Totale Mondfinsternis am Montag um 4:45 Uhr

Frühaufsteher sehen ein seltenes Himmelsereignis.

Nach den Vorhersagen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wird das Wetter mitspielen und am Montag, 28. September, in den Morgenstunden einen freien Blick auf ein seltenes Himmelsschauspiel freigeben: eine totale Mondfinsternis. Der Höhepunkt der Verdunkelung ist um 4:47 Uhr.

Zuletzt war dieses Phänomen am 21. Februar 2008 zu sehen, die nächste in allen Phasen bei uns sichtbare Mondfinsternis wird erst wieder am 31. Dezember 2028 stattfinden. Also: Hobby-Astronomen sollten sich einen Wecker stellen. „Am Montag um 3:07 Uhr tritt der Mond in den Erdschatten, um 6:27 Uhr – kurz vor Sonnenaufgang – geht das Ereignis zu Ende“, erklärt Albert Sudy von der ZAMG, „die Totalität, also die völlige Beschattung des Mondes, ist von 4:11 Uhr bis 5:23 Uhr.“

In diesem Zeitraum ist der Mond keineswegs verschwunden oder schwarz, im Gegenteil. Sudy: „Es ist ein rötlicher bis bräunlicher Anblick zu erwarten, da den Mond noch Streulicht von der Erde erreicht. Wie das genau aussieht, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt dann stark vom aktuellen Zustand der Erdatmosphäre ab, zum Beispiel ob gerade viel oder wenig Vulkanstaub vorhanden ist.“

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So ungefähr wird er aussehen, der Mond im Erdschatten. Streulicht und Vulkanstaub in der Atmosphäre bestimmen die Farbe. Foto: Albert Sudy

Die totale Mondfinsternis fällt auch mit einem sogenannten „Supervollmond“ zusammen. Das bedeutet, dass der Mond auf seiner Bahn der Erde am nächsten ist und damit seine maximale Größe zeigt, ein Unterschied, der mit freiem Auge allerdings kaum wahrnehmbar ist. Sudy hat ein plakatives Beispiel parat: „Der Unterschied im Anblick des Mondes in seinem der Erde nächsten und seinem fernsten Abstand entspricht im Umfang etwa dem Unterschied zwischen einer 1-Euro und einer 2-Euro Münze.“

Und noch etwas erzählt der Experte. Man sollte einen guten Blick nach Westen haben um die totale Mondfinsternis optimal zu sehen, aber dabei die entgegengesetzte Himmelsrichtung nicht aus den Augen verlieren: „Während die Mondfinsternis langsam zu Ende geht, gehen im Osten drei Planeten in den Sternbildern Löwe und Krebs auf: Venus, Mars und Jupiter. Vor allem die Venus wird man wegen ihrer großen Helligkeit nicht übersehen können. Insgesamt ist also ein stimmiges astronomisches Naturerlebnis zu erwarten.“ Das klingt nach einem Ereignis, das man nicht verschlafen sollte.

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