Heimniederlage des FC-WR gegen Dellach/Gail

Ein bitteres 0:3 zum Saisonauftakt auf eigenem Rasen.

Mit gleich fünf neuen Akteuren in der Startformation schickte Trainer Ibel Alempic bei seinem Heimdebüt am 1. August seine Mannschaft in das Spiel gegen den SV Dellach/Gail. Allerdings mussten die Gastgeber auf Legionär Peter Klancar, der nach seinem Platzverweis im Auftaktspiel gegen Admira Villach für drei Spiele gesperrt wurde, verzichten. Ein Ausfall der sich in diesem Spiel noch schmerzhaft auswirken würde.

Die Hausherren nahmen vom Start weg das Zepter in die Hand und waren speziell in den ersten 15 Minuten die klar tonangebende Mannschaft. Bereits in der 3. Minute bediente Tobias Fuetsch den in der Mitte lauernden Manuel Moser, doch dieser scheiterte aus kurzer Distanz am Gailtaler Keeper Julian Arneitz. Sieben Minuten später konnte Peter Stojanovic nach einem Solo nur mehr durch ein Foul knapp außerhalb des Strafraumes gestoppt werden. Den dafür verhängten Freistoß hob der gefoulte Spieler selbst nur knapp über das gegnerische Tor. Und zum Abschluss dieser Debanter Drangperiode scheiterte Peter Stojanovic nach Vorarbeit von Aldamir da Silva an einer tollen Parade des gegnerischen Schlussmannes.

Dann war es aber vorbei mit der Überlegenheit der Hausherren und die knapp 300 Besucher im Aguntstadion mussten miterleben, wie die Gäste immer mehr das Spiel an sich reißen konnten. Vor allem über die linke Angriffseite kamen die Gailtaler ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor der Osttiroler. Nachdem Lirim Salihi und Dejan Burgar in aussichtsreichen Positionen den Ball nicht im Tor unterbringen konnten, eröffnete sich den Dellachern in der 31. Minute die Riesenchance auf den Führungstreffer. Der überragende Lukas Huber tankte sich wieder einmal über links durch, wurde überhaupt nicht attackiert, setzte das Spielgerät aber aus kurzer Distanz neben das Debanter Tor.

Fünf Minuten später bewahrte FC-WR Keeper Thomas Heinzle mit einer Fußabwehr nach einem Freistoß von Lirim Salihi seine Elf vor einem Gegentreffer. Die in dieser Phase hochverdiente Führung für die Dellacher fiel dann aber kurz vor dem Halbzeitpfiff der sehr umsichtig agierenden Schiedsrichterin Francesca Micossi. Nach einem neuerlichen Vorstoß von Lukas Huber über die linke Seite konnte dieser nur mehr durch ein Foul gestoppt werden. Der von Lirim Salihi ausgeführte Freistoß wurde von der Osttiroler Mauer noch abgefälscht und fiel unhaltbar für Thomas Heinzle zum 0:1 Pausenstand ins Netz.

Signora Francesca Micossi agierte umsichtig und kompromisslos: sie zückte die gelbrote Ampelkarte und schickte Oberhuber damit vorzeitig unter die Dusche. Foto: Brunner Images
Signora Francesca Micossi agierte umsichtig und kompromisslos: sie zückte die gelbrote Ampelkarte und schickte Oberhuber damit vorzeitig unter die Dusche. Foto: Brunner Images

Gleich nach Wiederanpfiff mussten die Hausherren den nächsten Dämpfer hinnehmen. David Oberhuber sah wegen wiederholten Foulspieles die zweite gelbe Karte und musste vorzeitig unter die Dusche. FC-WR Trainer Ibel Alempic versuchte daraufhin mit einem Tripletausch seiner Mannschaft neuen Schwung zu verleihen. Doch diese Maßnahme nützte wenig, denn die Elf von Dellach/Gail Coach Philipp Dabringer präsentierte sich an diesem Tag bärenstark. Binnen weniger Minuten sorgten die Gäste für klare Verhältnisse. Zunächst krönte Lukas Huber aus einem Getümmel heraus seine überragende Leistung mit dem Treffer zum 0:2 und in der 60. Minute zeigte Signora Micossi nach einem Strafraumfoul von Thomas Steinlechner an Lirim Salihi auf den Elfmeterpunkt. Dejan Burgar trat an und verwandelte trocken zur 3:0 Führung für die Gäste aus dem Gailtal.

Mit dieser sicheren Führung im Rücken zogen sich die Dellacher etwas weiter zurück, blieben aber mit ihren schnellen Konterangriffen stets gefährlich. Die Hausherren kamen erst gegen Ende der Partie wieder besser in Schwung, jedoch fanden Peter Stojanovic und Aldamir da Silva in Keeper Julian Arneitz ihren Meister.  „Ein rabenschwarzer Tag meiner Mannschaft,“ so ein sichtlich enttäuschter FC-WR Trainer Ibel Alempic nach dem Schlusspfiff. Vor allem am Defensivverhalten seiner Elf wird der ehemalige Abwehrrecke in den nächsten Wochen hart zu arbeiten haben.

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