Drei Iseltaler Häuptlinge auf dem Kriegspfad

Im Kugelhagel der Abwehrkämpfer: Hermann Kuenz und Ingrid Felipe.

Sie reiten heftige Attacken gegen Hermann Kuenz und Ingrid Felipe – die Bürgermeister Anton Steiner (prägraten), Dietmar ruggenthlaer (Virgen) und Andreas Köll (Matrei). Fotos: Dolomitenstadt
Sie reiten heftige Attacken gegen Hermann Kuenz und Ingrid Felipe – die Bürgermeister Anton Steiner (Prägraten), Dietmar Ruggenthaler (Virgen) und Andreas Köll (Matrei). Fotos: Dolomitenstadt

„Man hat uns betrogen wie die Indianer in Nordamerika“ – so sehen die  „Gemeinde-Häuptlinge“ aus Matrei, Virgen und Prägraten sowie viele „Eingeborene“ am derzeit umkämpftesten Fluss Tirols ihre Lage, seit bekannt wurde, dass die gesamte Isel nicht nur als Natura 2000-Zone, sondern auch gleich als „Naturschutzgebiet Osttiroler Gletscherflüsse“ ausgewiesen wird.

Der entsprechende Gesetzesentwurf liegt derzeit zur Begutachtung auf und erhitzt die Gemüter vor allem in Virgen und Prägraten bis weit über den Siedepunkt. Partezettel sind in Umlauf, auf denen Prägraten zu Grabe getragen wird und bei einer Pressekonferenz am 13. März in Lienz legten die Bürgermeister Anton Steiner (Prägraten), Dietmar Ruggenthaler (Virgen) und Andreas Köll (Matrei) stapelweise Unterlagen auf den Tisch, die eines beweisen sollen: wenn dieses Gesetz kommt, geht an der Isel nichts mehr.

Die teilweise von Vereinsfunktionären vorgetragenen Beispiele sind nicht von Pappe: Ob Langlaufloipe in Prägraten oder Eishockeystadion in Huben, ob Schwimmbad in Matrei oder Radweg in Virgen, alles sei in Gefahr, weil in ausgewiesenen Zonen keine Autos mehr fahren dürften und deshalb zum Beispiel Parkplätze bei Freizeitanlagen geschlossen werden müssten.

Schulter an Schulter mit ihren Bürgermeistern: die Vizebürgermeister Anton Hatzer (Prägraten, links) und Wolfgang Gasser (Virgen).
Schulter an Schulter mit ihren Bürgermeistern kämpfen die Vizebürgermeister Anton Hatzer (Prägraten, links) und Wolfgang Gasser (Virgen).

Die zweistündige Pressekonferenz offenbarte viele Details, altbekannte Positionen und einen Sündenbock: VP-Landtagsmandatar Hermann Kuenz, auf den sich der ganze Zorn der drei Bürgermeister entlud. Er und der Kalser Bürgermeister Klaus Unterweger sind seit der Vorlage des Ausweisungsvorschlages einem verbalen politischen Sperrfeuer aus Matrei und Virgen ausgesetzt. Vor allem erhitzen sich die Gemüter an der Tatsache, dass trotz reichhaltigem Vorkommen von „Tamarisken-Mutterpflanzen“ am Kalserbach dort ein 20-Millionen-Kraftwerk möglich sein soll, während man den Virgern und Prägratnern ihr seit Jahren umstrittenes Iselkraftwerk verwehrt, obwohl nach Ansicht der betroffenen Bürgermeister dort kaum ein Tamarisken-Pflänzchen wächst.

Obwohl nur periphär betroffen, macht der Matreier Bürgermeister Andreas Köll in diesem Kampf den Wortführer und teilt einmal mehr kräftig aus: „Bei der ÖVP schließe ich teilweise Umnachtung nicht aus“, poltert der Matreier Bundesrat und sucht den Schulterschluss zur Opposition, vor allem zur Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Kein Naturschutz-Landesrat sei besser gewesen als Blaniks SPÖ-Kollege Thomas Pupp, die grünschwarze Koalition der größte Fehler der ÖVP, der vorgelegte Schutzgebietsentwurf „überschießend“.

Die drei Bürgermeister wollen alle Hebel in Bewegung setzen, um das aus ihrer Sicht drohende Unheil zu verhindern. Im Landtag werden Anträge von SPÖ, FPÖ, Liste Fritz und Impuls (ehemals Vorwärts) erwartet, es werde eine Petition geben, parlamentarische Anfragen von FP-Mandatar Gerald Hauser im Nationalrat und von Köll im Bundesrat.

Die Virger wollen im Fall eines Schadens auf dessen Ersatz klagen. Bürgermeister Ruggenthaler ortet keine Chance für eine weitere Entwicklung und einen „Turbo für die Abwanderung“. Die vom Land als Entwicklungshilfe angebotenen 10 Millionen Euro sind für die Iseltaler Ortschefs bestenfalls Peanuts. Anton Steiner: „Eine Million pro Jahr geteilt durch elf Gemeinden, das sind nur 90.000 Euro pro Gemeinde.“

Was meint Hermann Kuenz zu den Vorwürfen? "Komplett überzeichnet!"
Was meint Hermann Kuenz zu den Vorwürfen? „Komplett überzeichnet!“

Naturgemäß anders klingen die Stimmen der Koalitionsvertreter von Grün und Schwarz. Hermann Kuenz spricht von einer „kompletten Überzeichnung“ und verweist darauf, dass es eine Begutachtungsfrist bis zum 7. Mai gibt. Bis dahin könnten „planliche Unschärfen“ geklärt und viele Bedenken ausgeräumt werden. Kuenz betont, dass nur der Iselfluss in seinem tatsächlichen Verlauf unter Schutz gestellt werde.

