Die Oilers Salzburg sind Eishockey-Meister

Toblacher Eisbären verlieren Entscheidungsspiel der Division 1 mit 6:5.

„Alles oder nichts“ hieß die Devise für die Oilers Salzburg und die Toblacher Icebears im fünften und entscheidenden Finalspiel der Kärntner Liga Division 1 am 7. März. Und es ging auch vom Start weg gleich so richtig zur Sache. Gerade einmal 27 Sekunden waren in der Salzburger Volksgarten Eisarena gespielt, ehe Oilers-Akteur Rene Tödling schon wieder in der Kühlbox Platz nehmen musste.

Die Toblacher, die auch diesmal von zahlreichen Fans begleitet wurden, nützten die Überzahl eiskalt aus und Topscorer Matthias Rehmann stellte nach einer Minute Spielzeit auf 1:0 für die Gäste aus Südtirol. Doch die Salzburger hatten die passende Antwort parat und glichen bereits kurz darauf durch einen Treffer von Rene Tödling auf 1:1 aus. Auch nach dem Ausgleich waren die Icebears die etwas aktivere Mannschaft, sie belohnten sich in der 7. Minute mit dem erneuten Führungstreffer. Captain Klaus Volgger war zum 2:1 erfolgreich. Die Oilers zeigten sich vom erneuten Rückstand leicht geschockt und hatten in dieser Phase Glück, nicht noch einen weiteren Treffer hinnehmen zu müssen. Mit einer verdienten Führung für die Toblacher, die ein bärenstarkes Eröffnungsdrittel hingelegt hatten, ging es danach erstmals in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt begann gleich mit einer Powerplay-Situation für die Mozartstädter. Und wenige Sekunden bevor Denis Soravia wieder zurück aufs Eis durfte, gelang den Gastgebern durch Daniel Zach der Ausgleich zum 2:2. Die Oilers wirkten von diesem Treffer beflügelt und gingen nach 29 Minuten erstmals an diesem Abend in Führung. David Wechselberger schoss zum 3:2 ein.

Doch die Icebears zogen ihr taktisches Konzept weiter durch und konnten sich wenige Minuten später über den Ausgleichstreffer zum 3:3 freuen. Fabio Alvera war für die Gäste erfolgreich. Danach schlichen sich bei den Gästen ein, zwei kleine Unachtsamkeiten ein und diese wurden von den Oilers prompt bestraft. Zunächst traf Andreas Reisinger zum 4:3 und zwei Minuten vor der Drittelpause nützten die Hausherren eine numerische Überlegenheit eiskalt aus und erhöhten durch Christoph Rud auf 5:3.

Somit musste das allerletzte Drittel in dieser Saison die endgültige Entscheidung bringen. Ein Powerplay-Treffer brachte die Südtiroler nach 49 Minuten wieder zurück in das Spiel. Matthias Rehmann, der mit 76 Punkten (29 Tore/47 Assists) Sieger der Punktewertung in der Kärntner Liga Division 1 wurde, verkürzte auf 5:4. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich die beiden Mannschaften nichts schenkten. Als knapp vier Minuten vor dem Ende Simon Kumposcht das 6:4 für die Oilers gelang, dachten alle bereits an die endgültige Entscheidung.

Dass aber die Icebears ein Löwenherz besitzen und niemals aufgeben, bewiesen sie zwei Minuten vor dem Ende. Davide Farinella brachte seine Mannen auf 5:6 heran. Und als 1:20 Minuten vor der Schlusssirene Oilers Akteur Alessandro Mühllechner auf die Strafbank musste, riskierten die Gäste alles und drängten mit Mann und Maus auf den Ausgleich. Doch die Salzburger Hausherren brachten den knappen Vorsprung über die Zeit und konnten am Ende – sie nahmen das erste Mal an der Meisterschaft des KEHV teil – den Meistertitel bejubeln.

Am Ende jubelten nach dem Finalkrimi in Salzburg die Oilers. Die Eisbären aus Toblach beendeten eine toll gespielte Meisterschaft auf Platz zwei. Foto: Oberhammer
Am Ende jubelten nach dem Finalkrimi in Salzburg die Oilers. Die Eisbären aus Toblach beendeten eine toll gespielte Meisterschaft auf Platz zwei. Foto: Oberhammer

Die Südtiroler waren nach dem Spiel natürlich leicht geknickt, der Ärger verschwand aber bald wieder und man feierte mit den großartigen Fans den Vizemeistertitel. In Toblach und Umgebung wurde die Nacht zum Tag gemacht und mit etwas Abstand zum Spiel sprach Matthias Rehmann einen Tag später von „einer sehr ausgeglichenen Finalserie, in der sich die beiden besten Mannschaften der Kärntner Liga Division 1 gegenüberstanden und bei der jeder Ausgang möglich gewesen wäre“. Wenn man aber die ganze Saison betrachte, hätten sich die Oilers Salzburg den Meistertitel verdient. Auf jeden Fall sei das Finalspiel eine tolle Werbung für das Eishockey gewesen.

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