Zugg gewinnt „Individual“ auf dem Zettersfeld

Weißkopf „nur“ Dritter. Verena Streitenberger siegte bei den Damen.

Bei den Individual-Meisterschaften in der Schobergruppe sorgte Daniel Zugg für die große Überraschung. Gleich nach dem Start der mit je fünf Aufstiegen und Abfahrten und insgesamt 1.420 Höhenmetern gespickten Strecke dominierte der Slowene Nejc Kuhar, der sich den Tagessieg der Hohe Tauern Trophy mit sieben Sekunden Vorsprung auf Zugg sicherte. Wenige Sekunden dahinter kämpften die ÖSV-Nationalkaderathleten. Im Kampf um ÖM-Edelmetall lieferten sich Zugg und Alexander Fasser ein hartes Rennen. Gleich bei der ersten Abfahrt kam Zugg zu Sturz, konnte sich bei den Aufstiegen aber wieder an Fasser herankämpfen. Die letzte Abfahrt nahmen sie schließlich gemeinsam in Angriff und durch das bessere Material konnte Zugg seinen ersten Meistertitel feiern.

Die letzte Abfahrt brachte Daniel Zugg den Sieg bei der Tauern Trophy 2015 in Lienz. Foto: Seebacher
Die letzte Abfahrt brachte Daniel Zugg den Sieg bei der Tauern Trophy 2015 in Lienz. Foto: Seebacher

„Es ist von Anfang an gut gelaufen und ich konnte bei den Aufstiegen immer Boden gut machen, das war gerade nach dem Sturz auch notwendig. Kleinere Probleme hatte ich aber bei den Wechseln. Alex war heute sehr stark und zum Glück konnte ich ihn beim letzten Aufstieg einholen und vor dem Ziel an ihm vorbeiziehen“, sagte Zugg, der sich ursprünglich geringe Hoffnungen auf Gold gemacht hatte: „Mein großer Favorit war Martin Weißkopf, der in dieser Saison stets der beste Österreicher im Weltcup war. Aber bei so einem Rennen wie heute muss alles passen – und das war bei mir der Fall. Nächste Woche folgen noch drei Weltcups in Piemont, dann neigt sich die Saison schön langsam dem Ende zu.“

Silber holte sich der letztjährige zweifache Staatsmeister Alexander Fasser aus dem Tiroler Lermoos. Über seine Bronzemedaille konnte sich der große Favorit Martin Weißkopf aus Prägraten so gar nicht richtig freuen: „Natürlich ist eine Medaille etwas Schönes. Aber es ist bitter, wenn man die ganze Saison dominiert und dann in der Heimat nur Dritter wird. Ich habe mich schon beim Start nicht gut gefühlt.“

Die Juniorin Verena Streitberger dominierte das Damenrennen mit 900 Höhenmetern sowie je drei Aufstiegen und Abfahrten. Die Salzburgerin gewann vor ihrer Landsfrau Heidi Bernsteiner, die damit ÖM Senior wurde. Den dritten Platz belegte die Juniorin Ina Forchthammer.

Organisator Silvester Wolsegger zog nach der ÖM und Hohe Tauern Trophy positive Bilanz: „Das war heute ein Ausrufezeichen von Osttirol. Die Organisation hat perfekt geklappt, es gab keine Unfälle und mein großer Dank gilt den Mitarbeitern der beteiligten Vereine. Und aus sportlicher Sicht haben wir Top-Rennen miterlebt.“

Slideshow: Willi Seebacher

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