Rapid Lienz bejubelt Heimsieg gegen Treibach

Mit einem 2:0 Erfolg gegen den SK Treibach verbesserten sich die Grün-Weißen auf den neunten Tabellenplatz, dabei mussten sie am 3. Oktober auf die gesperrten Mario Kleinlercher und Paul Görtschacher verzichten. Trainerfuchs Bernhard Zoier hatte seine Truppe taktisch optimal auf den Gegner eingestellt. So hatten die Gäste zwar mehr Ballbesitz, konnten sich vorerst aber keine zwingenden Torchancen herausspielen.

Mit schnellen Konterangriffen versuchten die Rapidler zum Erfolg zu kommen und gingen vor rund 200 Zusehern im Dolomitenstadion Lienz nach 24 Minuten in Führung.

Clemens Gesser erlief sich im Strafraum den Ball, sah den in der Mitte lauernden Lukas Steiner und dieser schob mit seinem schwächeren rechten Fuß den Ball zum 1:0 ins Netz. Praktisch im Gegenzug wäre den Treibachern beinahe der Ausgleich gelungen. Nach einer Freistoßflanke von der halbrechten Seite stieg Kapitän Arno Kozelsky, der schon beim Kapfenberger SV und beim FC Kärnten Bundesligaerfahrung sammeln durfte, am höchsten, setzte den Ball aber an die Latte des von Christian Korunka gehüteten Rapid-Tores.

Da die Lienzer Defensive aber die Angriffe der Gäste immer wieder bereits in der Entstehung stoppen konnte, fanden die Treibacher bis zum Halbzeitpfiff keine weiteren Torchancen mehr vor. So ging es mit einer knappen Führung für die Hausherren in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Treibacher noch mehr Offensivpower auf den Platz zu bringen. Die Grün-Weißen agierten aber weiterhin taktisch sehr clever und ließen nichts anbrennen. Im Gegensatz zum letztwöchigen Spiel in St. Michael/Lavant kam man diesmal wieder viel besser in die Zweikämpfe und konnte diese auch meistens für sich entscheiden. In der 55. Minute deutete Dominik Müller seine Gefährlichkeit bei Standardsituationen an, sein Freistoß ging aber knapp am gegnerischen Tor vorbei.

Spannung kam nochmals in der Schlussphase auf. Nach einem schlechten Zuspiel ging Lukas Steiner mit etwas zu viel Risiko in einen Zweikampf und wurde vom Unparteiischen mit der zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen. Aber die Grün-Weißen bewiesen enormes Kämpferherz und kamen mit einem Mann weniger kurz darauf gefährlich vor das Treibacher Tor. Sven Lovric knallte einen Freistoß aus rund 30 Metern Torentfernung knapp über das Gästetor. Sekunden später stand der bullige Rapid-Stürmer erneut im Mittelpunkt des Geschehens. Im Strafraum konnte er von Florian Hausdorfer nur mehr durch ein Foul gestoppt werden. Dominik Müller, Rapids Elferschütze Nummer 1, schnappte sich das Leder und verwandelte den verhängten Strafstoß zum vorentscheidenden 2:0. Es war dies sein bereits fünfter verwandelter Elfmeter in dieser Saison.

Kurz darauf hatten die Grün-Weißen dann auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Svetlozar Angelov traf aus kurzer Distanz nur das Aluminium des Lienzer Tores. Dies war zugleich auch der letzte Höhepunkt in diesem Spiel und die Grün-Weißen konnten sich über einen im Endeffekt völlig verdienten 2:0 Erfolg freuen.
Während Bernhard Zoier nach dem Spiel von einer hervorragenden taktischen Leistung seiner Mannschaft sprach, war Treibach-Coach Guido Frank auf seine Mannschaft bitterböse, „denn einige meiner Spieler glauben anscheinend, dass sie Spiele gegen die sogenannten ‚Kleinen‘ im Spazierengehen gewinnen können“.

Mit diesem Erfolg verbesserten sich Manuel Eder & Co. auf den neunten Tabellenplatz in der Kärntner Liga und müssen in der nächsten Runde beim Tabellenführer, dem ATUS Ferlach, antreten.

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