Freiwilliges Soziales Jahr: „Des war a voll coole Zeit!“

71 junge Menschen halfen ein Jahr lang bei Einrichtungen wie der Lebenshilfe Osttirol.

Sie halfen freiwillig mit und wurden zur ganz großen Bereicherung. Foto: Lebenshilfe
Sie halfen freiwillig mit und wurden zur großen Bereicherung. Foto: Lebenshilfe

Die Diskussion um den Präsenz- versus den Zivildienst lässt manchmal außer Acht, dass es zudem noch die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres gibt. In Tirol haben seit Oktober 2015 70 junge Frauen und ein Mann ein solches absolviert. 43 begleiteten Menschen in der Lebenshilfe und drei von ihnen in Osttirol. Bei der Verleihung der Dienstbescheinigung durch den Verein FSJ erklärten die jungen Freiwilligen: „Des war a voll coole Zeit!“

Bianca Obererlacher aus Sillian machte gute Erfahrungen im dortigen Wohnhaus: „Am Anfang habe ich großen Respekt vor der Arbeit gehabt, aber man hat mich in der Lebenshilfe gut unterstützt und mir auch etwas zugetraut.“ Leiter André Schmid ist dankbar für ihre große Hilfe und ihren Einsatz. Sie kochte mit den Bewohnern, half bei der Wäsche und begleitete sie beim Einkaufen.

Anja Oberwalder aus Defereggen wollte ursprünglich mit Kindern arbeiten, doch dann gefiel es ihr bei der Lebenshilfe Matrei. Sie schätzte vor allem die Arbeit mit dem Team in Matrei: „Das ist ganz etwas Anderes als in der Schule.“ Natalie Kraßnig aus Abfaltersbach arbeitete in der Lebenshilfe in Lienz und merkte, „wie wichtig den Menschen schon einfache Dinge wie ein Spaziergang sind“. Der Gedanke an den Abschied im Juli fällt Natalie nicht leicht, denn so erzählt sie: „Die Menschen hier sind mir alle extrem ans Herz gewachsen!“ Wer weiß, was sich daraus noch an beruflichen Entwicklungen ergibt.

Die drei jungen Frauen stehen exemplarisch für zahlreiche andere Jugendliche, die sich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres engagieren. Schon vorher hat die Lebenshilfe mehrfach mit Freiwilligen zusammengearbeitet. Wie die meisten sozialen Einrichtungen ist man nicht nur dankbar über die Unterstützung, sondern auch darauf angewiesen.

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