Die zuständige grüne Landesrätin Ingrid Felipe lässt Köll & Co. ausrichten: „Bewilligungspflichtig sind in Zukunft im Naturschutzgebiet nur Dinge, die das Schutzgut – nämlich die deutsche Tamariske als Indikatorpflanze – gefährden. Die aufgezählten Beispiele sind unserer Auffassung nach allesamt nicht gefährlich für das Schutzgut.“

Wichtig sei auch die Unterscheidung zwischen „bewilligungspflichtig“ und „verboten“. „Das heißt eben, dass es in manchen Fällen eine Bewilligung brauchen kann. Die BH Lienz ist ein sehr verlässlicher Ansprechpartner in diesen Fällen und hilft sicher weiter.“ Felipe freut sich über alle Rückmeldungen zur Ausweisung und zum Verordnungsentwurf, „die selbstverständlich geprüft werden, wenn sie während der laufenden Frist abgegeben werden.“

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32 Postings bisher
wolf_c vor 3 Jahren

Verletzte Eitelkeiten sind wahrscheinlich die Ursache für diesen Wahnsinn, den die Bürgermeister da veranstalten:

ein Kraftwerk soll nit gebaut werden, na und? ist der Macho halt nicht gewohnt, daß etwas nach einem anderen Willen passiert, und ist also von vornherein letz.

viele Kraftwerke sollen noch gebaut werden, weil: wenn ich es recht versteh, darf

1: der Tauernbach 2: der Kalserbach 3. die Schwarzach

weiterhin zerstört werden, und wegen einem Bach der bleiben soll, regen die sich so auf? Dr Pirkner hat es vor über einem halben Jahr schon so vorausgesehen. Und jetzt frage ich mich:

Wo ist denn da die Diktatur? Sind die deppert?

G_J_Hahne vor 3 Jahren

Häuptlinge!

Da ich einem anderen Indianerstamm angehöre und immer wieder in Euren Jagdgründen unterwegs bin, fallen mir doch einige Dinge auf, zumal die Rauchzeichen der Zivilisation sich heutzutage bis in weit entlegene Gebiete verbreiten.

Stell Dir vor, die Pferde und andere Tiere Eures Stammes könnten wieder wie zu Indianer Zeiten Wasser aus der Isel saufen, bei der Wasserkraft wäre die Wasserentnahme für Mensch und Kreatur (Landwirtschaft) verboten. Die Indianer- Häuptlinge sind wohl doch keine echten Häuptlinge, sieht eher nach Wasserhäuptlingen aus. Hätten die Häuptlinge auch mal ihre Medizinmänner zu ihren Beschlussrunden befragt, wäre es vielleicht gar nicht erst zu diesen Wasserabgründen gekommen. So ist das, wenn man Land auf Land ab, den Leuten Bären aufbindet, von den Segnungen der Wasserkraft (Feuerwasser?) und die Risiken verschweigt! Nun haben aber die Oberhäuptlinge zugunsten der Naturreservate entschieden und nicht für die Wasserentnahme. Und was machen die Wasserhäuptlinge? Sie kämpfen ihren aussichtslosen Kampf weiter! Jetzt wollen sie gar alle Schutzgebiete niederreißen, wenn dann nicht bald die Bleich-gesichter kommen und ihre Besitzansprüche anmelden. Armes Virgental!

Stell Dir vor, die Wasserhäuptlinge hätte es gar nicht gegeben, Friede und gute Nachbarschaft wäre in den Tälern, Zelten und Familien. - Ist es so? Das Naturreservat wäre Naturreservat mit oder ohne Titel geblieben.

Aber es gibt diese Wasserhäuptlinge und nun kommt mal klar damit, kein einfacher Weg.

Weise Häuptlinge würden nun zur Friedenspfeife greifen, aber Wasserhäuptlinge...?

Nicht einfach für all jene, die in solch einer Naturidylle leben, unter diesen Häuptlingen. Vermehrt könnten Indianer anderer Stammeszugehörigkeiten auf die Idee kommen, ihren Aufenthalt bei echten Häuptlingen, in anderen Naturreservaten, zu verbringen!

Vielleicht sollte man tatsächlich den Ältestenrat mal wieder befragen!

NaturPur-YeahYeahYeah vor 3 Jahren

Sehr guter Beitrag gletscherfloh, darüber sollten die ganzen (wohl eher dummen) "Rebellen" und "Ignoranten" mal nachdenken und aus der gegebenen Chance das Beste machen versuchen. Aber ewig Gestrige kann man wohl nicht für die Zukunft mit Veränderungen (und das können ja auch Verbesserungen sein) begeistern, am besten man läßt alles ewig gleich, aber dann wären wir wohl noch in der Steinzeit...

promi vor 3 Jahren

Danke Gletscherfloh, ich hoffe es denken doch noch viele Virgentaler so wie du und tun das jetzt auch kund. BM Ruggenthaler hat sehr viel positives für Virgen erreicht, aber hier hat er sich einfach verrannt, wenn er nicht zur Vernunft kommt wird wohl der Wähler eine Veränderung bringen müssen.

spitzeFeder vor 3 Jahren

@ gletscherfloh

Ich kann deinen Ausführungen zu 100% zustimmen. Schade, dass nicht mehr solche - wohlüberlegte und gut durchdachte - Beiträge zu dieser Thematik kommen.

gletscherfloh vor 3 Jahren

Da werden wohl in Zukunft in Prägraten und Virgen die Loipen mit Pferd und Skier gespurt und das halbe Fußballfeld in Huben mit der Sense gemäht werden müssen...

Man möge mir diese bittere Ironie verzeihen...aber als Virgentaler, der zwar seit vielen Jahren außerhalb arbeitet, sich jedoch seiner Heimat noch immer sehr verbunden fühlt, blutet einem das Herz. Ängste werden bewusst geschürt, die Einwohner sind verunsichert und der aggresive Unterton nimmt sowohl bei den Lokalpolitikern als auch bei der Bevölkerung zu. Die Folgen: Hass, Neid, Intoleranz gegenüber Andersdenkenden.

