Rapid Lienz siegt mit „letztem Aufgebot“ in Völkermarkt

Zur unchristlichen Beginnzeit um 10.00 Uhr wurde am 15. August das Kärntnerliga-Spiel Rapid Lienz gegen Völkermarkt angekickt und die Kärntner Hausherren übernahmen zu Beginn gleich die Initiative und starteten mit viel Druck. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Daniel Kleinlercher und Paul Görtschacher war Rapid-Trainer Bernhard Zoier erneut zu Umstellungen gezwungen. So stellte er diesmal Florian Neumeister auf die für ihn ungewohnte Position als Linksverteidiger und im Mittelfeld feierte der erst 16-jährige Luka Tolic sein Debüt in der Startformation.

Vor allem in den Anfangsminuten tat sich die neuformierte Lienzer Defensive noch etwas schwer die Abstimmung zu finden. Doch von Minute zu Minute klappte es besser und vor allem Florian Neumeister bot über die gesamte Spielzeit eine fehlerfreie Leistung.

Die erste Offensivaktion der Gäste gab es nach 23 Minuten. Markus Stocker eroberte im Mittelfeld den Ball lief noch einige Schritte, sein Schuss ging aber knapp am Völkermarkter Tor vorbei.

Auf der Gegenseite konnte sich der Lienzer Schlussmann Christian Korunka bei einem Weitschuss von Daniel Primusch auszeichnen. Danach gab es bis zum Pausenpfiff sehr wenig Höhepunkte. Die Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten sich aber gegen die gut stehende Lienzer Mannschaft keine zwingenden Torchancen herausspielen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verstärkten die Hausherren nochmals den Druck, konnten die Lienzer Defensive aber nie wirklich in Bedrängnis bringen. Nachdem die Dolomitenstädter diese etwa zehnminütige Phase unbeschadet überstanden hatten, wurden sie in der Offensive mutiger und kamen demzufolge auch zu einigen Chancen. In der 57. Minute brachte Lukas Steiner einen Freistoß auf den zweiten Pfosten zum völlig freistehenden Luka Tolic, der das runde Leder jedoch nicht richtig traf und der Keeper der Hausherren hatte keine Probleme den Ball abzuwehren.

Drei Minuten später war es dann aber soweit. Clemens Gesser setzte sich in seiner unnachahmlichen Art und Weise gegen die Völkermarkter Abwehr durch und konnte nur mehr durch ein Strafraumfoul gestopt werden. Den dafür diktieren Elfmeter verwandelte Dominik Müller zur 1:0 Führung für die Grünweißen. Die Hausherren wirkten ob dieses Gegentreffers etwas konsterniert und hatten kurz darauf das Glück auf ihrer Seite, als in einer Aktion sowohl Lukas Steiner als auch Clemens Gesser in aussichtsreichen Positionen am Völkermarkter Schlussmann Mario Mairitsch scheiterten.

In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Mittelfeldgeplänkel, die Völkermarkter bemühten sich zwar redlich, verzweifelten aber immer mehr an der toll stehenden Lienzer Mannschaft. Lediglich in der 70. Minute kamen sie noch einmal gefährlich vor das Tor der Gäste, doch der ideal durch den fünf Meter Raum gespielte Querpass von Daniel Primusch ging zum Glück für die Rapidler an Freund und Feind vorbei.

Die Uhr in der Lilienberg-Arena in Völkermarkt zeigte die 75. Spielminute als Mario Kleinlercher seinen großen Auftritt hatte. Zuerst scheiterte Dominik Müller mit einem Freistoß am Schlussmann der Hausherren.Nach dem darauffolgenden kurz abgespielten Eckball düpierte der Lienzer Stürmer zwei Gegenspieler, drang in den Strafraum der Hausherren ein und nagelte den Ball aus fast unmöglichen Winkel zur 2:0 Führung für die Dolomitenstädter unter die Querlatte.

Dies war zugleich die Entscheidung in diesem Spiel denn die Völkermarkter wirkten anschließend wie ein angeschlagener Boxer und hatten Glück, nicht noch den dritten Gegentreffer hinnehmen zu müssen. Nach Zuspiel von Felix Wohlgenannt tauchte Markus Stocker alleine vor dem Tor der Hausherren auf, traf den Ball jedoch nicht richtig und der Keeper der Völkermarkter konnte ihn problemlos abwehren.

„Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft die eine wirklich tolle Leistung geboten hat. Zuerst hatten wir etwas Glück, aber wir sind heute einfach defensiv sehr gut gestanden und haben fast keine Torchancen zugelassen. Nach dem Seitenwechsel kamen wir immer besser ins Spiel und hätten sogar noch den einen oder anderen weiteren Treffer erzielen können“, so die Worte von Rapid Trainer Bernhard Zoier nach dem Spiel.

Nun wollen die Rapidler natürlich am nächsten Wochenende gegen den ASKÖ Köttmannsdorf auch zuhause die ersten Punkte einfahren. Spielbeginn ist am Samstag 22. August 2015 um 17:30 Uhr im Dolomitenstadion Lienz.

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