Kartitsch gedenkt mit Feier dem Ersten Weltkrieg

Ein Festakt, eine Ausstellung und eine historische Führung runden das Gedenken ab.

Der Karnische Kamm ist nicht nur als wunderschöne Region bekannt, sondern ging auch unter sehr traurigen Umständen in die Geschichtsbücher ein, zumal dort in den Kriegsjahren des Ersten Weltkriegs mehrere Schlachten stattfanden, die zahllose Opfer forderten. Familien und ganze Bergdörfer wurden von den Ereignissen bedroht und auch langfristig verändert. Einige der Spuren sind bis heute sichtbar. Diesen widmet sich die Gemeinde Kartitsch in mehreren Annäherungen.

Kriegsfoto am Obstanser Boden. Foto: Sammlung der Familie Herrnegger Kartitsch
Kriegsfoto am Obstanser Boden. Foto: Sammlung der Familie Herrnegger, Kartitsch

Schon seit Ende Mai ist die Gedenkausstellung „Pro Patria?! Kartitsch 1914–1918“ geöffnet und wurde bisher von über 1.600 Personen besucht. Am 8. August 2015 wird eine Feier veranstaltet, in der den historischen Ereignissen gedacht werden soll. Um 19 Uhr wird es zunächst einen Aufmarsch der Fahnenabordnungen geben, anschließend werden die österreichische, die italienische sowie die Europäische Fahne gehisst, bevor um etwa 19:25 Uhr ein Gedenkgottesdienst stattfinden wird. Nach der Messe folgen Ansprachen von Josef Außerlechner (Bürgermeister aus Kartitsch) und Marco Staunovo Polacco (Bürgermeister aus Comelico Superiore, Belluno) sowie von Vertretern des Landes, des Militärs u.a., bevor die Feier mit einem Konzert der Musikkapelle Kartitsch und einem besinnlichen Beisammensein zu Ende gehen wird.

Darüber hinaus wird es am 21. August eine Führung auf den historischen Wegen der Karnischen Front geben, die Gottfried Kalser, Vizeleutnant i.R. und langjähriger Mitarbeiter der Aktion „Friedenswege – Le vie della pace“, leiten wird.

Teil der Ausstellung "Pro Patria?!". Foto: Gemeinde Kartitsch
Teil der Ausstellung „Pro Patria?!“. Foto: Gemeinde Kartitsch
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