Egal wie man zu Natura 2000 stehen mag, die Behauptungen, dass die Bauern nicht mehr düngen dürfen, dass bei Freizeiteinrichtungen nicht mehr geparkt werden darf oder dass Loipen nicht mehr gespurt werden dürfen dienen offensichtlich dazu, mit der "Mia seim mia und oll wos fa außn iaha kimmt isch letzt"-Mentalität die betroffene Bevölkerung zu instrumentalisieren.

Wohlgemerkt: Auch ich bin der Meinung, dass die Kommunikation der Tiroler Landesregierung in dieser Sache war schlichtweg katastrophal und die so notwendige Einbindung der Bevölkerung nicht vorhanden war und ist. Ein Musterbeispiel, wie man es nicht machen darf! Aber es muss der Blick auch nach vorne gerichtet werden. Anstatt weiter Schimpftirade von sich zu geben, sollte man sich jetzt Gedanken über Projekte machen, um so viel Fördergeld wie möglich lukrieren zu können.

Noch ein paar Gedanken zu den Argumenten, die immer wieder vorkommen...

Übernachtungen: Vielleicht schon einmal daran gedacht, dass es ohne dem Nationalpark vielleicht noch schlimmer hätte kommen können? Es haben sich einfach Anfang der 90er Jahre die Reisegewohnheiten (Pauschalreisen, Billigflüge) derart verändert, dass der Tourismus nicht nur im Virgental extrem zurückgegangen ist. Doch wenn ich mich mich in meinem Freundeskreis so umschaue (30 bis 45 Jahre alt und gut ausgebildet) geht der Trend jetzt eindeutig wieder in die andere Richtung: Natur, Entspannung, Berge, gutes Essen usw. Die Erfolge des Servus-Magazins oder Landlust kommen nicht von ungefähr...

Abwanderung, Arbeitsplätze: Aufgrund der Abgelegenheit werden sich - wie in den vergangen Jahren - auch in Zukunft keine größeren Betriebe in Prägraten und Virgen ansiedeln. Und ganz ehrlich: Wieviele Arbeitsplätze wären durch das Kraftwerk enstanden? Chancen sehe ich für Firmen, die nicht auf gute Erreichbarkeit angewiesen sind, wie z.B. in den Bereichen Marketing/Werbung, Kreativwirtschaft, IT oder Forschung. Voraussetzung dafür wäre aber eine schnellere Internet-Anbindung (Glasfaser). Und habt Ihr euch vielleicht schon einmal darüber Gedanken gemacht, dass es sicher nicht wenige gut ausgebildete Prädinger, Virger und Matreier gibt, die gerne wieder zurück in die Heimat kommen würden, sich dies aber wegen des derzeit im Tal vorherschenden Klimas doch anders überlegen könnten?

Intoleranz gegenüber Unbekannten: Schlagzeilen wie "Hasstiraden gegen Asylwerber", "Plakate gegen Asylwerber" oder "Bürgermut stoppt Asylflut-Plakate – Polizei musste ausrücken" sind für einen Ort der fast ausschließlich vom Tourismus lebt schlichtweg katastrophal. Einige wenige haben es wieder geschafft, dass der gesamte Ort als ausländerfeindlich abgestempelt wird. Ich bin aber vom Gegenteil überzeugt! Wenn nur nicht die Angst vor dem Unbekannten so groß wäre...denkt vielleicht auch mal daran, dass Eure Eltern, Großeltern, Urgroßeltern im zweiten Weltkrieg notleidende Kinder und Erwachsene aufgenommen haben, obwohl es ihnen selbst nicht gut ging und sie auch ihre eigenen Kinder versorgen mussten...

Meine Heimat hat für mich immer Geborgenheit bedeuted, Nachbarschaftshilfe wurde gelebt, der Zusammenhalt in der Gemeinde und in den Vereinen war groß. Quo vadis, Virgental?

motinga vor 3 Jahren

No amol @Fb du ig glab da Dr. Retter isch longsom draufkemm dass er bschissn und ausgenutzt woan isch. Deswegn heat min nix mea fi ihn zi da gonzn Soche!!!

motinga vor 3 Jahren

@fb vagiss dos! Die sa hetz gonz still denn die Geister die sie riefen werdns hetz nimma los!!! Tamariskenschutz wo koane hent und a Kraftwerk wo se in Massn viakemmnt! Wie will da Retta dos erklean???

fb vor 3 Jahren

Würde eine Stellungnahme, Erklärung von Dr. Retter zum Thema "mögliche Auswirkungen der Ausweisung: Naturschutzgebiet Osttiroler Gletscherflüsse" sehr begrüßen. Auch, ob es diese Art der Ausweisung in diesem oder ähnlichen Umfang sonst noch wo in Österreich gibt, und nicht zuletzt, was er zur Aussparung des Kalserbaches unter dem Aspekt "Tamariskenvorkommen" hält.

Ich denke, dass Dr. Retter zumindest etwas Objektivität einbringen könnte.

Mottinger vor 3 Jahren

@ Holzwurm: Die Schitzn wamma sicha it geign die Schwarzen und Grünen „da oben und da draußen mobilisieren“, wie du gemeint hast. Aber eines sollte denen da draußen (und dem Kuenz herinnen...) klar sein, was die Widerstandskraft und den Durchhaltewillen der Iseltaler gegen Diktaturen und ungerechte Behandlung betrifft, das haben wir aus unserer Geschichte und der unserer Freiheitskämpfer gelernt: Als mehr als 5000 Franzosen im Dezember 1809 letztendlich Matrei besetzten, 22 Geiseln und Anführer in der Region erschossen, waren sie vorher mehrmals von wenigen hundert Iseltalern über das gleichnamige Tal hinausgetrieben worden. Das waren die letzten Kampfhandlungen auf Tiroler Boden überhaupt, während alle anderen schon aufgegeben hatten. „Bis zur letzten Patrone“ sozusagen (laut heutiger Diktion WK-Präsident Leitl...), in der Schlacht vom „Aineter Bergl.“ Das zwang die erdrückende französische Übermacht unter General Broussier dann sogar, „mit den kriegführenden Gemeinden des Iseltales“ einen „Separatfrieden zu Unterpeischlach“ abzuschließen, da diese noch immer nicht aufgeben wollten...

