Der „Inspektor“ ist ein schlauer Knirps

In Nußdorf-Debant dürfen „Kinderpolizisten“ jetzt offiziell ihre Eltern ermahnen.

Es ist schon eine besondere Sache, wenn man als Volksschüler plötzlich einen richtigen „Polizeiausweis“ in der Tasche stecken hat. In der 3A-Klasse der Volksschule Nußdorf-Debant gibt es seit Freitag, 3. Juli, gleich 17 solcher „Kinderpolizisten“ die von einem wirklichen Inspektor im Gemeindezentrum ihre Ausweise überreicht bekamen.

Dabei wurde dem Bürgermeister, Lehrern und auch stolzen Eltern klar: es ist gar nicht so ohne, was Kinderpolizisten alles können und leisten müssen. Auf der Liste ihrer Aufgaben steht zum Beispiel: „Vorbildwirkung im Straßenverkehr“ und „richtiger Umgang mit Mitschülern“, „Respekt und Hilfestellung bei älteren Personen“ und natürlich: „Beachten und Weitergeben von Sicherheitstipps“.

Klar, dass man mit derlei Kenntnissen auch allerhand Kompetenzen bekommt. So dürfen die Knirpse jetzt ganz offiziell nicht nur Mitschülern Verkehrstipps geben, sondern auch Papa und Mama ermahnen, wenn der Gurt im Auto nicht geschlossen ist oder das Handy ohne Freisprecheinrichtung in Betrieb ist.

Vor allem dieser Dialog mit den Eltern steckt hinter dem pädagogischen Ansatz der Aktion „Kinderpolizei“, mit der die Exekutive nach kleinen Verbündeten sucht, die manchen erwachsenen Sturkopf vielleicht zum Nachdenken bringen. Über die Kleinen will man eigentlich die Großen erreichen und durch Kindermund darauf aufmerksam machen, wie wichtig bestimmte Sicherheitsregeln im Straßenverkehr sind.

Im Café des Gemeindezentrums in Nußdorf-Debant waren jedenfalls die kleinen und der große Polizist mit Ernst und Eifer bei der Sache. Das macht hungrig und so gab's am Ende der Zeremonie zur Stärkung auch noch das, was nicht nur kleine Gesetzeshüter gerne essen: Nuggets mit  Pommes.

Slideshow: Marco Leiter

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