Matrei verliert überraschend gegen VSV

Bittere 0:1 Niederlage statt Pflichtsieg im Tauernstadion.

Matrei-Trainer Günter Tabernig wollte am 15. August im Heimspiel vor knapp 500 Besuchern im Tauernstadion gegen die bis dahin noch punktelosen Villacher unbedingt den ersten Sieg in dieser Saison einfahren. Allerdings musste er bei diesem Vorhaben auf die beiden Mannschaftsstützen Daniel Steiner und Rene Scheiber verzichten.

Trainer Tabernig an der Linie. Sein Team ging auch diesmal punktelos vom Platz. Fotos: Expa/Groder
Trainer Günter Tabernig an der Linie. Sein Team ging auch diesmal punktelos vom Platz. Fotos: Expa/Groder

Und deren Absenz wirkte sich von Beginn an negativ auf das Spiel der Hausherren aus. Im Mittelfeld bemühte sich Lukas Brugger zwar redlich, doch der entscheidende finale Pass wollte einfach nicht gelingen, ihm merkte man auch die lange Pause deutlich an. So konnte man sich zwar eine optische Überlegenheit herausspielen, doch bei den Steilpässen war immer der Villacher Schlussmann David Tschemernjak, der eine starke Leistung bot, zur Stelle.

So scheiterte Christoph Jestl beim Versuch den Gäste Keeper auszuspielen und auch Matthias Berger fand mit einem Freistoß in David Tschemernjak seinen Meister. Da auch die Gäste in der Offensive vorerst komplett harmlos blieben, ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Benedict Unterwurzacher "hält auch Groooße", musste aber einmal hinter sich greifen.
Benedict Unterwurzacher „hält auch groooße“, musste allerdings einmal hinter sich greifen.

Kurz nach Wiederanpfiff prüfte der diesmal an vorderster Front aufgebotene Christoph Jestl den Villacher Tormann, doch dieser konnte den gut angetragenen Schuss zum Eckball abwehren. Dies war dann auch für einige Zeit die letzte Offensivaktion der Iseltaler, denn plötzlich wurden die Gäste mutiger und kamen zu einigen Chancen. Einen hohen Ball von der Seite nahm Jeffrey Traussnig im 16er mustergültig an, knallte das Leder aber über das Matreier Tor. In der 63. Minute war es dann aber soweit. VSV Kapitän Anton Martinovic spielte den Ball quer zu Jeffrey Traussnig. Der hatte bei einem Haken etwas Ballglück, das Spielgerät fiel ihm genau vor die Füße und er schoss flach ins lange Eck zum 0:1 ein.

Die Matreier versuchten sofort zurückzuschlagen doch nach einem Flankenball von Christoph Jestl versuchte der eingewechselte Oliver Steiner den Ball per Kopf zurückzulegen, anstelle selbst aufs Tor zu köpfeln. In der 73. Minute eröffnete sich den Hausherren die nächste Ausgleichsmöglichkeit. Zunächst scheiterte Moritz Mair am Torhüter der Gäste und der folgende Stanglpass von Lukas Brugger konnte von den Gästen mit vereinten Kräften aus der Gefahrenzone gebracht werden.

Einer der agilsten Villacher und Schütze des einzigen Treffers: Jeffrey Traussnig.
Einer der agilsten Villacher und Schütze des einzigen Treffers: Jeffrey Traussnig.

Obwohl sich die Hausherren danach redlich bemühten wenigstens noch einen Punkt zu ergattern, fehlten ihnen an diesem Tag die Ideen die immer sicherer stehende Villacher Defensive auszuspielen. In der Nachspielzeit sah der Villacher Vedran Gavranic wegen „Ball wegschießen“ noch die gelb/rote Ampelkarte.

So blieb es am Ende beim 0:1 und Martin Holzer & Co. gingen mit hängenden Köpfen in die Kabinen. Mit nur zwei Punkten aus vier Runden blieben die Matreier bisher deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen, doch mit der Rückkehr von Rene Scheiber und Daniel Steiner wird es bei den Iseltalern vermutlich bald wieder bergauf gehen.

Fast 500 Fans sahen das Spiel im Tauernstadion.
Fast 500 Fans sahen das Spiel im Tauernstadion.
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