Heute werden Kämpfe für die Heimat, z.B. gegen überbordende Naturschutzdiktatur und Fremdbestimmung Gott sei Dank nicht mehr mit Waffen und „Kugelhagel im Abwehrkampf“ (laut heutiger Diktion Dr. Pirkner...) geführt, sondern mit zur Verfügung stehenden, friedlichen Mitteln, allerdings mit allem, was eine Demokratie und ein Rechtsstaat eben so hergeben... Eines muss denen „da draußen“ und einigen wenigen „herinnen“ daher klar sein, an der Mentalität der Iseltaler haben 200 Jahre überhaupt nichts geändert: Aufgeibn temma an Brief, soulongs nou a Poschtamt in Oschtiroll gib!!!

chiller336 vor 3 Jahren

@ randnotiz: hab ich was verpasst? in dem artikel gehts doch um die ausweisung der (fast) gesamten isel zum natura 2000 gebiet und die entrüstung darüber? heisst also für mich, dass vorwiegend die gemeinden prägraten, virgen und matrei betroffen sind - zumindest regen sich die bürgermeister derselben über das alles auf. also bitte äpfel äpfel sein lassn und birnen birnen .... was die kalser machn is wieder a andere gschichte und kann vielleicht in einem der nächsten artikel diskutiert, beschimpft, zerpflückt etc werden ;-)

Iseltaler vor 3 Jahren

Stichworte Piz val Gronda und Lech: Habe mir die Mühe gemacht, einmal die Zonierungskarten für Natura 2000 in Nordtirol genau mit den unseren zu vergleichen. Während es bei uns aus reiner Willkür und politischen Gründen immer „die ganze Isel“ sein muss, auch dort, wo überhaupt keine Tamarisken sind, dürfen es am Piz val Gronda drei, offenbar genau von Felipe abgesprochene Inseln sein und am Lech sogar über zwanzig, damals sicher auch mit den Bürgermeistern genau abgesprochene „Inselausweisungen“! (in Osttirol wurden von Felipe offenbar nur die Inselausweisungen in Kals mit nur einem Bürgermeister abgesprochen...)

Während in Nordtirol der gesetzliche Gletscherschutz einfach aufgeweicht wird (Ötztal-Pitztal), Schutzgebietsgrenzen einfach aufgehoben werden und Hubschrauber sogar in Ruhegebieten zu Kraftwerksbauzwecken (!) fliegen, dürfen bei uns auf den Gletschern des Nationalparks nicht einmal die Bergretter - als einzige in ganz Österreich -zu Übungszwecken fliegen, im Unterschied zu Salzburg und Kärnten! Jede Viehbergung mit dem Hubschrauber wird in diesem Lande bezahlt, während die Menschen auf der Strecke bleiben: Und wir Iseltaler sollen die ständigen „Bauernopfer“ derartiger schmutziger Deals von Grün-Schwarz sein?

Gute Nacht OEVP vor 3 Jahren

@sewasche Af se wasche (woll fahlt) gehts am beischtn in Dialekt: Bisch woll a oana ve dei Bauernbund-Schtrategen in Oschttirol, dei die ÖVP sou longe reduzieren wellent, bis lei mehr Farmer und de Silke hintn bleiben? Des isch woll genau des, wos da Köll Anda mit „teilweiser Umnachtung nicht auszuschließen“ gemoant hot! In Bürgermoaschta der zweitbeischtn „ÖVP-Gemeinde“ Tirols be da leischtn Lontogswohl in Austritt noheleign, des kun woll lei ausn Kuenz-Umfeld im Oubalond kemm. Fahlts Da? Es gib sicha a in Tirol wieda amol bessare Zeitn fa die ÖVP, wenn sem a Politik fa die Leit und it dageign gemocht weard! Do brauchsche lei in Bund ze schaugn, dei Steuerreform passt gonz guet...

Randnotiz vor 3 Jahren

@ chiller336: Du hast den dezenten Hinweis von Virgentalerin wohl nicht verstanden: Die Pro-Kopfverschuldung der Gemeinde Kals ist schon jetzt wesentlich höher, als die von Matrei! Und jetzt sollen noch einmal 19 Millionen Euro für ein zweites Gemeindekraftwerk -mitten im schönsten Tamariskengebiet dazukommen? Ob es da nicht ein Geheimabkommen des Kalser Bürgermeisters mit der TIWAG gibt, der bereits einmal ein Kraftwerk in diesem Bereich abgelehnt worden ist? Vielleicht fragst du ihn mal?

VirgentalerIn vor 3 Jahren

@ exilosttiroler: Danke für den Hinweis auf die homepage von Netzwerk Wasser Osttirol, www.wasser-osttirol.at, das erscheint mir sehr wichtig! Abgesehen von den Hasstiraden von Retter & Co gegen unsere gewählten Iseltaler Bürgermeister ist in den letzten Beiträgen dort etwas viel Spannenderes zu erkennen: Anhand der Tatsache, dass die NGOs den Kalser Bgm. Unterweger und dessen Kraftwerksaktivitäten sogar verteidigen, wird völlig klar, dass die Verschwörungstheorie über den „Kalser Bauernbund-Deal“ keine Theorie ist, sondern knallharte Realität! Die Grünen und die NGOs sind nicht Beobachter oder gar Kritiker dieses Deals, nein sie sind Teil desselben: Nur dadurch lässt sich die auffallende Zurückhaltung von Retter & Co erklären! Es ist nie um die Tamarisken gegangen, sondern immer nur darum, ein Kraftwerk an der Oberen Isel zu verhindern, koste es, was es wolle : Diese ist als österreichweit hochstilisiertes Symbol und „Flußjuwel“ natürlich wichtig für das politische Überleben von Landeshauptfrau Felipe und damit den Fortbestand der grün-schwarzen Koalition in Tirol. Da spielt es keine Rolle, wenn es im Oberen Iseltal (mit nicht einmal 1%) fast keine Tamarisken gibt und am Kalserbach 45 % aller in Osttirol vorkommenden!!!

