Viertes Osttiroler Seniorenheim in Bau

90 neue Heimplätze entstehen bis Ende 2016 in Nußdorf-Debant.

Für Anton Mariacher war der 22. August 2013 ein guter Tag. Damals erfuhr der in Graz lebende Architekt mit Virger Wurzeln, dass er sich gegen 113 Mitbewerber aus zehn Ländern durchgesetzt hatte, im Wettbewerb um die Planung des neuen Seniorenwohnheimes in Nußdorf-Debant.

Anton Mariacher erklärt noch einmal, was sein Projekt dem Ort und den künftigen bewohnern bringen soll. Fotos: Bernd Lenzer
Anton Mariacher erklärt noch einmal, was sein Projekt dem Ort und den künftigen Bewohnern des Seniorenheimes bringen soll. Fotos: Bernd Lenzer

Eineinhalb Jahre später startet jetzt die Umsetzung des für Osttirol sehr wichtigen Projekts. Altenheimplätze sind knapp, die Wartelisten lang. Im DOLOMITENSTADT-Magazin (Ausgabe Herbst 2014) gab es dazu eine Hintergrundreportage. Gemeinsam mit Pflegelandesrat Bernhard Tilg, Altenheim-Manager Franz Webhofer, dem Debanter Bürgermeister Andreas Pfurner und der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik – sie leitet den Altenheimverband – nahm Architekt Mariacher am 13. Mai den Spaten in die Hand, für den symbolischen Baubeginn der wichtigen Infrastruktureinrichtung. Dass Mariachers Entwurf jetzt Realität wird, liegt auch an der guten Integration des Gebäudes – und damit seiner Bewohner – in die gewachsenen Dorfstrukturen.

Der Finger des Architekten zeigt auf das Haus, das hier entstehen soll. Beim Aushub von  links: Anton Mariacher, Landesrat Bernhard Tilg, Verbandsobfrau Bgm. Elisabeth Blanik und Anton Pfurner, Bürgermeister der Marktgemeinde Nußdorf-Debant.
Der Finger des Architekten zeigt auf das Haus, das hier entstehen soll. Beim Aushub von links: Anton Mariacher, Landesrat Bernhard Tilg, Verbandsobfrau Bgm. Elisabeth Blanik und Andreas Pfurner, Bürgermeister der Marktgemeinde Nußdorf-Debant.

Die Grundsteinlegung für das neue Wohn- und Pflegeheim ist zugleich der Startschuss für einen neuen Dorfplatz in Alt-Debant. Vor dem geplanten Bau wird ein Vorplatz für Veranstaltungen verschiedenster Art errichtet. Das soll die dörfliche Struktur stärken. „Das ist ein besonders wichtiger Baustein des seit 2012 laufenden Pflegeplans des Landes“, unterstrich Landesrat Tilg. 90 in das Dorfzentrum integrierte neue Heimplätze, ausschließlich komfortable Einzelzimmer mit eigener Sanitäreinheit, werden mit der geplanten Inbetriebnahme Ende 2016/Anfang 2017 angeboten. Tilg: „Der Planungsverband Lienz und Umgebung hat mit seiner Geschäftsführung hervorragende Arbeit geleistet.“

Wenn das neue Haus in Betrieb geht, stehen in Osttirol insgesamt 425 Pflegeplätze zur Verfügung. Davon entfallen 206 auf das Heim in Lienz, 88 auf Matrei und 41 auf Sillian. Nach der Errichtung das Wohn- und Pflegeheims Nußdorf-Debant ist eine Reduktion von 30 Heimplätzen im WPH Lienz durch den Rückbau von Dreibett- und Zweibettzimmern zu Einbettzimmern vorgesehen.

Das 13,6-Millionen-Euro-Projekt in Nußdorf-Debant wird vom Land Tirol mit fünf Millionen Euro gefördert. Dazu kommt ein Wohnbauförderungsdarlehen von 7,4 Millionen Euro. Das neue Pflegeheim in Nußdorf-Debant wurde vom Gemeindeverband Bezirksaltenheime Lienz – einer Prioritätenreihung aller Gemeinden folgend – als zentrales Bezirksbauvorhaben festgelegt.

Alle Infos über das Projekt zum Download:

Details zum Seniorenheim

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