RMO zieht Bilanz und blickt in die Zukunft

Neue Förderperiode, neuer Vorstand und neue Strategien.

Das Regionsmanagement Osttirol legte am 6. Mai seine Jahresbilanz vor und bot zugleich einen Ausblick auf kommende Schwerpunkte und die neue Förderperiode. Generell ist die Arbeit des Teams rund um RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter von einem Wandel in der Fördermentalität der Europäischen Union geprägt, die einerseits mehr Verantwortung von der Brüsseler Zentrale in die Regionen verlagert, andererseits die grenzüberschreitenden Projekte noch mehr forciert. Auf beiden Ebenen ist Tirol und im Speziellen auch Osttirol mustergültig unterwegs und daher zum Teil sogar Best Practice Beispiel für andere europäische Regionen. Das wurde bei der Vollversamlung des RMO an konkreten Projekten verdeutlicht.

Das Team des RMO, von links: Monika Reindl-Sint, Petra Huber, Michaela Putzhuber, Michael Hohenwarter, Gina Streit und René Schader.
Das Team des RMO, von links: Monika Reindl-Sint, Petra Huber, Michaela Putzhuber, Michael Hohenwarter, Gina Streit und René Schader.

Die vielfach krititsierte und auch vom Rechnungshof beanstandete verdeckte Agrarförderung unter dem Titel „Leaderprojekt“ ist Geschichte. In der Periode von 2007 bis 2013 flossen rund 13 Millionen Euro als Leadermittel nach Osttirol, 70% davon für den Forstwegebau, Waldpflegemaßnahmen und Ähnliches, während die eigentlichen Zukunftsprojekte und wirtschaftliche Initiativen eher weit sparsamer dotiert waren.

Jetzt fällt die landwirtschaftliche Förderung aus dem Leaderprogramm heraus, was den Topf auf den ersten Blick kleiner macht, insgesamt aber mehr Geld für Strukturprojekte übrig lässt und dieses Geld auch den lokalen Akteuren in Eigenverantwortung in die Hand gibt.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Zusammensetzung des neuen RMO-Vorstandsgremiums zu sehen. Wie bereits berichtet, werden künftig rund sechs Millionen Euro für regionale Projekte auch direkt in der Region verteilt werden können, ohne Brüssel zu fragen.  Allerdings müssen dafür entsprechend strukturierte Planungen vorliegen.

Neben einer „Regionalen Entwicklungsstrategie“, die bereits ausgearbeitet ist und beim Lebensministerium als Beurteilungsinstanz großes Lob samt hoher Pluspunkte-Zahl einfuhr, wird bis Ende Mai auch eine „Grenzübergreifende Entwicklungsstrategie“ vorgelegt. Hier sieht Christian Stampfer, zuständiger Referent in der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie ein Alleinstellungsmerkmal mit besonderem Förderpotenzial. Er unterstrich als Gastredner die europäische Relevanz grenzüberschreitender Kooperationen mit Südtirol und dem Belluno.

2014 schloss das RMO bilanztechnisch mit einem leichten Plus ab, bei einem Budget von insgesamt 535.844 Euro, von dem 224.365 Euro für Personal ausgegeben wurden, der Rest für diverse Projekte. Finanziert wird die Einrichtung von den Gemeinden (2014: 71.153 Euro), den Kammern, aus Eigenmitteln und durch Förderungen. Im Vorjahr flossen 323.962 Euro unter diesem Titel ins RMO. 2015 wird mit rund 600.000 Euro budgetiert.

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