Bike Transalp: Letzte Etappe geht an Osttirol

Lakata/Hynek auf Gesamtrang 3 – Schupfer gewinnt U23.

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Dramatisches Sprintduell um den Tagessieg. Rechts braust Lakata heran. Zwei Zehntel beträgt schließlich der Vorsprung. Fotos: bike-transalp.de/Henning Angerer

Die diesjährige Bike Transalp ist nach sieben Etappen quer über die Alpen von Ruhpolding nach Riva del Garda jetzt Sportgeschichte – und einige Osttiroler haben daran kräftig mitgeschrieben. Fast alle heimischen Starter sind müde aber gesund in Riva del Garda über die Ziellinie gerollt. Hannes Wilhelmer resümiert: „Für die letzte Etappe haben die Organisatoren noch einmal alle Register gezogen. Die Schlussetappe forderte allerbeste Bike-Technik sowohl bergauf als auch in den anspruchsvollen Downhills.“

Gekrönt wurde das Rennen über insgesamt 610 Kilometer und mehr als 19.000 Höhenmeter aus Osttiroler Sicht von einem Sieg auf der Schlussetappe: zum zweiten Mal trugen sich Alban Lakata und Kristian Hynek (Topeak Ergon Racing Team) als Etappensieger ein und fuhren insgesamt auf den dritten Gesamtrang, hinter Markus Kaufmann/Jochen Käß (Team Centurion Vaude1) und Karl Platt/Urs Huber (Team Bulls).

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Alban Lakata (rechts außen) wurde mit Partner Kristian Hynek in der Gesamtwertung Dritter, hinter den Teams Vaude 1 und Bulls.

Noch sensationeller als der Osttiroler MTB-Profiweltmeister, der auf einen der vorderen Ränge gebucht war, hielt sich aber eine junge Spitzentruppe aus dem Bezirk, das Team Gesundheitswelt Sillian mit Simon Schupfer und Martin Walder. Schupfer holte sich ungefährdet den Titel des schnellsten Fahrers unter 23. Und mit einer neuerlich starken Etappe von Levico nach Garda (16. Rang) wurden die beiden im Gesamtranking ausgezeichnete Zwölfte!

Ganz in Weiß – Simon Schupfer hat das Trikot des schnellsten Fahrers unter 23 erobert.
Ganz in Weiß – Simon Schupfer hat das Trikot des schnellsten Fahrers unter 23 erobert.

Eine Topplatzierung holte auch ein Wahlosttiroler, der mit einem anderen Sportgerät zur Weltspitze zählt. Snowboard-Champion Benjamin Karl fuhr im Mixed-Bewerb mit Partnerin Veronika Windisch auf den 3. Gesamtrang. In der letzten Etappe wurden die beiden Fünfte.

Franz Fröschl betet um eine achte Etappe. Er hat noch immer nicht genug vom Radeln.
Franz Fröschl betet um eine achte Etappe. Aber alle anderen haben genug und wollen nach Hause.

Als völlig unverwüstlich präsentierten sich einmal mehr Gerold Keil und Franz Fröschl. Die beiden „Oldboys“ in der Phalanx der Osttiroler fuhren die gesamte Tour in den vorderen Rängen mit, wurden auf der Schlussetappe Zwölfte und landeten damit auf dem tollen 11. Gesamtrang!

Als 38. der Etappe und 24. in der Gesamtwertung sprinteten Jakob Britz und Patric Plankensteiner (Dolomite Bike) ins Ziel. Britz holte sich zudem hinter Schupfer Platz 2 in der U23-Wertung. Hannes Wilhelmer und Thomas Aichner (Team Fitstore 24) wurden auf der letzten Etappe 59. und landeten insgesamt auf Rang 65. Das Team Sillian Hochpustertal MTB mit Simon Heinrich und Manuel Ploner landete auf dem 106. Platz.

Noch ein Gruppenfoto vor der Rückreise in die Heimat ...
Noch ein Gruppenfoto vor der Rückreise in die Heimat.

Last but not least ist noch die Leistung eines Einzelkämpfers zu erwähnen, der seinem Ruf als Ironman alle Ehre machte: der Lienzer Notar Markus Mayr, dessen Bruder nach der ersten Etappe mit ausgerenkter Schulter w.o. geben musste, fuhr das Rennen alleine zu Ende und landete bei den „Individual Finishern“ im vorderen Drittel.

Auch zehn Frauenteams erreichten das Ziel in Riva del Garda. Siegerinnen wurden die Teamkolleginnen von Alban Lakata, Sally Bigham und Christina Kollmann von Topeak Ergon Racing Team.

Wonach sich alle nach  610 Kilometer Radlfahren sehnten? Nach eine Runde Schwimmen!
Wonach sich alle nach 610 Kilometern Radfahren sehnten? Nach einer Runde Schwimmen!

Abschließend möchten wir uns noch bei unserem strampelnden Reporter Hannes Wilhelmer bedanken. Sieben Tage im Sattel haben ihn nicht davon abgehalten, uns und die LeserInnen von dolomitenstadt.at auf dem Laufenden zu halten. Er hat sogar zum Abschluss noch eine Neuigkeit für uns: „Was man so von den Organisatoren hört, wird es wohl nicht mehr so schnell über den Felbertauern gehen. Die Osttirol-Etappe war dann doch, auch für Transalp Verhältnisse, zu extrem.“

Gut gefahren, gut berichtet. Lieber Hannes, der Kebab geht auf uns!
Gut gefahren, gut berichtet. Hannes Wilhelmer hat sich den Kebab wirklich verdient!
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