Dies unterstreicht auch der, von der Landesregierung gewählte Weg, vor der Natura 2000-Nachnominierung noch schnell einmal ein Naturschutzgebiet „Osttiroler Gletscherflüsse“ zu verordnen, ein Schutzgut und Schutzzweck, den es nicht nur im Tiroler Naturschutzgesetz (§ 21) nicht gibt, sondern der vor allem europarechtlich nicht eingemahnt worden ist: Der EU geht es nämlich nur um die ausreichende Unterschutzstellung des Lebensraumtyps 3230 „Alpine Flüsse mit Ufergehölzen von Myricaria Germanic“', da sollten natürlich Tamarisken vorkommen, aber es muss kein Gletscherfluß sein, wie z.B. der Tagliamento in Friaul oder auch der Lech in Nordtirol... Der EU geht es also nicht darum, Wasserkraftwerke dort zu verhindern, wo es (fast) keine Tamarisken und den LRT 3230 nicht gibt. Es geht ihr aber sehr wohl darum, Verschlechterungen für diesen Lebensraumtyp und das Schutzgut ab dem Zeitpunkt zu verhindern, ab welchem die Tatsache eines entsprechenden Vorkommens in einem bestimmten Gebiet bekannt ist, d a s ist das Verschlechterungsverbot: Da geht es dann nicht, mitten im wertvollsten Tamariskenwald einfach noch einmal schnell ein Kraftwerk zu bauen und darauf zu hoffen, dass von der EU - nach Überprüfung der Nachnominierung - nur mehr das eingefordert wird, was noch „übrig“ ist!!! Die grün-schwarzen Strategen haben zwar lange über diesen Weg nachgedacht, der aber europarechtlich am Piz val Gronda ebensowenig funktionieren wird, wie bei einem zweiten Kraftwerk am Kalserbach: Der Freistaat Bayern wurde genau für so eine Vorgangsweise im Jahre 2006 vom EuGH verurteilt und mit Haftungsfolgen konfrontiert: Aufgrund der Umsetzungs- und Treuepflicht ergibt sich für alle Mitgliedsstaaten die Verpflichtung, nicht nur in potentiellen Natura 2000-Gebieten keine Eingriffe zuzulassen, sondern mit nationalem Recht auch alle Maßnahmen zu ergreifen, um solche Eingriffe zu verhindern (z.B. Rechtssache C-244/05 laut unserem Anwalt). Man darf also keine vollendeten Tatsachen schaffen, die geeignet sind, die Erfüllung der vertraglichen Pflichten in einem bestimmten Gebiet unmöglich zu machen. Wird noch mal ganz spannend, ob sich Grün-Schwarz und die weisungsgebundenen Beamten des Landes das wirklich trauen, im europarechtlichen Spannungsfeld Virgental : Kalsertal....

chiller336 vor 3 Jahren

@ virgentalerin ganz richtig - vergleiche mit hochverschuldeten gemeinde sind ja wohl nicht vom tisch zu weisen ... siehe griechenland vs matrei .... zum thema ernsthafte diskussion kann ich leider nur müde lächeln, denn es ist sinnlos, sich über bereits so gut wie entschiedene tatsachen wegen irgendwelcher lösungen den kopf zu zerbrechen bzw darüber zu diskutieren - es wird sein wie es eben ist und das ist wohl auch zu akzeptieren, da könnts im iseltal lagerfeuer und powwow`s machen soviels wollts .... steckts euch lieber das calumet an und machts das beste aus der situation... und die indianer nordamerikas können weiterhin ihre kultur leben und sagen auch nicht nein zu den annehmlichkeiten der zivilisation und seien`s große autos, fernseher und meinetwegen auch feuerwasser - UND niemand von denen würde heute mit dem verkauf von büffelfleisch und fellen überleben .... und zum thema abwanderung werd ich mich jetzt nur soweit äussern, als das eine eben solche ohnehin durch mangelnde möglichkeiten einer gewollten berufsauswahl oder dementsprechend niedrigerer entlohnung als in anderen bundesländern zustande kommt. by the way - ich wüsste jetzt nicht was eine freie meinung mit charakter zu tun hätte .... bin oba a koa iseltaler ;-)

sewasche vor 3 Jahren

@exilosttiroler: Mit dem Gedanken des Parteiaustrittes sollte sich in erster Linie Andreas Köll befassen und nicht andere vorschicken, die für ihn zurücktreten. Offensichtlich fühlt er sich in der "umnachteten ÖVP" nicht mehr wohl. Vielleicht schließt er sich ja der neuen Partei "Impuls Tirol" an, die sucht ja dringend Nachwuchs ...

VirgentalerIn vor 3 Jahren

@chiller 336: Verächtlichmachung statt sachlich ernsthafter Diskussion? Sagt viel aus über den Charakter eines Menschen, maybe the new green style? Die Yankees (Synonym für Nordstaatler) haben sich auch zuerst über die nordamerikanischen Indianer lustig gemacht, bevor sie sie nur mehr belogen und betrogen haben! Der Weg zum Naturreservat mit der höchsten Abwanderungsrate Tirols ist jedenfalls nicht mehr weit: Augen auf!

