu nehmen. Da sicherlich wieder ein Fanbus mitfährt, können wir auf stimmkräftige Unterstützung unserer super Fans zählen.“

Torjäger Matthias Rehmann: „Die Oilers bleiben nach wie vor Favorit, vor allem, wenn sie vollzählig sind. In einem Spiel kann aber alles passieren und es entscheidet in solchen Partien oft, wer den Titel mehr will und natürlich auch das nötige Glück hat. Wir haben in den letzten Jahren genug Erfahrung in Finalspielen sammeln können und wissen auch, wie man solche gewinnt.“

Unsere Einschätzung: In einem fünften entscheidenden Spiel gibt es keinen Favoriten. Der Spielausgang ist offen. Beide Mannschaften haben bisher tolles Eishockey geboten und es wird viel von der Tagesverfassung abhängen. Unseren Nachbarn/Freunden aus Südtirol möchten wir für Samstag nur eines mit auf den Weg geben: „ANDARE A SALISBURGO E PORTARE IL TROFEO!“

Für Spannung ist auf alle Fälle gesorgt und natürlich wird dolomitenstadt.at über dieses Entscheidungsspiel berichten.

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