Flüchtlinge: Grüne und Touristiker auf einer Linie

Demir: Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylwerber hätte Vorteile.

Oft komme es nicht vor, dass sich die Ansichten von Tourismus-Spartenobmann Franz Hörl mit jenen der Tiroler Grünen decken. Im Falle der Öffnung des Arbeitsmarktes für AsylwerberInnen sei man sich aber einig, teilt der Grüne Integrationssprecher Ahmet Demir am 17. September per Aussendung mit. „Das aktuelle System ist doch absurd. Auf der einen Seite sind im Tourismus und anderen Bereichen tausende Stellen unbesetzt und auf der anderen Seite gibt es tausende Flüchtlinge, die zum Nichtstun verdammt sind“, beschreibt Demir die aktuelle Situation.

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Der Grüne Integrationssprecher Ahmet Demir. Foto: Grüne

Laut Aussagen Hörls seien bis zu 2500 Stellen in Tirol alleine im Tourismus unbesetzt. Das Scheinargument, dass AsylwerberInnen ÖsterreicherInnen die Arbeit wegnehmen, werde nur vor jenen ins Feld geführt, die sich gegen die bestmögliche Integration von Menschen auf der Flucht aussprechen. Kein Asylwerber mache Österreichern deren Stelle streitig.

Demir: „Das ist durch das Ausländerbeschäftigungsgesetz klar geregelt. Das Ende der de facto Arbeitsmarktsperre hätte aber eine Vielzahl von positiven Effekten. Angefangen von der Möglichkeit für AsylwerberInnen ihr Leben selbst zu finanzieren über die Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz bis hin zur Tatsache, dass sich der Anteil der finanziellen Selbsterhaltungsbeiträge dadurch verringern würde.“ Weiters würden AsylwerberInnen die Sprache schneller erlernen und es käme zu einem intensiven Austausch mit den Menschen vor Ort.

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7 Postings bisher
blubla vor 2 Jahren

@Patriot..

gerade im Tourismus könnten sie arbeiten.. sie sprechen meist zwar wenig Deutsch, aber besser Englisch als die meisten Osttiroler! Wir haben Gäste aus der ganzen Welt, wo sehr sehr viele Englisch sprechen.. also warum nicht? Denke dass die meisten sehr schnell lernen!

Desweiteren muss es nicht heißen, dass nur weil man ein Flüchtling ist nicht gebildet ist! Die meisten haben Abschlüsse und sind für irgend einen Bereich qualifiziert! Also warum nicht davon profitieren?

9900Patriot vor 2 Jahren

Das ist doch ein schwaches Argument. Ich denke das so gut wie keiner dieser Flüchtlinge unsere Sprache spricht. was wollen sie für Arbeiten machen? Abwäscher? Arbeiten wo sie mit Gästen in Berührung kommen wären wohl keine gute Werbung für einen Tourismusbetrieb. Der Gast hat Urlaub, möchte den ohne Sorgen genießen, dazu zählt auch das er sich mit dem Servicepersonal, Zimmermädchen,... unterhalten kann. Da geht es einigen Unternehmern wohl nur um billige Arbeitskräfte, die mit minderwertigen Unterkünften zufrieden sind. Wenn es Stellen gibt die für Asylanten (bitte aber echte Kriegsflpchtlinge) so kann man diese natürlich vermitteln. Aber es sollte jedem Asylant klar gemacht werden, das alles nur für die Dauer der Unruhen in seinem Heimatland gilt. Danach müßen alle Asylanten zurück in ihr Heimatland. 1. um es aufzubauen, 2. um Platz zu schaffen wenn aus anderen Kriegsgebieten Menschen Schutz brauchen.

