Osttiroler bei Lawinenunglück schwer verletzt

„Junge Alpinisten“ des Alpenvereins wurden in Frankreich von Schneebrett mitgerissen.

Ecrins-Massiv, Blick auf Refuge des Ecrins (eingezeichnet) und Col Emile Pic. Foto: ÖAV/Leonore Rothwangl
Ecrins-Massiv, Blick auf Refuge des Ecrins (eingezeichnet) und Col Emile Pic. Foto: ÖAV/Leonore Rothwangl

Inzwischen ist es traurige Gewissheit: Auch ein Osttiroler Bergsportler befand sich unter jenen „Jungen Alpinisten“, die am 1. April im Rahmen einer Skidurchquerung des Ecrins-Massivs in Frankreich von einem Schneebrett erfasst wurden. Die Gruppe stand unter der Leitung von zwei staatlich geprüften Bergführern. Ein Wiener, ein Salzburger und ein Südtiroler Teilnehmer verstarben an der Unfallstelle, der Osttiroler wurde schwer verletzt ins Krankenhaus nach Grenoble gebracht. Laut Berichten befindet er sich aktuell in stabilem Zustand. Mehr Glück hatte der zweite Osttiroler, der unverletzt geblieben ist.

Der Alpenverein, der die Tour im Zuge einer Ausbildung für die jungen Bergsteiger organisiert hatte, sandte noch in der Nacht ein Expertenteam nach Frankreich, um die Teilnehmer zu betreuen und die Aufklärungsarbeit vor Ort zu unterstützen. Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora zeigte sich zutiefst betroffen: „Seit Bekanntwerden des Unglücks geben wir den Überlebenden und deren Angehörigen jede mögliche Unterstützung.“ Die unverletzt gebliebenen Personen konnten inzwischen ausgeflogen werden. Auch sie werden psychologisch betreut.

Das Unglück ereignete sich am 1. April gegen 14.30 Uhr auf ca. 3.350 Metern Höhe nahe der Ecrins-Hütte am Col Emile Pic. Das Team umfasste neun Teilnehmer und zwei Bergführer. Die gesamte Gruppe wurde von einem 80m breiten und 250 m langem Schneebrett erfasst, und großteils total verschüttet. Die Verunglückten konnten sich teilweise selbst befreien und mit Hilfe von nachkommenden Gruppen konnten sie auch alle weiteren Verschütteten bergen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten gute Sichtverhältnisse und relativ milde Temperaturen vor, mit Lawinenwarnstufe 3. Bei den jungen Alpinisten handelt es sich um junge Bergsportler zwischen 18 und 22 Jahren, die als Team zwei Jahre lang von erfahrenen Bergsteigern begleitet und ausgebildet werden.

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