SOS-Kinderdorf Osttirol beginnt Jubiläumsfeiern

Seit 1955 wird in Nußdorf-Debant für Integration von Kindern auf vielen Ebenen gesorgt.

Der Alltag im SOS-KInderdorf läuft ab wie in jedem anderen Dorf, mit Zusammenarbeit, kleineren aber lösbaren Konflikten und viel Gemeinschaft.
Der Alltag im SOS-KInderdorf läuft ab wie in jedem anderen Dorf, mit Zusammenarbeit, kleineren aber lösbaren Konflikten und viel Gemeinschaft.

Es ist das zweitälteste SOS-Kinderdorf der Welt und hat bis heute nichts von seiner innovativen Pionierarbeit verloren. So leben heute 41 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 21 Jahre) gemeinsam mit den Bewohnern von 28 Mietwohnungen auf dem Areal. Aufgeteit sind die Schützlinge auf zwei SOS-Kinderdorf-Familien mit insgesamt 13 Kindern, zwei Kinderdorf-Müttern und drei Familienhelferinnen sowie vier Kinderwohngruppen mit 26 Kindern, die von 20 Betreuern begleitet werden. Zwölf Jugendliche leben im Projekt „Jugendwohnen“, wo es sieben Betreuer gibt. Die Mieter werden so in den Alltag integriert, wie es in jedem anderen Dorf auch sein würde. Dazu meint der Kinderdorf-Leiter Guido Fuß ganz im Sinne eines alten afrikanischen Sprichwortes: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Dass auf einander geschaut und gemeinsam Verantwortung getragen wird, ist ihm dabei wichtig.

So gehört Integration zu einem der ständigen Themen. „SOS-Kinderdorf ist Integration des Kindes in die Familie, Integration der Familie ins Dorf und Integration des Dorfes in die Gemeinschaft. Das ist zeitlos“, betont SOS-Kindersdorf-Präsident Helmut Kutin. Es gehe immer darum, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche wieder „in unsere Mitte zu holen, sie zu beheimaten und bestmöglich darauf vorzubereiten, dass sie sich als Erwachsene gut in die Gesellschaft integrieren.“ In diesem Zusammenhang ist der Organisation die Prävention wichtig. Daher arbeitet man mit der Ambulanten Familienarbeit Tirol zusammen, mit deren Hilfe Familien bei Krisen entlastet werden sollen und Sozialarbeiter mithelfen, Lösungen zu finden, damit die Kinder auch in schwierigeren Zeiten in ihren Familien bleiben können.

Die Feiern für das Jubiläum zum 60-jährigen Bestehen des Kinderdorfs in Nußdorf-Debant beginnen mit einem Kunst- und Kreativworkshop von 24. bis 26. April und werden mit einem Jubiläumslauf, einem Familienfest und weiteren Aktivitäten bis in den September hinein andauern.

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8 Postings bisher
senf vor 3 Jahren

eva@der archtekt ist längst weg, die bank kann sicher bleiben. mir ist der betonklotz rechts im bild ein rätsel. was ist das? der deckel vom hackschnitzellager, oder gar die fundamentplatte für ein weiters fertighaus? ich hätte kein problem, wenn so etwas in einem schattigen stadtzentum antreffen würde, aber in einen kinderdorf? . trotzdem ein schönes fest!

Maik Eva vor 3 Jahren

Die Anstrengungen das Bild schön- bzw. kindgerecht zu reden sind groß. ;-) Ich finde es nicht schade, dass die alten Häuser abgerissen wurden. Schade finde ich was an ihre Stelle gekommen ist.

Dem Archtitekten gefällt die rote Bank sicher nicht so gut - ein Betonblock oder einen Bank aus Stahl würde sich für ihn sicher viel besser in die Kompositon einfügen.

Schönes Wochenende liebe Kinder - vergesst bitte nicht beim Spielen Knie und Ellenbogenschutz anzuziehen ! Wer es richtig gemütlich und kuschelig haben will, kann sich ja auf die alte rote Bank setzen.

bk1 vor 3 Jahren

noch eine Bemerkung zur auffälligen roten Bank auf dem Foto! Im alten SOS-Kinderdorf stand so eine rote Bank fast bei jedem Haus...und wir alle waren sehr zufrieden damit! jetzt habt ihr des Rätsels Lösung:)

bk1 vor 3 Jahren

Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, gottseidank...Ich fand es zuerst auch schade, das die alten Häuser abgerissen wurden und das gesamte SOS-Kinderdorf neu aufgebaut wurde. Aber mittlerweile gefällt es mir ganz gut. Vor allem die große Grünfläche, an der die Kids genug Platz zum Herumtoben haben, wurde sehr nett gestaltet! Außerdem gibts gleich direkt neben den Wohnhäusern noch einen großen Spielplatz, was man auf dem Foto ja alles nicht sieht. Die rote Bank find ich toll und sie kommt mir irgendwoher sogar bekannt vor! Wenn es mich nicht täuscht, ist sie auch schon im alten SOS-Kinderdorf beim Haus Anna gestanden...hab sogar ein Foto, auf dem ich mit HERMANN GMEINER und anderen Kids auf dieser roten Bank sitze! Auf jeden Fall denk ich, dass es den Kindern sicher an nichts Liebens- und Lebenswertem fehlt!!!

senf vor 3 Jahren

eva@ leider sind die entscheidungsträger, sprich bauherren meistens überfordert und die planer haben freien lauf. das was du am bild siehst, ist moderne architektur oder verwirklichung der eigenen ideen, für die es dann aus architekturkreisen auszeichnungen gibt. zu hauf! für betondekor, asphaltrasen und ein paar wohnkuben, die an lifthütten der 60ger jahre erinnern. die frage, ob nun die so bemühten betreuer mit ihren kleinen zöglingen zurecht kommen oder nicht, stellt sich nicht, ebenso die soziale komponente dieses "dorfs". mir fällt die rote sitzbank auf. dürfte ein geschenk des tourismusverbandes debant sein - oder ein fundstück. ich kann nur hoffen, dass das kinderdorf-management die feierlichkeiten dazu nutzt, den kindern etwas liebens- und lebenswertes in ihr dorf zu setzen. meine spende ist dann sicher!

guido fuss vor 3 Jahren

Liebe Frau Maik!

Danke für ihre Meinung. Ich lade sie hiermit herzlich in unser SOS - Kinderdorf nach Nußdorf - Debant ein. Sie können sich dann ein umfassendes Bild von unserem Gespür für Kinder machen.

Mit freundlichen Grüßen,

Guido Fuss

Maik Eva vor 3 Jahren

;-) war ein Scherz ! Jedem, der Kinder mag, tut diese Spielumgebung einfach nur weh. Wenn das Foto aus kinderdorfinternen Kreisen kommt mache ich mir Gedanken über ihr "Gespür" für Kinder.

Eure Maik Eva

PS: Herman Gmeiner hätte es nicht gefallen, das traue ich mich zu behaupten.

Maik Eva vor 3 Jahren

Tolles Foto - kindgerechtes Ambiente. So solllten Kinder aufwachsen!. :-( :-( :-(