Instinktivist vor 2 Jahren

Ich stelle mir gerade vor, wie ein Immigrant, Flüchtling, Asylwerber (wie auch immer) einem "Einheimischen" die Arbeit weg nimmt. Er geht also in den Betrieb und sagt zum Kollegen :"Verschwinde, das mache jetzt ich...!!!" Kann wohl nicht sein oder? Ist es vielleicht eher so, dass ein Inländer den Job nicht machen will und dann bekommt ihn einer von "draußen" und macht den Job. Ansonsten wäre es wohl kaum möglich, dass wir so viele Arbeitslose wie seit - ich - weiß - nicht - wann haben und trotzdem 2500 Stellen im Tiroler Tourismus unbesetzt sind. Und lieber Chiller, der "Karl Friedrich Sattmann" Tourist beschwert sich sowieso. Natürlich könnten manche Betriebe besser zahlen, oder freundlicher zu den Mitarbeitern sein. Ich hoffe aber doch, dass es einen Mindestlohn gibt. Hoffe ich einfach! lg

raimatt vor 2 Jahren

Mich wundert das nun mal ganz und gar nicht dass hier die Tourismusabteilung mal der gleichen Meinung ist wie die Politik!! Den so können sich die Tourismusbetriebe ja dann die Arbeiter aussuchen unter den Asylwerbern, die mit großer Sicherheit nur warten irgendwo arbeiten zu können und diese Arbeit sehr fleißig und zielstrebig angehen...............die sind so froh das sie arbeite dürfen, von denen wird sich dann eher selten einer Aufregen wenn die Arbeitszeit oder auch der Lohn nicht nach Kollektivvertrag abgegolten wird..........was heutzutage ja sowieso schon Gang und Gebe ist, besonders was die Arbeitszeiten angeht!!

Die Arbeitsstellen die im Tourismus meist frei sind, sind die die meist Unterbezahlt sind und von Einheimischen rein rechnerisch nicht besetzt werden können da es sich am Ende des Monats halt einfach nicht ausgeht! Aber besonders in Osttirol klebt fast jeder Betrieb am Kollektivlohn fest und fordert aber von den Arbeitern 120%........die meisten Einheimischen lassen sich die teilweise diktatorische Haltung von manchen Chefs auch gefallen um halt ein Durchschnittseinkommen und einen Arbeitsplatz zuhause zu haben!!

Da freut man sich als Touristiker wenn man zugang zu mehr Personal hat die Arbeiten und das "Maul halten"!!!

chiller336 vor 2 Jahren

also i verstehs nit wirklich ... hamma zuwenig arbeitslose im eigenen land?? redets ihr von solchen leuten, die an der grenze zu ungarn wirbln bis zum geht nicht mehr?? bin bei bergfex s meinung - man soll mal anständig zahln und nciht des eigene volk aushungern ... bin selber im wintertourismus tätig und es gibt bereits unmengen von ausländischen arbeitskräften - ungarn, tschechen, slowaken, polen usw usw ..... und was passiert?? die gäste regen sich bereits auf, warum in einem traditionsland wie tirol zb so wenige tiroler im gastgewerbe beschäftigt sind .... des is mit sicherheit der falsche denkansatz.

bergfex vor 2 Jahren

....... Auf der einen Seite sind im Tourismus und anderen Bereichen tausende Stellen unbesetzt .............

Vielleicht sollten diese "Arbeitgeber" sich einmal Gedanken machen über die Bezahlung und die Arbeitszeiten.Es gibt eben schon Betriebe, die die Arbeiter "auswurzen" bis zum geht-nicht-mehr, da würde ich auch kein zweitesmal hingehen. Warum suchen gewisse Betriebe dauernd Personal? Was stimmt hier nicht? Wenn ich mit der Arbeit und dem Lohn zufrieden bin, bleibe ich oder gehe bei Saison wieder dorthin.

@nanny ..... Und etwas Konkurrenz von arbeitshungrigen jungen Ausländern schadet unseren, na sagen wir, teilweise etwas verwöhnten Arbeitslosen auch nicht......... Klingt gut, nur um diesen Spottlohn KANN ein Österreicher nicht arbeiten, er muss ja meistens auch noch eine Familie erhalten Wenn der Lohn niedriger als das Stempelgeld ist , stimmt was nicht Bin aber dafür, dass "unabhängige" Personen schon auch Arbeiten ausserhalb Osttirol annehmen können.

nanny vor 2 Jahren

Ja, völlig richtig. Integration ohne Teilnahme am Arbeitsleben kann nicht wirklich gelingen. Und Asylwerber bekommen ja ohnehin nur Stellen, für die es kein Interesse von Österreichern gibt (zB Tourismus). Und etwas Konkurrenz von arbeitshungrigen jungen Ausländern schadet unseren, na sagen wir, teilweise etwas verwöhnten Arbeitslosen auch nicht.