13 neue „Masters of advanced Studies“

Abschlussfeier für den ersten Unilehrgang am WIFI Lienz.

Osttirol liegt relativ weit von den Universitätsstädten entfernt, deshalb ist der Besuch berufsbegleitender universitärer Aus- und Weiterbildung mit beachtlichem Aufwand verbunden. Schon vor 20 Jahren versuchte die Wirtschaftskammer Lienz einen UNI-Lehrgang mit der Fachrichtung „Unternehmensführung“ nach Lienz zu bringen. Allerdings endete dieser Lehrgang ohne akademischen Abschluss.

2013 begann das WIFI Lienz in Kooperation mit der MOT, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, das regionale Bildungsangebot um einen viersemesterigen UNI-Lehrgang „Business Manager“ zu erweitern, der einen akademischen Abschluss bietet und in der Wirtschaftskammer Lienz umgesetzt wird. Aus einer großen Zahl von Interessenden wurden 17 Teilnehmer für diesen ersten Lehrgang aufgenommen. Die meisten von ihnen feierten am 13. Mai den Abschluss. Sie sind ab sofort berechtigt, den akademischen Titel eines „Master of advanced studies“ (MAS) zu führen.

„Die hohe Qualität des Lehrgangs und die Zufriedenheit der Teilnehmer werden unter anderem damit belegt, dass es keinen Ausstieg oder Abbruch eines Teilnehmers gab“, erklärt Walter Patterer vom WIFI Lienz, allerdings sei es aus beruflichen und privaten Gründen nicht allen gelungen, die Diplomarbeit zeitgerecht abzuliefern.

Daher überreichte der wissenschaftliche Leiter dieses Lehrgangs und Vertreter der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Univ.-Prof. Robert Neumann mit dem Obmann der Wirtschaftskammer Lienz, Michael Aichner und den beiden Lehrgangsverantwortlichen Hannes Mahl (Lehrgangsleiter) und Walter Patterer (WIFI-Lienz) die UNI-Zeugnisse nur an 13 Teilnehmer im Rahmen einer netten Feier. Der aktuelle Lehrgang hat in Lienz bereits im Februar 2015 beim WIFI begonnen. Weitere sollen noch folgen.

unilehrgang-wifi-abschluss
Hinten von links: Michael Aichner (Bezirksstellenobmann der WK-Lienz); Michael Pölt, Karl-Heinz Schranzhofer; Klemens Kreuzer; Christian Auer; Hans-Christian Kraler; Wolfgang Steiner; Walter Patterer (WIFI-Lienz) Vordere Reihe von links: Hannes Mahl (Lehrgangsleiter); Gernot Ladner; Michael Seifter; Univ.-Prof. Robert Neumann (wissenschaftlicher Lehrgangsleiter); Herbert Fresser; Elisabeth Kreuzer; Nathalie Reichhold; Jakob Obererlacher; Stefan Taferner.
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8 Postings bisher
coconut vor 2 Jahren

ich will diese ausbildung nicht abwerten. und weiterbilden ist auch wichtig und richtig... aber was mich wirklich sehr an dieser geschichte stört ist der akkademiche titel Master.... andere studieren nach dder matura 6 semester um sich den Bachelortitel zu erarbeiten, der die voraussetzung für ein weiterführendes masterstudium ist. vollzeit versteht sich. mit nebenjobs -ich spreche aus erfahrung- mit denen man sich über wasser hält.... und ein ebenfalls 4 semester andauerndes, berufsbegleitendes "studium soll da gleichwertig sein? wo bleibt da die fairness? jeder würde da lieber vorher einige jahre berufserfahrung sammeln und geld ansparen un danach mit 2 jährchen zusatzausbildung den selben akkademischen titel haben? irgendwas läuft da falsch. ich wäre für eine andere bezeichnung als master... trotzdem den kursteilnehmern alles gute!

presse vor 3 Jahren

@Persil Ich bin auch wenn du es behauptest nicht damit belastet. Mir geht es nur am A...., wenn sich einige hier über ein sicherlich nicht geschenkte Ausbildung aufregen und diese Absolventen dann noch schlecht machen. Der Vergleich 10 Jahre Berufserfahrung = Bachelor ist gewagt, ich habe aber geschrieben "man KÖNNTE es vergleichen". Wenn man in einem großen Unternehmen außerhalb Osttirols arbeitet wie ich, hat man schon einiges gesehen und deshalb behaupte ich einer der 10 Jahre Berufserfahrung und diese Ausbildung hat, ist der/die qualifiziertere Mann/Frau, als jemand der 5 Jahre ein Wirtschaftswissenschaftsstudium absolviert und mit z.B.23 Jahren in die Berufswelt einsteigt. Wenn man dann diese Ausbildung angeht, dann wahrscheinlich nicht wegen dem Titel, sondern vl deshalb, dass man die gelehrten Sachen im täglichen Leben anwenden kann. Zu den akademischen Graden, die die verschiedenen Institute angeben muss man sagen, dass momentan eine Umstellung stattfindet. So sind z.B. in Innsbruck MBA´s und MSc´s in Ausbildung. Warte noch 1-2 Jahre und es wird nur noch MSc´s geben.

Grundsätzlich könnte man tageweise diskutieren, was richtig und was falsch ist. Ist ein Bachelor in Physik oder Chemie gleich wie ein Bachelor, den man an der Pädagogischen Hochschule erhält? usw usw...