Was die in der GD Umwelt in Brüssel oder beim Europäischen Rechnungshof in Luxemburg zum „Kalser Bauernbund-Deal“ sagen, werden wir hören und sehen: Eines ist aber jetzt schon sicher, sie werden nicht lachen! Und für Vergleiche mit Griechenland bieten sich zuallererst wohl Gemeinden an, die schon jetzt (also noch vor dem zweiten Kraftwerksbau im Tamariskenwald) die höchste Pro-Kopf-Verschuldung Osttirols haben...

exilosttiroler vor 3 Jahren

@sewasche Schauen sie sich einmal an welcher Partei der BGM von Virgen angehört. Sie werden staunen. Eigentlich sollte man sich informieren bevor man falsche Fakten verbreitet. @skepsis man braucht sich nur den Verordnungsentwurf anschauen und die erläuternden Bemerkungen. Dann erübrigt sich die Feststellung was möglich sein soll wenn das nicht drin steht und damit ausgeschlossen ist.

Randnotiz vor 3 Jahren

@ Holzwurm: Derart absurde Verbotstheorien werden uns immer nur von grünen Zynikern unterstellt, die jedoch einen sachlichen Diskurs über harte Fakten scheuen! Beim Nationalpark haben Retter & Co. auch eine ebenso rosige wirtschaftliche wie touristische Entwicklung versprochen und den „sanften Weg“ als absolute Zukunftschance prophezeit: Wo wäre denn unsere Region heute, mit einem nur sanften Sommerhalbjahr im Nationalpark, ohne technisierten Winter- Alpinschitourismus in St.Jakob/St.Veit i.D. oder Matrei/Kals, jetzt 25 Jahre später? Aber noch immer trifft man auf vereinzelte Romantiker und Träumer die glauben, wenn man eine Landschaft unter besonders strengen Schutz stellt, dann kommen die Gäste in Scharen! Warum ist es dann in Prägraten und Virgen touristisch so, wie es seit dem Nationalpark ist, mit bis zu minus 70 Prozent bei den Übernachtungen? Und erzählt uns nicht wieder, dass dies nur an der Einstellung der Bevölkerung zum Nationalpark liege: In der Nationalparkgemeinde Dölsach, wo diese Einstellung doch anscheinend gut passt, ists noch schlimmer, dort hat man fast 80 Prozent der einstigen Übernachtungen verloren! In einem durchschnittlichen Jänner „produziert“ Matrei bis zu 34.000 Übernachtungen, Dölsach kam letzten Winter im Jänner gerade einmal auf knapp 300... Trotzdem möchte uns der Kuenz ständig erklären, wie „richtiger“ Tourismus funktioniere!

skepsis vor 3 Jahren

Schade, dass es keinen Thenius mehr gibt. Der hätte dort schon längst einen Radweg gebaut und für Betreuungsarbeiten sollte man wohl auch noch im Naturschutzgebiet reinfahren dürfen, was soll denn dieser ganze Unsinn. Und auch ein Loipengerät wird noch fahren dürfen, es muss in solch einem Gebiet auch noch Platz für den Menschen da sein, solange sich der Mensch dort umweltschonend aufhält. Also bitte keine Hektik verbreiten, denn eigentlich gehts den Bürgermeistern doch immer noch um die sinnlosen Kraftwerke, die jetzt endgültig sterben dürften. Schade ist nur, dass am unteren Kalser Bach offenbar die Natur nichts wert ist, warum verstehe auch ich nicht, wahrscheinlich haben die Grünen hier wohl tatsächlich nachgeben müssen, dafür habens die Kalkkögelverbauung verhindern "dürfen", was natürlich auch ein Sieg der Natur ist.

chiller336 vor 3 Jahren

hoffentlich verfolgen nicht zuviele leute von auswärts dieses kasperltheater mit sitting bull, winnetou und haar ober der lippe haha .... oder sinds gar die 3 heiligen aus dem gesternland?? kasperl, möchtior und balthamastan?? könnte durchaus sein dass wir die nächste lachnummer in der eu werden ... nach griechenland .....

sewasche vor 3 Jahren

Wenn die drei Bürgermeister der Meinung sind, dass in der ÖVP Umnachtung vorherrscht, warum tritt dann niemand von ihnen aus dieser Partei aus? Gibt es etwa keine(n) mehr aus der zweiten Reihe, den man zum Rück- oder Austritt bewegen kann?

VirgentalerIn vor 3 Jahren

@ e ist mc2: Wer hat das mit dem Radfahren und Langlaufen behauptet? Es geht um einen zeitgemäßen Ausbau des Radwegenetzes auch im Iseltal, Defereggental und Virgental, von St. Johann einwärts, natürlich in Asphalt, wie am Drautalradweg im Oberland und Lienzer Talboden selbstverständlich! Es geht um dessen laufende, ökonomische Betreuung und Erhaltung mit Kraftfahrzeugen. Diese dürfen auch von Raftern und Fischern nicht mehr benützt werden, das heißt, Boote und Ausrüstung meilenweit über die Bundesstraße tragen! Und natürlich ist Langlauf und Schiwandern weiterhin möglich, aber versuchen Sie mal, ohne Einsatz von Loipengeräten oder Skidoos mit Gleitbrett - und das sind halt einmal Kraftfahrzeuge - ein Tiroler Loipengütesiegel zu erhalten? Da nützt Biodiesel gar nichts, so wie es auch beim sinnlosen 100er von Grün-Schwarz auf der Inntalautobahn keinerlei Ausnahmen für Elektroautos gibt!

Aber Sie, Felipe und „der beste Vertreter der Osttiroler Bevölkerung aller Zeiten“ Kuenz, der - so wie Pressesprecher Aigner - einfach lügt, ohne rot zu werden, haben sicherlich eine biologische Alternative zur mechanischen Loipenpräparierung: Persönliches „Loipentreten,“ ohne dabei Spurrillen oder Skatingstraßen zu hinterlassen? Die schaffen es tatsächlich, nach dem Sommertourismus mit dem Nationalpark (in Prägraten seitdem ein Nächtigungsminus von fast 200.0000 auf 60.000 !) auch noch den derzeit gut funktionierenden sanften Wintertourismus „hinzumachen“. Damit ist der Kuenz auch im Tourismusverband rücktrittsreif, was ja kein Problem darstellen sollte, da er selbst „Politik raus aus dem TVB“ gefordert hat... Und dem, sich völlig uninformiert gebenden Felipe-Sprecher Aigner sei ins Stammbuch geschrieben: Das Verschlechterungsverbot gilt gegenüber dem Schutzgut und nicht gegenüber dem bisher möglichen Einsatz von Kraftfahrzeugen auf Uferbegleitwegen! Wenn in der Naturschutzgebietsverordnung ein diesbezügliches Verbot steht - was im, von Felipe ausgesendeten Entwurf unbestreitbar der Fall ist und von Kuenz als „keine Beeinträchtigung“ verteidigt wird, dann wird das natürlich auch unter Strafe exekutiert. Das hat nicht das Geringste mit dem EU-„Verschlechterungsverbot“ zu tun!

