150 Jahre Venediger-Erstbesteigung

Am 11. August 1865 wurde der Großvenediger erstmals vom Innergschlöss aus bestiegen.

Gipfelgrat des Großvenediger mit dem Großglockner im Hintergrund. Foto: NPHT/Jurgeit
Gipfelgrat des Großvenediger. Foto: NPHT/Jurgeit

Nachdem die beiden Talanstiege von Neukirchen und von Prägraten aus schon Jahre zuvor bestiegen worden waren, regte der Alpinist und Geograph Friedrich Simony im Jahr 1865 die Besteigung des Großvenedigers auch von seiner Ostseite her an. Der Lienzer Bergsteiger Egid Pegger heuerte daraufhin in Innergschlöss den Matreier Bergführer und Jäger „Staller Nandl“ an. Gemeinsam mit drei weiteren Bergkameraden, darunter der Maler Franz von Defregger, erreichten sie den Gipfel. Im Alpenvereinsjahrbuch 1866 berichteten sie von der Besteigung von dieser Seite aus, die seitdem als eine der „reizendsten, leichtesten und billigsten“ beschrieben wird.

Pegger schrieb: „Ich bemerke nur noch, dass wir mit Wetter und Aussicht sehr zufrieden waren, 1 1/2 Stunden unterhalb der Spitze zubrachten, den Rückweg in 8 1/2 Stunden ausführten und in Gschlöss von dem anderen Theile unserer Gesellschaft mit Jubel empfangen wurden.“

Um das Jubiläum zu feiern, organisiert der Bergführerverein Matrei gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern ein umfassendes Programm. Darunter befindet sich eine geführte Wanderung mit Nationalpark-Rangern am 8. August. Am selben Tag wird eine Gruppe in historischer Bekleidung auf der Originalroute die Erstbesteigung nachstellen. Am 10. August folgt ein Vortrag im Matreier Kesslerstadel und am 14. August wird um 20:30 Uhr in einer Open-Air-Vorführung in Innergschlöss ein Film zur Venedigerbesteigung gezeigt.

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