Persil vor 3 Jahren

@presse: Wenn sich schon einer mit „Liebe Neider“ meldet und sich dann so reinhängt, dann ist der mit Sicherheit nicht vorbelastet! *lach* Jedenfalls sind die Aufnahmebedingungen für einen „Master“ Lehrgang unterste Stufe und sprechen nicht gerade für die Teilnehmerqualität. Aber du beschreibst das eh in deinem letzten Absatz sehr gut „ein jeder der das Geld hat, kann diese Ausbildung auch machen“. Und eine 10-jährige Berufspraxis mit einem Bachelorabschluss gleichzusetzen ist schon ziemlich gewagt. Braucht ein „Business Manager“ kein Allgemeinwissen, welches über dem Horizont eines Lehrabschlusses steht?! Der Lehrgang an sich, ist halt mit diesen Aufnahmebedingungen einem üblichen „Master“ nicht würdig - kann ja ein jeder machen und bis jetzt ist auch ein jeder durchgekommen… 4 Semester...Master - nice to have.

Zum Titel selber, da habe ich gerade die in Kooperation stehenden Institute verglichen und folgende akademische Grade zum Business Manager gefunden:

WIFI Tirol: MSc / MBA WIFI Wien: MSc MOT: MSc Alpen-Adria-Universität Klagenfurt: MAS

Was nun? Wissen die in Kooperation stehenden Institute nicht mal selber welchen Titel sie vergeben…! Ich finde es halt traurig, wenn man einen „Master“ Lehrgang so rechtfertigen muss, nur weil die Aufnahmebedingungen unzureichend gewählt wurden. Vielleicht sollte man das nächste Mal die Bedingungen nach oben schrauben und dann kann man sogar einen höherwertigeren „Master“ vergeben. Der Anerkennung würde das auf jeden Fall gut tun. Aber das ist wieder eine andere Sache – danke liebe EU für den Wildwuchs an Titeln.

presse vor 3 Jahren

Liebe Neider!

Vorerst, ich bin keiner dieser Absolventen, habe mich aber darüber informiert und kann dazu was sagen. Der Lehrgang läuft bereits in Innsbruck, wo die Absolventen mit dem Titel Msc abschließen. D.h. es ist ein anerkannter, internationaler Titel. Weiters werden beispielsweise bei einem Wirtschaftswissenschaftstudium an der Uni Fächer gelehrt, bei denen man im nachhinein sagen kann "das werde ich mein ganzes Leben lang nie brauchen" (Wie wahrscheinlich in fast allen Studiengängen, Schulen, usw.). Bei solchen Universitätslehrgängen werden sehr stark die wichtigen Dinge fokusiert und praxisorientiert gelehrt. Deshalb die kurze Studiendauer. Wenn man sich das Foto anschaut, behaupte ich ohne jemanden darauf zu kennen, dass alle mindestens 10 Jahre Berufserfahrung mitbringen, was eventuell einem Bachelortitel gleich kommen könnte. Diese Absolventen machen wahrscheinlich diesen Universitätslehrgang, weil sie später eine tragende Rolle in Osttiroler Firmen einnehmen wollen. Ich denke, wenige machen diese Ausbildung wegen dem Titel. Der Titel ist "nice to have" aber wenn man in Unternehmen weiter kommen will und sich in Zukunft mit Steuerung und Leitung von Firmen beschäftigen will, ist das die beste Ausbildung die man machen kann. Das weiß man, wenn man sich darüber informiert und nicht nur anonym auf Seiten herumjammert.

Und außerdem... Jeder der das Geld hat, kann diese Ausbildung auch machen. Dann brauch sich niemand benachteiligt fühlen...

le corbusier vor 3 Jahren

ja, neid muss man sich hart erarbeiten, aber auch einen ak. titel. mag schon sein, dass er annerkannt ist, die bezeichnung als Master ist aber mehr als irreführend. da wär ja jeder student deppert der er sich rund 10 semester (mindestens) durch ein studium beißt, wenns hier mit dem nötigen kleingeld in 2 jahr nebenbei zum master geht. die matura könnt man sich auch noch schenken, die braucht man dafür auch nit.

JungerOsttiroler vor 3 Jahren

Herzliche Gratulation an die Absolventen. Eine berufsbegleitende Ausbildung in diesem Umfang zu absolvieren, verdient auf jeden Fall Respekt. Es ist sehr erfreulich, dass es nun auch in Osttirol die Möglichkeit solcher Ausbildungen gibt. Bedauerlich finde ich allerdings, dass es immer gleich jemanden gibt, der alles schlecht reden will. Darin sind die Osttiroler die Besten. Besser wäre zuerst recherchieren, dann nachdenken und dann erst einen Kommentar schreiben. Auf der homepage des Bildungsministeriums habe ich sofort ein PDF gefunden in dem alle ÖSTERREICHISCHEN akademischen Grade aufgelistet sind. Dort habe ich natürlich auch den MAS gefunden (hätte mich ja gewundert, wenn das WIFI das nur so veröffentlichen würde). Gratulation nochmals an die Teilnehmer, die erkannt haben, dass stetige Weiterbildung in der heutigen Zeit unerlässlich ist (diese Erkenntnis fehlt vielleicht dem einen oder anderen, sonst könnte er vielleicht ein bisschen über den Tellerrand sehen!!!!) Neid muss man sich hart erarbeiten!!!!!!!!!!!!!!

frin vor 3 Jahren

ist wohl nur in der Schweiz anerkannt und auch nicht jeder MAS Grad. In Österreich kennt man es teilweise, ist aber kein anerkannter akademischer Grad und in Deutschland sowie überall anders ist es ebenfalls nicht anerkannt. Es stellt sich halt die Frage ob ich die 10k€ nicht besser in ein Fernstudium investiert hätte, mit international anerkanntem ak. Grad.

blubla vor 3 Jahren

was soll den bitte ein Master of advanced studies sein? 4 Semester und das nichtmal Vollzeit? Gratulation an die Teilnehmer, aber ist das nicht irgend ein Titel? ... hab ihn zumindest noch nie gehört