Wollt Ihr uns Iseltaler wirklich für so blöd verkaufen?

holzwurm vor 3 Jahren

Vielleicht sollte man überlegen, gegen die Schwarzen und die Grünen da oben und da draußen die Schützen zu mobilisieren. Die hatten nämlich auch schon im vorigen Jahrhundert einen Rechnerausfall, so wie die BM Köll, Hauser und Konsorten und haben seither auch kein Update mehr zustande gebracht. Als Begründung für die Aktivierung der Schützen könnte man ja verbreiten, dass Natura 2000 den Pulverdampf bei der Fronleichnamsprozession verbietet.

mitlaeufer vor 3 Jahren

"Turbo für die Abwanderung" :) Wohl wahr! Die jungen Indianer, die das Reservat verlassen, wollen trotz ihrer kulturellen Wurzeln Teil einer modernen Gesellschaft werden. Sie erkennen, dass sie auch ohne Kopfschmuck und Marterpfahlumtanzung Indianer sind und dass es sich im offenen Austausch mit anderen Stämmen ganz gut leben lässt. Einen Häuptling brauchen sie nicht.

Diese Häuptlinge verstehe wer wolle, sie dürfen in einer ursprünglichen Natur ihre Kultur aufrecht erhalten und den Gästen ihre Rituale vortanzen und sehnen sich doch nach Dampfross und Feuerwasser. Irgendwie schade, dass sie aussterben. Kämpft weiter stolz für euer Volk, oder für wen auch immer..

Howgh

e ist mc2 vor 3 Jahren

Kann mir mal jemand sagen, warum man in einem Naturschutzgebiet nicht mehr am Radweg mit dem Rad fahren darf? Oder auf einer Langlaufloipe Langlaufen. Das eine schließt doch nicht das andere aus. Ein Naturschutzgebiet soll doch für Pflanzen, Tiere und den Menschen in umweltfreundlicher Form nutzbar sein. Und wenn dann mal die Loipe gezogen werden muss, wird das wohl genehmigt werden, muss man halt mit Biodiesel fahren.

Und dass verschiedene bestehende Zufahrten zu einigen Sportanlagen nicht mehr benützbar wären, naja..........darüber denke ich jetzt gar nicht weiter nach, was solche Aussagen wieder bringen.... Ist das also alles wieder nur geschriebener Unsinn oder halt Panikmache?

exilosttiroler vor 3 Jahren

@blabla. Bevor man so viel Blödsinn verbreitet sollte man sich informieren. Da kann man bei Netzwerk Wasser Osttirol den Verordnungsentwurf lesen. Ebenso die erläuternden Bemerkungen. Da sieht man, dass das was Kuenz sagt nicht mit dem überein stimmt was im Entwurf steht und nicht die Buergermeister Panik verbreiten sondern Kuenz entweder nicht weiß, was im Entwurf steht oder er schlichtweg nicht die Wahrheit sagt. Es wird in den erläuternden Bemerkungen auch ausgeführt, dass landwirtschaftliche Nutzung sehr eingeschränkt zu betrachten ist und bei Genehmigungen Alternativen zu prüfen sind. Es steht im Verordnungsentwurf nicht, dass die bisherigen Formen der Benutzung erlaubt bleiben, wie Kuenz behauptet. Vielleicht kann Bstieler den Schotter alternativ mit dem Schubkarren heraus transportieren. Interessant ist auch die Bemerkung, dass die zukünftigen Verfahren im Naturschutzgebiet keine zusätzlichen Kosten für die Behörde verursachen werden. Wer die österreichische Verwaltung kennt,weiss dass das ein Wunsch ist. Was kosten zusätzliche Gutachten, Gutachterstunden,Verhandlungsstunden und Stunden bei den Verwaltungsgerichten? Was für Kosten auf die ortsansässigen Bevölkerung und Wirtschaft zukommen,wird im Verordnungsentwurf gar nicht angeführt. Durch zusätzliche Verfahren steigen auch die Lebenshaltungskosten sowie die Kosten für Wirtschaftsbetriebe. Wirtschaftsbetriebe stehen aber leider in Konkurrenz zu anderen, die diese Kosten nicht haben. Wirtschaftsberater können deshalb Betrieben eigentlich nur abraten sich in dieser Region nieder zu lassen. Leute in der Region wissen, wie die BH Lienz in Naturschutzangelegenheiten entscheidet und vor dem muss man Angst haben. Wichtig ist aber, dass man die Verordnung und die Bemerkungen sinnerfassend lesen kann. Interessant in diesem Zusammenhang auch was das Naturschutzgesetz zu einer Verordnung eines Naturschutzgebietes sagt. Es kann ein Gebiet wegen seltener Pflanzen oder Tiere als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Jedoch nicht ein Gewässer als solches.

Ar m vor 3 Jahren

@blubla Solltest Dir zuerst mal die Pläne auf Deinem Gemeindeamt anschauen, dann die Funktion Deiner Hirnzellen überprüfen (lassen) und diesen erst dann befehlen, den Mund aufzumachen! Bist wohl auch ein Opfer der bisherigen Informations- und Bürgerbeteiligungspolitik der grün-schwarzen Drüberfahrregierung und dieser dafür auch noch dankbar?

