Lech bleibt mit Förderung Modell für Isel

Die Region Lechtal-Reutte beweist, dass Wirtschaft und Naturschutz zusammenpassen.

v.l.: REA-Geschäftsführer Günther Salchner, LHStvin Ingrid Felipe, LH Günther Platter und der Obmann des Vereins Naturpark Tiroler Lech, Bgm. Heinrich Ginther, setzen große Erwartungen in das neue regionalwirtschaftliche Programm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte. Foto: Land Tirol/Wikipil
v.l.: REA-Geschäftsführer Günther Salchner, LHStvin Ingrid Felipe, LH Günther Platter und der Obmann des Vereins Naturpark Tiroler Lech, Bgm. Heinrich Ginther, setzen große Erwartungen in das neue regionalwirtschaftliche Programm. Foto: Land Tirol/Wikipil

Vor zehn Jahren startete das regionalwirtschaftliche Programm der Naturparkregion Lechtal-Reutte, das 25 Gemeinden umfasst. Zuerst äußerst skeptisch wahrgenommen, ist es zur Erfolgsgeschichte mit Modellcharakter geworden. Darauf wies LH Günther Platter anlässlich des Folgeprogramms, für das das Land Tirol bis zum Jahr 2025 jährlich 700.000 Euro zur Verfügung stellt, hin und fügte hinzu: „Das Angebot gilt auch für andere Landesteile, die es schwieriger haben“, womit er sein Angebot an Osttirol erneuerte. „Ich will, dass wir den Blick gemeinsam nach vorne richten. Die Landesregierung steht als Partner bereit, im Außerfern wie in Osttirol.“

LHSTv.in Ingrid Felipe glaubt an die gemeinsame Zukunft von Naturschutz und Wirtschaft: „Das Beispiel der Naturparkregion Lechtal-Reutte ist der Beweis dafür, dass sich Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung nicht ausschließen. Im Gegenteil, Natura 2000 ist – gemeinsam mit den Begleitmaßnahmen – ein Motor für die Region und bietet den Menschen echte Zukunftsperspektiven.“

Die teilweise Angst, dass Natura 2000 das Ende jeglicher Handlungsfreiheit bedeute, gab es vor zehn Jahren auch am Lech. Heute, 387 umgesetzte Projekte und 96 Millionen Euro Investitionen später, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 23 Millionen Euro wurden an Förderungen ausgeschüttet, 51 Naturschutzprojekte durchgeführt und die Nächtigungszahlen im Tourismus sind im Sommer um 29 Prozent sowie im Winter um fünf Prozent gestiegen.

Für die kommenden zehn Jahre sind die Ziele wieder hoch gesteckt: Die Nächtigungen sollen nochmals um 10 Prozent steigen, die Mobilität der Bevölkerung gefördert und zudem die Nahversorgung gesichert werden. Schließlich möchte man noch etwa 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Günter Salchner von der Regionalentwicklung Außerfern sieht die Zukunft positiv und glaubt daran, dass sich das Lechtal als Modellregion für „nachhaltiges Wirtschaften und einen naturnahen Qualitätstourismus“ einen Namen machen werde.

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2 Postings bisher
F_Z vor 2 Jahren

Gibts eigentlich irgendwo eine Liste welche Projekte am Lech gefördert wurden? Mich würde interessieren wieviel Geld da in praktische Projekte mit einem nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzen geflossen ist, und wieviel für Studien ausgegeben wurde bzw. für Projekte wo man - überspitz formuliert - ein studierter Biologe sein muss, um den Nutzen dahinter zu erkennen, mit denen aber Otto-Normal-Verbraucher nichts anfangen kann.

    Daniela Ingruber vor 2 Jahren

    liebe/r F_Z, an die 100 projekte betreffen privatvermietungsförderungen, der rest sind projekte, die zum teil von der landesregierung, zum anderen teil aus interreg und weiteren EU-projekten gefördert wurden. das betrifft (re-)vitalisierungen von dorfbereichen, standortförderungen, infrastrukturmaßnahmen und förderungen für einen nachhaltigen tourismus.