Wichtiger Punktegewinn für Rapid Lienz

Die Dolomitenstädter holten im Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten St. Michael/Lavant ein 0:0 Unentschieden.

Bereits vor Spielbeginn stand fest, dass die Lavanttaler alles unternehmen würden, um im Spiel am 26. September den ersten Saisonsieg in der Kärntner Liga einzufahren. Dementsprechend engagiert gingen die Hausherren auch von Beginn an zu Werke und versuchten auf dem schwer zu bespielenden Platz sofort Druck auf die Lienzer Defensive auszuüben.

Die Rapidler, die diesmal auf Florian Neumeister verzichten mussten, hatten starke Probleme mit ihrem Umschaltspiel und so blieben gelungene Offensivaktionen eher Mangelware. Lediglich zwei Schüsse von Sven Lovric, die aber klar am gegnerischen Tor vorbeigingen, standen vorerst zu Buche. Die Gastgeber nahmen mit ihrer Spielanlage bereits in der Anfangsphase sehr viel Risiko und hatten nach 13 Minuten die erste tolle Möglichkeit auf den Führungstreffer. Nach Doppelpass mit Fabian Hafner kam Moritz Guetz aus kurzer Distanz an den Ball, schoss ihn aber deutlich am Lienzer Tor vorbei.

Das Spiel war danach sehr zerfahren, mit optischen Vorteilen für die Hausherren. Doch die Innenverteidigung der Rapidler stand bombensicher und hatte die oft mit hohen Bällen agierenden Lavanttaler gut im Griff. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Dominik Müller beinahe für den Lienzer Führungstreffer gesorgt. Nach einem Foul am sehr agilen Thomas Zraunig setzte er aber den dafür verhängten Freistoß aus rund 25 Metern Torentfernung an die Latte des St. Michaeler Tores.

Praktisch mit der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit wurden die Rapidler erneut gefährlich. Clemens Gesser führte einen Einwurf schnell auf Mario Kleinlercher aus, dieser drang in den Strafraum ein, scheiterte mit seinem Schuss aber an einer Topabwehr von St. Michael-Keeper Christoph Holzer, der den Ball gerade noch über die Latte drehen konnte. Dies war zugleich die letzte Offensivaktion der Grün-Weißen bis zum Schlusspfiff. Somit übernahmen die Gastgeber klar das Kommando und erspielten sich einige gute Möglichkeiten, auch weil die Rapidler einfach keine zweiten Bälle für sich gewinnen konnten.

In der 50. Minute schnappte sich Moritz Guetz nach einem Fehler im Spielaufbau der Osttiroler den Ball, schoß diesen aber von der Strafraumgrenze knapp am Tor vorbei. Nur acht Minuten später war es erneut der im Sommer von den WAC-Amateuren nach St. Michael gewechselte Moritz Guetz, der den ersten Treffer am Fuß hatte. Doch diesmal rettete Patrick Eder für den bereits geschlagenen Rapid-Keeper Christian Korunka und konnte den Ball gerade noch auf der Torlinie abwehren. Bei einer sehr unübersichtlichen Aktion im Lienzer Strafraum konnten die Gäste zweimal den Ball in extremis abwehren und schlussendlich bereinigte Christian Korunka mit einer tollen Faustabwehr diese brenzlige Situation.

Die letzte Möglichkeit für die Lavanttaler hatte Patrick Schlacher in der 74. Minute. Nachdem er sich gegen die Lienzer Defensive durchgesetzt hatte, versuchte er den Lienzer Schlussmann mit einem Schlenzer auf’s lange Eck zu überlisten, doch Christian Korunka wehrte den Ball mit einer tollen Reaktion zum Corner ab. In den letzten 15 Minuten gab es auf beiden Seiten keine nennenswerten Torchancen mehr. Kurz vor dem Schlusspfiff wurde Mario Kleinlercher vom Unparteiischen mit der zweiten gelben Karte vorzeitig unter die Dusche geschickt, doch auch in Unterzahl ließen die Rapidler nichts mehr anbrennen.

Mit diesem Punktegewinn konnten die Grün-Weißen den Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenletzten aus dem Lavanttal weiter halten und rangieren somit derzeit auf dem zwölften Platz in der Tabelle der Kärntner Liga.

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