Randnotiz vor 3 Jahren

Die nächste Lüge, es wäre nur Öffentliches Wassergut betroffen! Das ist wohl das, was der Kuenz unter „planlichen Unschärfen“ versteht? Da sich die Isel in ihrem Oberlauf oft ein neues Flussbett außerhalb des Wassergutes gesucht hat, sind vielfach auch private Grundstücke von der Ausweisung laut aufgelegtem Zonierungsplan betroffen: Landwirte, Agrargemeinschaften (z.T. Gemeindegut), Gemeinden, Betriebe, usw. usw. Im Unterlauf haben wieder nicht wenige Bauern nach den Hochwässern 1965/66 dem Baubezirksamt Lienz kostenlos viele Hektar an Grundflächen für den neuen Iselverlauf zur Verfügung gestellt: Da man Öffentliches Wassergut (oder Rechte darauf) seit 1934 nicht mehr ersitzen kann, haben die Bauern im Gegenzug von Alfred Thenius schriftliche Nutzungsrechte auf Teilflächen ihrer früheren Grundstücke eingeräumt bekommen, z.T. sogar in Form von Pachtverträgen: Und dort soll jetzt ein Naturschutzgebiet werden, das laut Kuenz „so gut wie keine Auswirkungen haben wird...“ Wollen wir mal sehen, wie viele Osttiroler Bauern, die allesamt schon einschlägige Erfahrungen mit der Naturschutz-, AMA- und EU-Bürokratie haben, das diesem Kuenz glauben werden? Auch für viele Osttiroler Anwälte werden das interessante Rechtsfragen!

Die spannendste Frage bleibt aber immer noch, ob man einer ganzen Region - aus reiner politischer Willkür heraus - einfach ein Naturschutzgebiet auch dort „aufs Auge drücken“ kann und darf, wo das behauptete Schutzgut überhaupt nicht vorkommt?

Der Kuenz hat da sicher sofort wieder eine Antwort, „im Interesse des Landes!“

Ornithologe vor 3 Jahren

Ich glaube, der Kuenz und die Felipe wissen nicht mehr, wovon sie sprechen, was sie verordnen wollen und was sie zoniert haben! Jetzt liegt es auf dem Tisch: Im Unterschied zum Kalserbach, wo sich 45 Prozent aller Osttiroler Tamarisken befinden, aber nicht einmal die Hälfte dieses Schutzgutes ausgewiesen werden soll, befinden sich an der Isel zwischen Prägraten und Huben nicht einmal 1 Prozent des Schutzgutes an Deutscher Tamariske: Dort soll aber alles ausgewiesen werden und zwar nicht nur der Flussverlauf selbst, sondern auch das gesamte benachbarte Öffentliche Wassergut. Auf diesem liegen z.B. die Zufahrt und die Parkplätze für das Eishockeystadion Prägraten, etwa die Hälfte aller Langlaufloipen in Virgen und Prägraten, die Zufahrt und die Parkplätze für die Rodelbahn „Würfelehütte“ in Virgen, ein Teil der Zufahrt zum Beachvolleyballplatz und Parkplätze für das Freischwimmbad Matrei (sogar in Richtung Tauernbach!) sowie die Zufahrt, die meisten Parkplätze (werden auch für Eishockey gebraucht) und als Draufgabe sogar ein Teil des Fußball -Hauptspielfeldes der Sportunion Huben!

Was das alles in einem Naturschutzgebiet zu suchen hat, in dem es vieles, aber nur keine Tamarisken gibt, sollen uns Felipe und Kuenz einmal erklären? Haben die etwa die Pläne nicht angeschaut und den Verordnungstext, glauben die wirklich, dass Iseltaler nicht lesen können, oder belügen sie uns einfach schon wieder? Warum trauen sich Felipe und Kuenz nicht ins Iseltal, um der Bevölkerung so einen unglaublichen Blödsinn zu erklären? Dort müssten sie sich dann nämlich einem Andreas Köll und anderen Natura 2000-Experten stellen, die seit 20 Jahren, mitten im jetzt schon größten Natura-Gebiet leben und einschlägige Erfahrungen, z.B. als Baubehörden oder Straßenbehörden auch im Nationalpark haben!

Und dass Andreas Köll bzw. die von ihm geführte Gemeinde „nur peripher“ betroffen sein sollte, ist wohl ein Witz: jetzt schon die größte Natura 2000-Gemeinde Österreichs mit 157 Quadratkilometern Schutzgebiet, sollte alleine Matrei noch einmal fast ein Drittel, nämlich 30 Prozent zum neuen Naturschutzgebiet beisteuern, das entlang der Isel quer durch die gesamte Gemeinde gehen soll? Das ist überzogen, Herr Kuenz, „komplett überzogen“ und deshalb bleiben Sie uns vom Leibe, mit Ihren grünen Phantasien und Taschenspielertricks! Kümmern Sie sich besser um den Juchtenkäfer (auch Eremit genannt) in den Streuobstwiesen von Dölsach, denn dessen Schutz wurde nämlich auch von der EU eingemahnt...

blubla vor 3 Jahren

"Die teilweise von Vereinsfunktionären vorgetragenen Beispiele sind nicht von Pappe: Ob Landlaufloipe in Prägraten oder Eishockeystadion in Huben, ob Schwimmbad in Matrei oder Radweg in Virgen, alles sei in Gefahr, weil in ausgewiesenen Zonen keine Autos mehr fahren dürften und deshalb zum Beispiel Parkplätze bei Freizeitanlagen geschlossen werden müssten."

Also so viel blödsinn muss man sich einmal audenken können! reicht es nicht langsam? ihr macht euch alle wirklich lächerlich! Wer solchen Aussagen glauben schenkt, wird wohl nicht gerade mit genug Hirnzellen gesegnet sein!

Ich danke dem Land Tirol...wäre schade gewesen für Virgen und Prägraten, wenn dort ein Kraftwärk dieser größenordnung kommen würde!