Giftige Zucchini: Leisacher musste in Krankenhaus

Im Gemüse kann der Bitterstoff Cucurbitacin zu Darmschäden führen.

Durch Kreuzungen mit Zierkürbissen können Zucchini übermäßig viele Bitterstoffe anreichern. Foto: mages/photocase.com
Durch Kreuzungen mit Zierkürbissen können Zucchini übermäßig viele Bitterstoffe anreichern. Foto: mages/photocase.com

Vor wenigen Tagen berichteten die deutschen Medien vom Tod eines 79-Jährigen, der nach dem Verzehr einer Garten-Zucchini in Baden-Württemberg mit Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden war.

In Bayern mussten mindestens fünf Menschen nach Vergiftungen durch den Bitterstoff Cucurbitacin ärztlich behandelt werden. Die Dunkelziffer von Vergiftungen durch wilde Kreuzungen von Gemüsesorten schätzen Fachleute wesentlich höher ein. In hoher Dosierung kann Cucurbitacin Durchfall und schwere Darmschäden auslösen. Einen ersten bekannten Fall in Österreich gibt es jetzt in Leisach/Osttirol.

Der betroffene Leisacher aß Zucchini aus dem eigenen Garten. Zwar schmeckte er den Bitterstoff sogar, aß aber weiter und landete im Bezirkskrankenhaus Lienz. Zu seinem Glück dürfte die Vergiftung nicht allzu schwer gewesen sein, sodass er nach stationärer Behandlung wieder nach Hause entlassen werden konnte.

Im Zweifelsfalle gilt: Wenn Zucchinis oder Kürbisse bitter schmecken, nicht essen!

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