Rapid Lienz ist Osttirols Nummer Eins

Gegen den FC-WR Nußdorf/Debant feierten die Grün-Weißen am 4. Juni trotz geschwächter Mannschaft einen Auswärtssieg. Zwar mussten auch die Hausherren auf ihre gesperrten Legionäre Peter Klancar und Peter Stojanovic verzichten, doch bei den Rapidlern fehlten verletzungsbedingt gleich sieben Spieler.

Trotz tropischer Temperaturen kamen rund 400 Besucher ins Aguntstadion Nußdorf/Debant. Schiedsrichter Edin Omerhodzic, Sohn der Rapid Lienz-Legende Dino Omerhodzic, hatte angesichts der Hitze Mitleid mit den 22 Akteuren am Spielfeld. 

Er verordnete pro Halbzeit je eine zusätzliche Trinkpause. Die Gäste aus der Dolomitenstadt übernahmen vom Anpfiff an das Kommando und erspielten sich gleich eine Feldüberlegenheit. Nach acht Minuten gab es die erste Torannäherung der Grün-Weißen, ein Schuss von Clemens Gesser ging knapp neben das FC-WR-Gehäuse. Auf der Gegenseite konnte Rapid-Keeper Christian Korunka einen gefährlich angetragenen Freistoß von Dominik Tagger mit einer gelungenen Faustabwehr entschärfen.

Nach 20 Minuten schlugen die Gäste aus ihrer Überlegenheit Kapital und gingen in Führung. Mario Kleinlercher bediente den in die Gasse laufenden Daniel Steiner ideal. Der Routinier ließ FC-WR Torwart Thomas Heinzle keine Chance und schob den Ball überlegt zum 1:0 für die Rapidler ein. Auch in der Folgezeit blieben die Gäste ganz klar am Drücker und mit etwas mehr Konzentration beim finalen Zuspiel wäre kurz darauf bereits die Vorentscheidung in diesem Spiel gefallen. Zweimal löste sich Mario Kleinlercher ideal von seinem Gegenspieler, doch ebenso oft kam der entscheidende Pass zu ungenau.

Die Hausherren hatten speziell in der ersten Halbzeit alle Hände voll zu tun, um sich den Angriffen der Lienzer entgegenzustemmen und waren in der Offensive komplett abgemeldet. Die nächste Möglichkeit eröffnete sich den Rapidlern in der 34. Minute. Nach einem Freistoß von Dominik Müller streifte der von Patrick Eder gut angetragene Kopfball aber lediglich das Aluminium. Wenige Minuten später tauchte Mario Kleinlercher alleine vor dem FC-WR Tor auf, setzte den Ball aber über das Gehäuse. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatten die Hausherren ihre erste Möglichkeit. Nach einer Freistoß-Flanke von Dominik Tagger kam Aldamir da Silva an das runde Leder, sein Kopfball ging aber knapp neben das Tor der Dolomitenstädter.

Gerade einmal drei Minuten waren im zweiten Spielabschnitt gespielt, ehe die Grün-Weißen zum zweiten Mal zuschlugen. Markus Stocker eroberte sich im Mittelfeld den Ball und spielte einen tollen Pass auf den sich freilaufenden Mario Kleinlercher. Dieser machte es diesmal besser und schob den Ball ins lange Eck zur 2:0-Führung für die Gäste ein. Die Rapidler wollten sofort nachsetzen, hatten aber im Abschluss nicht das nötige Glück. Zunächst ging ein Schuss von Florian Neumeister von der Strafraumgrenze knapp über das Tor und wenig später war FC-WR Keeper Thomas Heinzle bei einem Schuss von Mario Kleinlercher aufs kurze Eck auf seinem Posten.

Danach nahmen die Gäste etwas das Tempo aus dem Spiel, was sich sofort rächte. Nach einigen Abstimmungsproblemen in den Reihen der Gäste sprang das Leder zu Tobias Jeller, dessen abgefälschter Schuss an die Latte ging. Von dort sprang der Ball auf den heranbrausenden Aldamir da Silva und dieser verkürzte per Kopf auf 1:2 aus Sicht der Hausherren. Wer jetzt mit einem Sturmlauf der Hausherren gerechnet hatte, wurde an diesem Nachmittag bitter enttäuscht. Zu sicher stand die Rapid-Abwehr rund um die Eder Brothers und vor allem wurden im entscheidenden Moment die wichtigen Zweikämpfe gewonnen. So konnten die Debanter bis zum Schlusspfiff das Rapid-Tor kein einziges Mal mehr in Gefahr bringen.

In den letzten zehn Minuten erhöhten die Dolomitenstädter nochmals die Schlagzahl. Nach einem kurz abgewehrten Eckball kam der Ball zu dem am 16er lauernden Markus Stocker, der sofort abzog, aber an einer tollen Parade von Thomas Heinzle scheiterte. Und in der 83. Minute lief Mario Kleinlercher seinem Gegenspieler auf und davon, spielte auf Florian Neumeister, doch dessen Schuss konnte der Keeper der Hausherren erneut entschärfen.

Als in der Nachspielzeit bei einem Eckball auch Keeper Thomas Heinzle mit nach vorne ging, wäre beinahe der dritte Lienzer Treffer gefallen. Die Rapid-Abwehr konnte den Ball aus der Gefahrenzone bringen, Mario Kleinlercher kam knapp vor der Mittellinie an den Ball, spielte dieser auf den besser postierten Clemens Gesser, doch der Schiri Assistent entschied auf Abseits. Eine Entscheidung die zumindest fragwürdig schien. Nichtsdestotrotz blieb es am Ende beim hochverdienten  2:1-Erfolg für die Rapidler, die in diesem Spiel ihren Kontrahenten aus der Debant in allen Belangen überlegen waren. Somit feierten die Grün-Weißen ihren bereits dritten Derby-Sieg in dieser Saison. Nun fiebert die Rapid-Mannschaft bereits dem letzten Heimspiel in dieser Saison, am Samstag 6. Juni um 17:30 Uhr gegen die Union Matrei, entgegen. Nach dem Spiel gibt es für Kapitän Manuel Eder und seine Mannen die wohlverdiente Meisterehrung und anschließend gibt es die Live-Übertragung des Champions League Finales zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona.

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