Platter: Osttirols Tourismus stark wie nie

Nach guten Winterzahlen ist eine Vorwärtsstrategie angesagt.

Weil Landeshauptmann Günther Platter zur Eröffnung der Jos Pirkner-Ausstellung nach Osttirol gereist war, nutzten TVBO-Vorstand Franz Theurl und Aufsichtsratsvorsitzender Werner Frömel die Gelegenheit, gemeinsam mit Platter – der ressortzuständig ist – einige Zahlen und Perspektiven zu präsentieren. Die Frohbotschaft verkündete der Landeshauptmann: „Der Osttiroler Tourismus ist so stark wie nie. Nach einem Rekordwinter 2013/2014 konnten die Zahlen erneut gesteigert werden. Das ist ein toller Erfolg für die Marke Osttirol“, stellte Platter fest.

TVBO-Obmann Franz Theurl, Landeshauptmann Günther Platter und TVB-Aufsichtsratschef Werner Frömel sind mit der Entwicklung im Osttiroler Tourismus zufrieden. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner
TVBO-Obmann Franz Theurl, Landeshauptmann Günther Platter und TVB-Aufsichtsratschef Werner Frömel sind mit der Entwicklung im Osttiroler Tourismus zufrieden. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Konkret wurden von November bis April 883.540 Nächtigungen verzeichnet. Das ist ein Plus von 0,8 Prozent bzw. 7.088 Nächtigungen gegenüber dem Vorjahr. Der Februar 2015 war mit 288.054 Nächtigungen der stärkste Monat in der Geschichte des Osttiroler Tourismus. Franz Theurl betonte einmal mehr, dass nicht die reinen Nächtigungsziffern relevant seien, sondern überdurchschnittliche Zuwächse in den höherwertigen Kategorien: „Von 2012 bis heute wuchs die Zahl der Nächtigungen im Vier- und Fünfsternsegment um 11,5%“, was vor allem den privaten Investitionen in neue Qualitätshotels geschuldet sei und viel Wertschöpfung bringe.

Und weil der Bezirk etwa im Gegensatz zu den Nordtiroler Winterhochburgen auch im Sommer gut punktet, ist Osttirol längst keine Billigdestination mehr: „Im Jahresschnitt über alle Saisonen setzen wir den höchsten Nächtigungspreis in ganz Tirol durch,“ erklärte Theurl. Werner Frömel verwies darauf, dass sich die Strategie des TVBO – aufbauend auf die Infrastrukturanalyse und eine eigene Destinationsstrategie – mit jener der „Vordenker“ fast 1:1 decke, „obwohl zum Teil völlig unterschiedliche Personen an der Ausarbeitung beteiligt waren.“ Es herrsche also weitgehende Übereinstimmung über die Richtung, in die sich der Osttiroler Tourismus bewegen soll, über Positionierung der Marke und Schwerpunkte im Marketing, für das rund zwei Millionen Euro im laufenden Jahr zur Verfügung stehen, plus 765.000 für Veranstaltungen. Wenn im August mit Verspätung die neue Felbertauernstraße festlich eröffnet wird, will Platter für eine „brutale Werbeoffensive“ den Geldhahn zusätzlich aufdrehen.

Angesprochen auf die zum Teil prekäre touristische Situation im hinteren Iseltal stellten sowohl Theurl als auch Platter Investitionen in Aussicht. „Die größten Probleme hat Prägraten“, erklärte Theurl, dort hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten die Nächtigungszahlen halbiert. „Da müssen wir was tun.“ Ein bereits 2008 projektiertes „Gletscherhaus“ rückt offenbar in greifbare Nähe. „Das war immer eine Frage des Geldes, aber gerade jetzt ist das Fenster weit offen“, meinte der TVBO-Vorstand mit Blick in Richtung Platter. Der verwies auf das kürzlich vorgelegte Entwicklungsprogramm und unterstrich: „Für eine positive Vorwärtsstrategie nehmen wir Geld in die Hand“. Entsprechend ambitionierte Konzepte müssten aber aus der Region kommen.“

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2 Postings bisher
senf vor 2 Jahren

motinga@ ja welcher tourismus deiner meinung wäre es denn, von den die leute im bezirk leben könnten und es dann viele probleme nicht mehr gäbe?

motinga vor 2 Jahren

Na jo hetz weat uns wieda ebis fin an "sanften" Tourismus dszählt. Lei isch dea Schmeh schun a boa Johazehnte olt!!! Mia brauchn an Tourismus fi den die Leit lebm kinnent!!! Oft gabs viel Probleme nemma!!! Oba dos schoffnt unsare "Touristikare" leida it