Rapid Lienz: bereits der dritte Sieg in Folge

Nach zwei Siegen wollte Rapid Lienz am 29. August auch beim Mitaufsteiger in die Kärntner Liga, dem SK Kühnsdorf, etwas Zählbares mit nach Hause nehmen.

Die Grün-Weißen starteten fast mit der gleichen Aufstellung wie beim letztwöchigen Spiel gegen Köttmannsdorf, nur der wieder fit gewordene Daniel Kleinlercher ersetzte Paul Görtschacher. Bei den Hausherren wurde Torjäger Robert Matic, der sich beim letzten Spiel in Ferlach verletzt hatte, fit gemacht. Mit nur drei Punkten aus fünf Spielen standen die Kühnsdorfer schon vor diesem Spiel unter Druck.

Die Rapidler gingen vor rund 300 Besuchern mit breiter Brust in die Partie in der Jauntal-Arena. Von Anfang an agierten die Osttiroler diszipliniert und ließen bei den Gastgebern keinerlei Spielfluss aufkommen. Die erste Offensivaktion der Gäste gab es in der achten Minute, Dominik Müllers Schuss landete aber genau in den Armen von Kühnsdorf-Keeper Markus Glänzer, der als gebürtiger Osttiroler noch vor einigen Jahren selbst bei den Grün-Weißen das Tor gehütet hatte.

Die Heimelf war zwar bis rund 25 Meter vor dem Lienzer Tor optisch leicht überlegen, danach waren sie aber mit ihrem Latein am Ende. Zu gut stand die Defensive der Dolomitenstädter rund um die beiden Eder Brothers. Nachdem kurz zuvor Lukas Steiner einen Schuss von der Strafraumgrenze noch knapp neben das Tor der Hausherren gesetzt hatte, konnten die Gäste in der 23. Minute erstmals jubelnd abdrehen. Dominik Müller bediente auf der rechten Seite Clemens Gesser und bei dessen Querpass blieb Mario Kleinlercher mit etwas Glück am Ball und traf zur vielumjubelten 1:0 Führung für die Rapidler. Sechs Minuten später konnte sich Markus Glänzer im Tor der Gastgeber bei einem Freistoß von Dominik Müller, den er aus der kurzen Ecke fischte, auszeichnen. Die Gäste wurden nun mutiger und erzielten in der 38. Minute ihren zweiten Treffer. Thomas Zraunig, der in der ersten Halbzeit eine tolle Partie ablieferte, setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch, sein Schuss aufs kurze Eck wurde abgewehrt, fiel vor die Füße von Mario Kleinlercher zurück und dieser konnte vom Kühnsdorfer Keeper nur mehr regelwidrig gestoppt werden. Den dafür verhängten Elfmeter verwertete Dominik Müller zur 2:0 Pausenführung für die Osttiroler. Es war dies übrigens sein bereits vierter Treffer in dieser Saison, und alle vier resultierten aus Strafstößen.

Nach der Halbzeitpause kamen die Kühnsdorfer mit neuem Schwung zurück auf das Spielfeld. Doch was sie auch versuchten, spätetens bei der ausgezeichnet stehenden Lienzer Abwehr war Endstation. Die einzige nennenswerte Angriffsaktion der Hausherren während der gesamten 90 Minuten war ein Kopfball von Robert Matic, den aber Lienz Keeper Christian Korunka abwehren konnte. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr mussten die Jauntaler aufmachen und die daraus resultierenden freien Räume nützten die Rapidler immer wieder zu gefährlichen Kontervorstößen. So scheiterte Mario Kleinlercher, der vom eingewechselten Paul Görtschacher auf die Reise geschickt wurde, am Keeper der Hausherren.

In der 82. Minute gab es gleich eine Doppelchance auf den dritten Lienzer Treffer. Zuerst konnte Markus Glänzer einen ansatzlosen Schuss von Dominik Müller gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken, der zurückspringende Ball fiel vor die Füße von Luka Tolic, der aber zu überrascht war und das Spielgerät neben das Tor setzte. Den letzten Aufreger, zugleich den einzig negativen für die Dolomitenstädter, gab es in der 87. Minute. Mario Kleinlercher rutschte zum Ball, traf dabei jedoch einen Gegenspieler und wurde vom Unparteiischen mit der zweiten gelben Karte vorzeitig unter die Dusche geschickt. Kurz darauf gab es den Schlusspfiff und die Grün-Weißen konnten sich mit einem verdienten 2:0 Auswärtssiegund zugleich über ihren dritten vollen Erfolg in Serie freuen.

Rapid Sportkoordinator Thomas Fian sprach nach dem Spiel von einer „sehr starken Mannschaftsleistung. Wir haben über 90 Minuten sehr diszipliniert agiert, sind hinten gut gestanden und haben in der Offensive unsere Chancen genutzt. Ein hochverdienter Erfolg, an dem auch Trainer Bernhard Zoier, der unsere Jungs taktisch wieder hervorragend eingestellt hat, einen Löwenanteil hat.“ Weiter geht es für die Rapidler am kommenden Samstag, 5. September. Mit Beginn um 17:00 Uhr treffen Manuel Eder & Co. im Dolomitenstadion Lienz auf den FC Lendorf.

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